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Aktualitäten November 2004

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Basler Bahnhof SBB soll auch Velo-Dorado werden

BASEL. - Die Velo-Parkplatz-Misere am neuen Basler Bahnhof SBB soll beseitigt werden. Eine Petition der CVP-Arbeitsgruppe Verkehr erhält die einstimmige Unterstützung der Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission des Grossen Rates.

Seit rund zwei Jahren ist das neue Veloparking unter dem Bahnhofplatz in Betrieb. Das Bauwerk, das Bestandteil der Gesamtkonzeption "Euroville" ist, gilt als architektonisch und ökologisch vorbildliches Angebot für Radfahrende. Doch es hat einen entscheidenden Makel: Sowohl die Dauer- wie auch die Temporärabstellplätze sind häufig ausgebucht. Zahlreiche Radfahrende haben keine Möglichkeit, ihr Gefährt in unmittelbarer Umgebung des Bahnhofs legal zu deponieren. Die Petition der CVP-Arbeitsgruppe fordert nun weitere provisorische Velo-Parkplätze um den Bahnhof und "permanente unterirdische Abstellplätze" auf der Nord- wie auf der Südseite.

Das Anliegen stiess bei der Parlamentskommission auf offene Ohren. "Es ist tatsächlich eine Misere", sagte Kommissionspräsidentin Gabi Mächler (SP) gegenüber OnlineReports, "man muss etwas dagegen unternehmen. Vor allem die ökologisch sinnvolle Velo-Bahn-Verknüpfung muss sichergestellt werden". Die Kommission kam zum Schluss, die Forderung der Bittschrift sei "prüfenswert". Besonders im "hochqualitativen Bereich" der überwachten und hellen, aber auch kostenpflichtigen Parking-Plätze sei "eine Erweiterung in Erwägung zu ziehen". Die "erfreulich grosse Nachfrage nach Velo-Abstellplätzen am Verkehrsknotenpunkt Bahnhof SBB" soll "so weit als möglich erfüllt werden".

Bereits bestehen auch Vorstellungen der Petenten, wo die zusätzlichen Parking-Räume vorhanden sein könnten. So könnten im kostenpflichtigen Teil bei besserer Raumnutzung mehr Velos untergebracht werden. Ebenso könnte im unbewachten Teil der von Sportmuseum benützte Austellungsraum, der sich "scheinbar kommerziell nicht nutzen" lasse, durch Velo-Abstellplätze ersetzt werden. Geschützte und bewachte Langzeit-Abstellplätze sollen auch beim neu erstellten Gebäudekomplex "Elsässertor" oder gegenüber der Markthalle geprüft werden. Rasche Lösungen allerdings sind nicht zu erwarten: Die Regierung hat jetzt ein Jahr Zeit, zum Anliegen der Petitionäre Stellung zu nehmen.

Wie der "Baslerstab" in seiner heutigen Ausgabe berichtet, soll im Velo-Paring kommendes Jahr ein "doppelstöckiger Veloständer" erprobt werden, der das betehende Raumangebot besser nutzen soll. (29. November 2004)


Taschendiebin im Kleinbasel verhaftet

BASEL. - Eine Taschendiebin ging der Polizei am vergangenen Samstag in Basel ins Netz. Ein Fahndungsteam hatte die Frau seit längerer Zeit im Auge. Es entschloss sich, die Tatverdächtige zu observieren. Die Frau betrat mehrere Geschäfte, stieg immer mal wieder ins Tram ein, nur um ein paar wenige Haltestellen später wieder auszusteigen. Dabei erhärtete sich der Verdacht, dass sie nach Opfern Ausschau hielt. In der Greifengasse betrat sie das Clara-Shoppingcenter. Als sie diesen Geschäftskomplex wieder verliess, wurde sie einer Kontrolle unterzogen, wobei sie noch zwei Portemonnaies verschwinden lassen wollte, die sie kurz zuvor einer Frau im betreffenden Laden gestohlen hatte. Die Tatverdächtige, eine in Basel wohnhafte, 49-jährige Schweizerin, wurde festgenommen. Aufgrund der ersten Erkenntnisse ist laut Angaben der Staatsanwaltschaft davon auszugehen, dass die Festgenommene für weitere, gleichgelagerte Straftaten in Frage kommen dürfte. (29. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Schweiz --


Radfahrer bei Sturz schwer verletzt

BLAUEN. - Bei einem Sturz schwer verletzt wurde heute Montagmorgen um 7.15 Uhr auf der Zwingenstrasse in Blauen ein 52-jähriger Velofahrer, der talwärts in Richtung Zwingen fuhr. Aus bisher noch ungeklärten Gründen stürzte er in einer starken Rechtskurve derart unglücklich, dass er mit schweren Verletzungen mitten auf der Strasse liegen blieb und durch einen nachfolgenden Personenwagenlenker aufgefunden wurde. Das Opfer ins Spital überführt. Ein zunächst avisierter Helikopter der Schweizerischen Rettungsflugwacht konnte die Rettung wegen Nebels nicht durchführen. Zeugen: 061 926 35 35. (29. November 2004)


Angeblicher Überfall: Opfer war eher Täter

LAUFEN. - Der von der Polizei vermeldete "Überfall" von Personen in Militäruniform auf einen 38-jährigen Mann vom vergangenen Wochenende in Laufen ist geklärt. Auf Grund des öffentlichen Zeugenaufrufs meldete sich die vermeintliche Täterschaft am Wochenende selbst bei der Polizei und wurde zur Sache einvernommen. Nach diesen Abklärungen und einer Opferbefragung mit dem angeblichen Geschädigten ergab sich eine grundlegend neue Situation. Der angeblich Geschädigte, ein 38-jähriger Schweizer, der in der Tatnacht unter massivem Alkoholeinfluss stand, konnte nicht mehr ausschliessen, dass er selbst die Tätlichkeiten angezettelt hatte. Dabei griff er nach verbalen Provokationen einen 20-jährigen Schweizer tätlich an, der sich schliesslich zur Wehr setzte. Zwei weitere Männer, Schweizer im Alter von 20 und 22 Jahren, versuchten, die beiden auseinander zu bringen, was schliesslich auch gelang. Zwei der drei Provozierten trugen Militärkleider, aber nicht das Tenue B, sondern eine Ausgangsuniform. Sie hatten Urlaub und befanden sich – auf Umwegen – auf dem Weg ins Wochenende. Insofern war also das vermeintliche Opfer in Wirklichkeit mehr Täter als Opfer. Im weiteren wurde gestern Sonntag bekannt, dass das dem vermeintlichen Opfer angeblich entrissene Portemonnaie in der Innentasche seiner Jacke gefunden wurde. Zudem war ihm die Brille nicht entwendet worden, sondern sie vor dem Lokal zu Boden gefallen und wurde am Wochenende ebenfalls gefunden. Das vermeintliche Opfer zog gestern seinen Strafantrag wegen Körperverletzung zurück. Ob allenfalls weitere strafbare Handlungen vorliegen, ist Gegenstand von weiteren Abklärungen durch das Statthalteramt Laufen. (29. November 2004)


"IG Südumfahrung Nein" gegründet

OBERWIL. - Die “Interessengemeinschaft Südumfahrung Nein“ wurde am Freitag in Oberwil gegründet. Ziel der IG ist es, zu verhindern, dass die Südumfahrung Basels - Kosten: rund 1,2 Milliarden Franken - durch das Birs- und das Leimental in den kantonalen Richtplan aufgenommen wird. Das bedrohte Naherholungsgebiet und das noch vorhandene Kulturland sollen zukünftigen Generationen erhalten bleiben, schreibt die IG. Ihr gehören Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien und aller betroffenen Gemeinden an. Weitere Aktionen sollen im Januar folgen.

Vorstandsmitglieder: Andreoli Véronique, Umweltingenieurin, WWF beider Basel, Oberwil; Fricker Dominique, VP FDP Therwil, Geschäftsführer FDP BL, Therwil; Gorrengourt Christine, Umweltberaterin, CVP, Ettingen; Göschke Madeleine, Landrätin Grüne, Präsidentin NLO-Neue Liste Oberwil; Gschwind Gregor Präsident des Bauernverbandes, alt Landrat, CVP, Therwil; Halder Jacqueline, Biologin, Landrätin SP, Vizepräsidentin IG Südumfahrung Nein, Allschwil;  Heckendorn Roman, Unternehmensberater, Gemeindekommission CVP Therwil; Hufschmid Niggi, Biologe, Gemeinderat SP, Therwil; Joset Marc, Landrat und Gemeinderat SP, Binningen; Schneider Elisabeth, lic. jur., Landrätin CVP, Gemeindeverwalterin, Biel-Benken; Schürch Christian, Landwirt, Vorstand IP-Suisse, Reinach; Tschopp Thomas, Arzt, Präsident NSVE, Ettingen; Zoller Matthias, Landrat CVP, Präsident IG Südumfahrung Nein, Therwil; Nohara Claudio, Betriebswirtschafter HF, Präsident SP Oberwil/Biel-Benken, Umwelt- und Gemeindekommission Oberwil.

Gründungsverbände: Aktion Wohnliches Oberwil AWO,Ärztinnen und Ärzte für UmweltschutzSektion beider Basel, Bauernverband beider Basel, CVP Therwil, IG Velo beider Basel, Naturschutzverein Ettingen (NSVE), Natur- und Vogelschutzverband (BNV) BL, Natur- und Vogelschutzverein (VNV) Reinach, Natur- und Vogelschutz-verein Therwil, NLO - Neue Liste Oberwil, Pro Natura BL, SP Oberwil / Biel-Benken, SP Therwil, VCS beider Basel, WWF beider Basel.
(27. November 2004)


Mann von Tätern in Militäruniform überfallen

LAUFEN. - Massiv zusammengeschlagen und beraubt wurde heute Samstagmorgen um etwa 4.20 Uhr ein 40-jähriger Mann vor dem Bistro "Zur Loki" an der Güterstrasse 26 in Laufen. Das Opfer wurde mittelschwer verletzt. Es erlitt Kopf-, Hand- und Beinverletzungen. Zudem wurde ihm sein Portemonnaie und seine Brille abgenommen. Bei der Täterschaft handelt es sich um mindestens zwei Personen in Militäruniform, die am Vorabend ihre Dienstpflicht beendet und ihre Ausrüstung abgegeben haben. Sie waren noch mit der alten Uniform, Tenue B, bekleidet. (27. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Schweiz Schweiz


Zwei jugendliche Einbrecher erwischt

BINNINGEN. - Kurz nach einem Einbruch verhaftete die Polizei am Dienstagnachmittag um 16.55 Uhrin der Paradiesstrasse in Binningen zwei Jugendliche. Die beiden Polizisten hatten zunächst beabsichtigt, die beiden verdächtigen Personen einer Kontrolle zu unterziehen. Als sie sich nicht ausweisen konnten, wurden sie zur Identitätsabklärung in den Polizeistützpunkt Binningen gebracht. Bei der Effektenkontrolle kam dann diverser Schmuck zum Vorschein. Zudem lag unter einem parkierten Personenwagen in der Nähe des Kontrollortes ein Schraubenzieher, den die beiden nach dem Einbruch weggeworfen hatten. Noch während der Kontrolle ging in der Polizei-Alarmzentrale in Liestal die Meldung von einem Einbruch in Binningen BL ein. Es stellte sich heraus, dass die Schmuckstücke, welche die beiden Männer bei sich hatten, bei diesem Einbruch gestohlen wurden. Bei den beiden Einbrechern handelt es sich um zwei Kroaten im Alter von angeblich 13 und 15 Jahren. Sie sind geständig. (25. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Kroation --




Basler Grossrats-Delegation: Besuch bei OnlineReports

BASEL. - Hoher Besuch heute bei OnlineReports: Die Subkommission Öffentlichkeitsarbeit* des Basler Grossen Rates mit Grossratspräsidentin Beatrice Inglin-Boumberger, Statthalter Bruno Mazzotti, Brigitta Gerber, Ernst-Ulrich Katzenstein sowie Thomas Dähler, Leiter des neu geschaffenen Parlamentsdienstes, besprach mit OnlineReports das Verhältnis von Medien und dem Grossen Rat. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier brachten dabei zum Ausdruck, dass sie eine verstärkte Präsenz der Grossrats-Geschäfte und der Verhandlungen in den Medien begrüssen würden. Die Subkommission erkundigte sich auch nach den Informations-Bedürfnissen von OnlineReports und machte deutlich, dass der Grosse Rat bereit sei, Anstrengungen zu unternehmen, um den Parlamentsbetrieb nach aussen hin attraktiver - und allenfalls unter Anwendung neuer Mittel des Internet - zu vermitteln. Der Parlamentsdienst soll die entsprechenden Anregungen auch von Medien-Seite her auf eine Umsetzung hin prüfen. OnlineReports seinerseits führte einige Wünsche im Gespräch an, das sehr konstruktiv verlief. (24. November 2004)

* (von rechts nach links: Bruno Mazzotti, Ernst-Ulrich Katzenstein, Beatrice Inglin-Buomberger, Brigitta Gerber, Thomas Dähler und OnlineReports-Editor Peter Knechtli)


Tiefbauamt-Kaderfrau: Abrupter Abgang von Erina Guzzi

BASEL. - Ein überraschend abrupter Abgang ist aus dem Basler Tiefbauamt zu vermelden: Erina Guzzi, Leiterin des Geschäftsbereichs Verkehrsbauten, ist physisch bereits nicht mehr im Amt, aber beim Staat Basel-Stadt noch während einer ordentlichen Kündigungsfrist von drei Monaten angestellt. Dies erfuhren die Mitarbeitenden des Basler Baudepartements am Dienstag um die Mittagszeit von ihrem Vorgesetzten, Kantonsingenieur Roger Reinauer. In der trockenen Mitteilung hiess es lediglich, die bisherige Leiterin der Abteilung "Stadtstrassen Nordtangente", Raymonde Sauvé, habe interimistisch ihre Funktion übernommen. André Frauchiger, Sprecher des Tiefbauamtes, reagierte auf die Anfrage von OnlineReports mit einem knappen "No comment - aus persönlichkeits- und Datenschutzgründen". Er bestätigte lediglich, dass Frau Guzzi "nach meinem Wissensstand" nicht mehr im Amt sei. Erina Guzzi war seit Oktober 1999 Mitglied der Geschäftsleitung des Tiefbauamtes und übte darin nach dem Kantonsingenieur eine der wichtigsten Funktionen aus. Die Nachricht der Trennung wurde im Baudepartement als "Rätsel" eingestuft. Offenbar ging es um persönliche Unverträglichkeiten, offizielle Angaben zu den Trennungsgründen waren nicht erhältlich. (24. November 2004)


Zug kollidiert mit Personenwagen: Merkwürdige Umstände

DIEPFLINGEN. - Zu einer Kollision zwischen einer Pendelzugkomposition der SBB und einem Personenwagen kam es heute Dienstagnachmittag um 16.15 Uhr in Diepflingen beim Bahnübergang "Rehhag". Ein Automobilist wollte mit seinem Personenwagen zu seinem Schopf im Gebiet "Rehhag" fahren. Da derzeit beim unbewachten Bahnübergang der Linie Sissach-Läufelfingen-Olten Bauarbeiten ausgeführt werden, konnte er den Bahnübergang nicht passieren. Als er sein Fahrzeug wenden wollte, stellte aus ungeklärten Gründen der Motor ab und das Fahrzeug blieb noch im Bereich des Bahnüberganges stehen. Der Zugführer des von Sissach kommenden Pendelzuges, reagierte sofort und leitete eine Vollbremsung ein. Der Steuerwagen der Zugskomposition erfasste das Auto auf den letzten paar Metern seines Bremsweges und schob es zur Seite. Am Personenwagen entstand Totalschaden, an der Zugkomposition und den Geleiseanlagen entstand indes kein Schaden. Der Lenker blieb unverletzt. Die Bahnlinie war während etwa eineinhalb Stunden gesperrt, der Pendelverkehr wurde mit Bussen gewährleistet. (23. November 2004)


Kopftuch-Verbot: "Haben wir keine anderen Probleme?"

BASEL. - Die in Basel-Stadt lancierte Volksinitiative für eine Kopftuch-Verbot für öffentliche Mandatsträgerinnen sei "überflüssig und kontraproduktiv". Dies sagt Kadriye Koca-Kasan (32, Bild), eine türkische Muslimin, die bei den Grossratswahlen auf der Liste der CVP als zweite Nachrückende gewählt wurde, gegenüber OnlineReports. Die entsprechende Initiative der Schweizerischen Bürger-Partei (SBP) befindet sich im Stadium der Vorprüfung durch die Basler Staatskanzlei.

Kadriye Koca-Kasan, die selbst ein Kopftuch trägt, als Schweizerin eingebürgert wurde und fliessend Mundart spricht, wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äussern, ob sie im theoretischen Falle eines Nachrückens ins Parlament das Kopftuch ablegen würde: "Bis sich die Frage stellt, werde ich aufgrund der Religionsfreiheit das Kopftuch tragen", sagt sich ausweichend. Klar äussert sie sich zum Imam, der kürzlich in Basel die Steinigung von Frauen gerechtfertigt hatte: "Die Steinigung der Frau hat mit dem Islam gar nichts zu tun." Sie selbst verstehe sich als eine "ganz normale Muslimin", die das "friedvolle Zusammenleben" unter und den Dialog der Weltreligionen Islam, Christentum und Judentum anstrebe.

Gegenüber Bestrebungen liberaler Musliminnen und Muslime in der Schweiz, eine moderne muslimische Vereinigung zu gründen, hat Frau Koca-Kasan nichts einzuwenden. "Es braucht es vielleicht eine solche Vereinigung, um den Dialog zu finden. Ganz sicher stört es mich nicht, wenn sich dort Frauen engagieren, die kein Kopftuch tragen." Wenn eine Frau auf das Tuch verzichte, heisse dies nicht, dass sie eine schlechte Muslimim sei: "Mich interessiert, wie sie denkt. Das Aussehen ist nicht entscheidend."

Die kontaktfreudig wirkende ex-CVP-Kandidatin und Mutter dreier Kinder fühlt sich in Basel nach eigenem Bekunden gut integriert. Mit hier aufgewachsenen Schweizerinnen und Schweizern, auch mit Lehrkräften ihrer Kinder, verkehre sie auch privat. "Ganz toll" seien die Erfahrungen, die sie mit der Bevölkerung gemacht habe. Feindschaft schlage ihr wegen ihres Kopftuchs nicht entgegen. Aber natürlich, fügt sie an, gebe es gelegentlich auch Leute, "die den Kopf schütteln". (23. November 2004)


  > ECHO

"Keine prädestinierte Adresse für Empfehlungen"

Ich empfinde die Dame durchaus als Bereicherung. Nur glaube ich nicht, ohne ihr zu nahe treten zu wollen, dass sie die prädestinierte Adressantin für Empfehlungen punkto Verbot religiöser Symbole ist; genau so wenig übrigens, wie eine praktizierende Katholikin zur Objektivität neigen könnte. Ich wiederhole mich, wenn ich die kompromisslose Anwendung von Artikel 15 litt 4 postuliere (siehe "Echo" zu Saïda Keller-Messahli), im Klartext: Ein Verbot aller religiösen Symbole (katholischer, jüdischer oder muslimischer Provenienz - die Protestanten haben keine) an allen öffentlichen Basler Schulen bis zum Erreichen der Mehrjährigkeit, denn dann treten litt 1 bis 3 Artikel 15 BV in Kraft, nämlich das Recht auf freie Wahl und auf freie Ausübung der bevorzugten Religion.

Patric C. Friedlin
Basel



"Mit Argumenten, nicht mit Verboten reagieren"

Ich finde die Zuspitzung eines Ideologischen Kampfes auf ein Kopftuch völlig unsinnig! Wir sollten den Kopftuchträgerinnen nicht mit einem Verbot, sondern mit Argumenten begegnen. Religiöse Symbole haben in öffentlichen Institutionen nix zu suchen. Aber ich wäre sogar bereit, auch dort noch Kopftücher zuzulassen. In ein paar Jahren ist das wieder abgeflaut, aus praktischen Gründen, und man wird die Übriggebliebenen fragen, warum sie denn noch eines tragen. Als Schwuler war ich auch dafür, dass Ohrringe, Halskettchen, lange Haare getragen werden durften. Ausserdem trugen unsere Grossmütter früher auch ein Jahr lang schwarz, sowie ein Kopftuch - und die Ordensschwestern tragen auch ihre Häubchen. Und vergessen wir nicht die indischen Sikhs, die ihre Turbane tragen. Aber leider gehen die nicht unter die Töff-Helme!

Peter Thommen
Basel



"Solche Scheinheiligkeit ist gefährlicher"

Scheinheiliger als dies Herr Thüring tat, kann dieses Thema nicht behandelt werden! Wie verhalten wir uns denn als Christen, z.B. als Katholiken? Deren Glaube schreibt vor: Du sollst nicht begehren das Weib eines anderen, oder Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, oder Du sollst nicht töten, oder Du sollst nicht stehlen und so weiter und so fort, diese Aussagen dürften allgemein bekannt sein. Diesbezüglich muss also die so genannte schweigende Mehrheit (und dazu zähle ich 90 Prozent der Katholiken) als gefährlich eingestuft werden. Ich glaube kaum, dass Herr Thüring sich schon mal solche Gedanken machte, warum auch! Aber bei einem, sagen wir mal ihm wenig bekannten Glauben fühlt er sich genötigt, den Moralapostel zu spielen und in Angstmacherei und Populismus zu machen. Solche Scheinheiligkeit ist gefährlicher.

Bruno Heuberger
Oberwil



"Die schweigende Mehrheit kann gefährlich werden"

Frau Koca-Kasan vergisst, dass das Kopftuch in der Türkei vielerorts verboten ist und an öffentlichen Einrichtungen nichts zu suchen hat. Warum soll ausgerechnet die Schweiz als nichtmuslimisches Land "toleranter" sein, als ein hochgradig verislamisiertes Land wie die Türkei? Diese Ungleichheit will mir nicht in den Kopf gehen. Es ist an der Zeit, die Werte der Schweiz in den Vordergrund zu stellen. Wie sich nun in den Niederlanden gezeigt hat, sind die bisherigen Integrationsbemühungen gescheitert. Integration kann nur über die Sprache stattfinden, daher sind selbstkostenpflichtige Deutschkurse in meinen Augen für alle Personen obligatorisch zu gestalten. Die Auslegung des Islam wird von Frau Koca-Kasan hier etwas gar locker betrachtet. Die Imame, welche Steinigungen befürworten, sind höchstwahrscheinlich sogar in der Mehrheit, viele schweigen, um nicht aufzufallen. Genau diese schweigende Mehrheit kann aber gefährlich werden. Wir tolerieren den Islam, verabscheuen aber den islamistischen Fundamentalismus, welcher nur Leid mit sich bringt. Überdies ist es eine Frage des Respektes gegenüber des Gastlandes, dass man sich den Gegebenheiten anpasst, unsere Frauen müssten in den arabischen Ländern auch verhüllt sein. Einmal mehr wird hier unter dem Aspekt der Toleranz mit ungleichen Spiessen argumentiert.

Joel Thüring
Bald-SVP-Grossrat
Basel



Seilziehen um neuen Lohnausweis geht weiter

LIESTAL/BERN. - Das Seilziehen zwischen der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK) und dem Parlament um den neuen Lohnausweis geht weiter: Jetzt hat die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) eine fünfköpfige Subkommission eingesetzt, die den Beschluss des Nationalrates in der vergangenen Herbstsession (94 zu 61 Stmmen) umsetzen soll, wonach wesentliche Änderungen im steuerlichen Deklarations-System der Schweiz vom eidgenössischen Parlament beraten und beschlossen werden müssen. Darunter fällt auch uns insbesondre dr neue Lohnausweis. Treibende Kraft hinter dem Widerstand gegen den neuen Lohnausweis ist der Baselbieter FDP-Nationalrat und Gewerbedirektor Hans Rudolf Gysin, der ebenfalls Mitglieder WAK-Subkommission ist. Gysin und weitere Parlamentarier "erwarten nun, dass die SSK ihren Ende September über die Köpfe der Parlamentsmitglieder hinweg vorschnell gefassten Beschluss, den Lohnausweis per 1. Januar 2006 definitiv einzuführen, umgehend sistiert". Dies zumindest so lange, bis die abschliessenden Entscheide aus beiden Kammern verbindlich vorliegen. (23. November 2004)


Tödlicher Unfall: Betagte Frau übersah Tram

BOTTMINGEN. - Ein tödlicher Unfall ereignete sich heute Motnagabend kurz vor 18.15 Uhr im Bereich der Tramhaltestelle Batteriestrasse in Bottmingen. Eine 81-jährige Frau überquerte bei der Tramhaltestelle vom Parkplatz des Coop-Centers her das Tramtrassee, übersah offenbar einen in Richtung Basel fahrenden Tramzug der BLT-Linie 10/17, wurde von diesem erfasst und weggeschleudert. Die Frau verstarb noch auf der Unfallstelle. Im Einsatz standen die Sanität Basel mit drei Personen und zwei Fahrzeugen sowie die Polizei mit sieben Personen und drei Fahrzeugen. Der Trambetrieb auf der betroffenen Linie blieb bis etwa 21 Uhr komplett unterbrochen, als Tramersatz wurden Busse eingesetzt. (22. November 2004)


Offene Wagentür: Radfahrer schwer verletzt

LAUFEN. - Heute Montagmorgen um 8.40 Uhr kollidierte in Laufen ein Fahrradlenker mit der offenen Tür eines Personenwagens. Der fehlbare Autolenker stellte sein Fahrzeug in einem Parkfeld am rechten Strassen-rand ab. Ohne dem Verkehr von hinten genügend Aufmerksamkeit zu schenken, öffnete der Automobilist seine Fahrzeugtüre. Der Zweiradlenker wurde durch dieses Manöver überrascht. Er kollidierte mit der offenen Tür und musste mit schweren Rückenverletzungen ins Spital überführt werden. (22. November 2004)


Petition für NZZ mit Basler Bund eingereicht

BASEL/ZÜRICH. - Die NZZ soll einen Basler Bund entwickeln und ihn der Hauptausgabe beilegen. Dies verlangt eine Petition des mit der "Basler Zeitung" unzufriedenen "Komitees für eine gute Tageszeitung", die heute Montagnachmittag mit mehr als 2'300 Unterschriften bei der Neuen Zürcher Zeitung eingereicht wurde. Nach Meinung des Komitee ist das Echo deutlich: "Viele Menschen in Basel finden in der einzig existierenden Tageszeitung keinen guten Spiegel mehr für das kulturelle, soziale und politische Leben in dieser Stadt und wünschen sich dringend eine Alternative." Noch ungelöst ist der Konflikt zwischen Basler Kulturschaffenden und der "Basler Zeitung" wegen des neuerdings kostenpflichtigen Veranstaltungskalenders. (22. November 2004)


Portemonnaie und Kreditkarte weg: Taschendiebe verhaftet

BASEL. - Wegen Taschendiebstählen hat die Basler Polizei vergangenen Samstag zwei junge Männer und eine Frau aus Rumänien im Alter zwischen 16 und 18 Jahren verhaftet. Wegen dieses Tatbestandes war die Frau bereits früher polizeilich erfasst worden. - Am vergangenen Samstag über die Mittagszeit fragte eine Frau bei einem Bancomaten in der Innenstadt ihren Kontostand ab und bemerkte, dass sie dabei von einem Mann beobachtet wurde. Kurz darauf wurde sie von diesem Mann auf dem Barfüsserplatz nach dem Weg zum Bahnhof gefragt, wobei sie im Nachhinein feststellte, dass ihr dabei das Portemonnaie aus der Handtasche gestohlen wurde. Die Geschädigte erstattete daraufhin eine Anzeige auf einem Polizeiposten und konnte gute Signalementsangaben machen, welche von der Einsatzzentrale der Kantonspolizei verbreitet wurden. Zur gleichen Zeit hielt sich ein Team des Fahndungsdienstes im Kampf gegen Taschendiebe in der Innenstadt auf und beobachtete eine verdächtige dreiköpfige Gruppe, wobei ein Mitglied dem Signalement des gemeldeten Diebes entsprach. Die drei wurden unverzüglich einer eingehenden Kontrolle unterzogen: In den Effekten eines der Festgenommenen konnte die Kreditkarte der kurz zuvor bestohlenen Frau sichergestellt werden. (22. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Rumänien --


EU-Wettbewerbsbehörden genehmigen Roche/Bayer-Deal

BASEL. - Die Wettbewerbsbehörden der Europäischen Union haben den Verkauf des Geschäftsbereichs Roche Consumer Health an Bayer definitiv genehmigt. Dies gab Roche heute Montagmorgen bekannt. Die Transaktion muss noch von weiteren lokalen Behörden genehmigt werden. Roche rechnet per Ende 2004 mit dem Abschluss der Transaktion. Die Transaktion umfasst sämtliche Geschäfte von RCH sowie die fünf Pharma-Produktionsbetriebe in Grenzach (Deutschland), Gaillard (Frankreich), Pilar (Argentinien), Casablanca (Marokko) und Jakarta (Indonesien). In einer weiteren Transaktion wird Roche ihren 50-prozentigen Anteil am Joint Venture mit Bayer, das die Vermarktung des Schmerzmittels Aleve sowie von weiteren OTC-Marken in den USA umfasst, an Bayer verkaufen. Der Wert dieser zwei Transaktionen beläuft sich auf zirka 3,6 Milliarden Franken. (22. November 2004)


Parkiertes Auto brannte vollständig aus: Brandstiftung?

MÜNCHENSTEIN. - Heute Sonntagmorgen kurz nach drei Uhr morgens brannte auf dem Parkplatz der "Grün 80" in Münchenstein ein Personenwagen vollständig aus. Da dessen Kontrollschilder vollständig verglühten, konnte der Halter des Autos (roter Opel Calibra), das vermutlich in Deutschland immatrikuliert ist, nicht verständigt werden. Auf Grund der bisherigen Erkenntnisse kann die Polizei Brandstiftung nicht ausschliessen. Zeugen gesucht: 061 926 35 35. (21. November 2004)


Schweröl-Havarie im Birsfelder Hafen: Orchideen bedroht?

BIRSFELDEN. - Eine gravierende Havarie mit Schweröl ereignete sich heute Samstagmorgen im Hafen von Birsfelden. Die Rheinschifffahrt ist im Abschnitt Birsfelden derzeit unterbrochen. - Beim Unglück lief nach Polizeiangaben eine "grössere Menge" Schweröl in den Rhein. Zur Havarie kam es, als Schweröl von einem Tanklager im Hafen auf ein Tankschiff gepumpt wurde und vermutlich als Folge einer defekten Dichtung teilweise in den Rhein floss. Wie Thomas Amiet vom Baselbieter Amt für Umweltschutz und Energie (AUE), gegenüber OnlineReports erklärte, war der grösste Teil des ausgelaufenen Oels auf das Tankschiff geflossen. Da die Leitung aber unter Druck stand spritze Oel auch ins Wasser sowie an Uferpartien. Amiet sprach von einer vermuteten Menge von 100 bis 200 Litern, die in den Rhein geflossen sind.

Die Oelwehr Birsfelden hat sofort Oelsperren errichtet und trifft auch die notwendigen Massnahmen zur Reinigung des Rheins. Weiter werde laufend kontrolliert, ob noch weitere Oelmengen in den Rhein fliessen. Gemäss Aussagen der Oelwehr sollte das Ereignis im Lauf des Nachmittags bewältigt sein. Allfällige Auswirkungen auf die Flora und Fauna des Rheins können laut Medienmitteilung "zur Zeit noch nicht festgestellt werden". Die AUE-Fachleute sind vor Ort im Einsatz. Zur Zeit ist die Rheinschiffahrt im Abschnitt Birsfelden aus zwei Gründen unterbrochen: Einerseits könnten vorbeifahrende Schiffe mit ihren Wellen das Oel weiter verteilen und andererseits wird die Schleuse Birsfelden als weitere Oelsperre gebraucht. Sobald das Schweröl im Rhein entfernt worden ist, was voraussichtlich heute Nachmittag der Fall sein wird, kann der Abschnitt Birsfelden für die Rheinschifffahrt wieder freigegeben werden.

Wie die involvierten Firmen heissen, konnte Amiet nicht sagen. Fest steht, dass eine Uferpartie des Birsfelder Hafens die Heimat einer weltweit einmaligen Orchideen-Rasse (Bild) ist. Wie weit die exklusiven Pflanzen in der Uferböschung tangiert wurden, ist noch nicht bekannt. (20. November 2004)


Polizei schnappt Handy-Dieb und junge Einbrecher

THERWIL/BOTTMINGEN/FRENKENDORF. - Ein 16-jähriger Bursche, der am Dienstagnachmittag, 9. November, in den Garderoben der Turnhalle des Känelmattschulhauses II in Therwil sowie des Schulhauses Burggarten in Bottmingen mindestens acht Handys sowie Bargeld gestohlen hatte, ging der Polizei ins Netz. Der Täter konnte nicht zuletzt dank wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung ausfindig gemacht werden. Es ist noch Gegenstand weiterer Abklärungen, ob der Mann mit srilankischer Nationalität noch für weitere, ähnlich gelagerte Fälle zur Verantwortung gezogen werden kann. Die Jugendanwaltschaft hat gegen den geständigen Dieb ein Strafverfahren eröffnet.

Im weiteren ermittelte die Polizei in diesen Tagen zwei Burschen im Alter von 12 und 14 Jahren, die am Dienstagnachmittag in Frenkendorf einen Einschleichdiebstahl in eine Wohnung begangen hatten. Die beiden Burschen von schweizerischer und türkischer Nationalität entwendeten Bargeld, ein Handy sowie einige Elektronikartikel. Sie gaben das Delikt zu und werden sich ebenfalls vor der Jugendanwaltschaft zu verantworten haben. (19. November 2004)


Polizei schnappt Handy-Dieb und junge Einbrecher

THERWIL/BOTTMINGEN/FRENKENDORF. - Ein 16-jähriger Bursche, der am Dienstagnachmittag, 9. November, in den Garderoben der Turnhalle des Känelmattschulhauses II in Therwil sowie des Schulhauses Burggarten in Bottmingen mindestens acht Handys sowie Bargeld gestohlen hatte, ging der Polizei ins Netz. Der Täter konnte nicht zuletzt dank wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung ausfindig gemacht werden. Es ist noch Gegenstand weiterer Abklärungen, ob der Mann mit srilankischer Nationalität noch für weitere, ähnlich gelagerte Fälle zur Verantwortung gezogen werden kann. Die Jugendanwaltschaft hat gegen den geständigen Dieb ein Strafverfahren eröffnet.

Im weiteren ermittelte die Polizei in diesen Tagen zwei Burschen im Alter von 12 und 14 Jahren, die am Dienstagnachmittag in Frenkendorf einen Einschleichdiebstahl in eine Wohnung begangen hatten. Die beiden Burschen von schweizerischer und türkischer Nationalität entwendeten Bargeld, ein Handy sowie einige Elektronikartikel. Sie gaben das Delikt zu und werden sich ebenfalls vor der Jugendanwaltschaft zu verantworten haben. (19. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Sri Lanka, Schweiz, Türkei --


Gleich zwei Drämmli-Unfälle in einer Stunde

MUTTENZ. - Gleich zu zwei Tram-Unfällen mit Fussgängern innerhalb einer Stunde kam es heute Freitagvormittag in Muttenz. Zunächst lief um 11.14 Uhr eine Frau über den mit Lichtsignalen ausgerüsteten Fussgängerübergang direkt gegen ein Richtung Basel abfahrendes Tram. Die Frau, die sich nur leicht verletzte, konnte von einem anwesenden Arzt, der in der Nähe seine Praxis hat, direkt betreut werden. Nach einem Betriebsunterbruch von nur zwölf Minuten konnte der Tramverkehr wieder aufgenommen werden.

Kurze Zeit später, genau um 12 Uhr, kam es bei der Haltestelle "Muttenz Dorf" zu einem weiteren Fussgängerunfall. Ein älterer Mann wollte den anderen der beiden Fussgängerübergänge, der ebenfalls mit einer Signalanlage ausgerüstet ist, überqueren und trat dabei direkt vor dem abfahrenden Tram Richtung Pratteln auf die Gleise. Er wurde vom Tram erfasst und umgeworfen und blieb vorne seitlich unter dem Tram verletzt liegen. Die Feuerwehr Muttenz und die Berufsfeuerwehr Basel-Stadt mussten den vorderen Teil des Trams mit hydraulischen Pressen anheben, um den verletzte Mann bergen zu können. Er musste ins Spital eingeliefert werden. Es kam zu einem Betriebsunterbruch von einer Stunde. (19. November 2004)


Wintersturm blockiert Basler Drämmli stundenlang

BASEL. - Während fast drei Stunden konnten heute Freitagmorgen zwischen 5.30 Uhr bis 8.15 Uhr die Trams der BVB-Linien 15 und 16 nicht übers Bruderholz fahren. Grund war der mit dem Sturm verbundene starke Laubfall, der auf den Schienen eine schmierige Masse bildete, auf welcher die Tramräder in den steilen Steigungen des Bruderholz durchdrehten, obwohl die durch die Wetterprognose vorgewarnten Laub-Putzequipen der BVB heute früh schon seit vier Uhr mit Schienenreinigungsfahrzeugen und zu Fuss im Einsatz waren. Selbst das schwere Schienenreinigungsfahrzeug hatte laut einer Medienmitteilung anfänglich Mühe, die Steigungen zu schaffen. Als Ersatz für den Trambetrieb setzten die BVB sechs Busse ein und postierten an der für Busse nicht erreichbaren Haltestelle Wolfschlucht einen Mann, der den Fahrgästen den Weg zur provisorischen Bushaltestelle im Gundeldingerrain wies. Nach intensiven Schienenreinigungsarbeiten konnte dann die Strecke übers Bruderholz um 8.15 Uhr wieder freigegeben werden. (19. November 2004)


"Swiss" baut Basel-Präsenz wieder aus

BASEL. - Nachdem die Fluggesellschaft "Swiss" ihre Basler Präsenz in den letzten Jahren massiv reduziert hatte, baut sie ihr Angeobt jetzt aus: Ab dem Sommerflugplan 2005 fliegt "Swiss" neu nach Valencia (4-mal wöchentlic) und Palma de Mallorca (5-mal wöchentlich), hinzu kommen von Juni bis September saisonale Flüge nach Korsika/Ajaccio, Sardinien (Olbia) und Neapel. Ausgebaut wird das Angebot nach London City. "Swiss", so heisst es in einem Communiqué, sei "vom Potential der Euroregion TriRhena (Nordwestschweiz, Elsass und Südbaden) überzeugt und will ihre Marktposition aktiv weiter entwickeln". "Swiss" setzt dafür neun Saab 2000 ein. Der wichtige Markt London werde mit einer vierten täglichen Frequenz bedient. "Wir sind überzeugt, dass wir mit dem neuen Angebot ein für die Region TriRhena attraktives Produkt bereithalten. 'Swiss' bleibt damit im Dreiländereck verankert und bietet sowohl für Geschäfts- wie Ferienreisende einen fein abgestimmten Flugplan", wird Stefan Gutknecht, Vizedirektor TriRhena der "Swiss" in einem Communiqué zitiert. (18. November 2004)


Bürgerpartei will Kopftuchverbots-Initiative lancieren

BASEL. - Die Schweizerische Bürgerpartei (SBP) - eine Abspaltung der Basler SVP - will im Kanton Basel-Stadt eine Initiative zum Verbot des Kopftuchs für öffentliche Mandatstärgerinnen lancieren. Eine entsprechende Motion von SBP-Grossrat Abdul R. Furrer wurde heute im Grossen Rat abgelehnt. Der Parlamentarier hatte in seinem Vorstoss verlangt, dass in den Räumen des Grossen Rates, seiner Kommissionen und Sitzungszimmern das Tragen jeglicher religiöser Symbole und Kopfbedeckungen verboten werden soll. Dies, so Furrer, "im Hinblick auf die zu erwartende - und durch die Wahlen inzwischen bestätigte - Invasion türkisch-stämmiger Neu-Schweizer in den Grossen Rat". Die unformulierte Volksinitiative, die gleich im Anschluss an die Abstimmungsniederlage bei der Staatskanzlei zur Prüfung eingereicht wurde, geht noch weiter: Sie verlangt, "dass allen Angestellten im öffentlichen Dienst, sowie den Mandatsträgern öffentlicher Ämter das Tragen islamischer Kopfbedeckungen verboten wird". Wortlaut:

"Gestützt auf § 28 der Kantonsverfassung des Kantons Basel-Stadt, verlangen die unterzeichnenden, im Kanto Basel-Stadt wohnhaften Stimmberechtigten, es sei ein Gesetz zu schaffen, welches allen Angestellten des öffentlichen Dienstes, sowie den Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern öffentlicher Ämter, das Tragen islamischer Kopfbedeckungen während der Ausübung ihres Dienstes oder ihres Mandats generell verbietet. Dieses Verbot soll insbesondere Lehrpersonen, Angestellte im Schalterdienst, Angehörige des Grossen Rates, des Regierungsrates, des Bürgergemeinderates, des Bürgerrates und des Verfassungsrates, sowie der Gemeinderäte und Einwohnerräte der Landgemeinden betreffen."
(16. November 2004)

  > ECHO

"Auch islamische Welt ist sich über Verhüllung uneinig"

Auch in der islamischen Welt gibt es keine Einigkeit, in welcher Form sich Frauen in der Öffentlichkeit verhüllen müssen. Der Wortlaut des Koran ist hier nicht eindeutig. Aus Sure 24:31 geht nicht hervor, dass auch der Kopf bzw. die Haare bedeckt sein sollen ("sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck [wird häufig auch übersetzt als "Reize"] nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen"). Auch Sure 33:59 schafft keine Klarheit ("O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf [djilbab] über sich herunter ziehen"). In Anbetracht dessen ist es sicherlich gerechtfertigt zu hinterfragen, in wie fern Kopfbedeckungen zur freien Ausübung der islamischen Religion notwendig sind und ob es sich dabei nicht eher um eine gesellschaftliche Ausprägung handelt. Auch ist nicht zu vernachlässigen, dass beispielsweise die Türkei das Kopftuch, welches ein Symbol der Fundamentalisten sei, in öffentlichen Einrichtungen untersagt.

Tommy Frey
Basel



"Nicht verfassungswidrig"

Sie irren, Herr Heuberger. Die Initiative wäre nur dann verfassungswidrig, bzw. würde Bundesrecht tangieren, wenn sie ein "flächendeckendes" Verbot, beispielsweise unter Einbezug von Schülerinnen und Schülern analog zu Frankreich, fordern würde. Genau aus diesem Grund beschränken wir uns auf das Machbare, nämlich auf Staatsangestellte und Mandatsträger. Der Staat hat, wie jeder andere Arbeitgeber auch, das Recht und - in diesem Fall als Beitrag zum inneren Frieden - die Pflicht, Bekleidungsvorschriften zu erlassen.
 
Die SBP und ihre Exponenten politisieren im übrigen stets sachbezogen. Das war gestern so, ist heute so und wird auch in Zukunft so sein. Mit "Profilierungssucht" hat diese Initiative nun überhaupt nichts zu tun. Das könnten Sie uns allenfalls vorwerfen, wenn wir damit im Sommer 2008 vor den nächsten Wahlen in Erscheinung getreten wären.

Abdul R. Furrer
Noch-Grossrat SBP
Basel



"Initiative ist verfassungswidrig"

Ist sich Abdul R. Furrer und die so genannte "Bürgerpartei" bewusst, dass ihre Kopftuchverbots-Initiative verfassungswidrig ist, da es in der Schweiz immer noch eine Religionsfreiheit gibt? Oder zeugt dies von Profilierungsgehabe auf Kosten anderer, um eine Daseinsberechtigung zu beweisen? Oder sogar von Minderwertigkeitskomplex einzelner Exponenten dieser Partei. Man kann auch ein "Problem" herbeireden!

Bruno Heuberger
Oberwil


A2: Lieferwagen kollidierte mit Pfeilsignalwand

ARISDORF. - Zu einem folgenschweren Unfall kam es heute Dienstag um 14.15 Uhr auf der Autobahn A2, nach der Einfahrt Arisdorf in Fahrtrichtung Basel: Ein aus der Region stammender Lieferwagen kolliderte mit einer Pfeilsignalwand des Werkhof-Unterhaltsdienstes Sissach. - Wegen Mäharbeiten war die Überholspur mittels einer Pfeilsignalwand temporär gesperrt und der Verkehr konnte nur via Normalstreifen zirkulieren. Zum Unfallzeitpunkt befand sich die Pfeilsignalwand etwa 100 Meter nach der Einfahrt Arisdorf BL in Fahrtrichtung Basel. Ein auf dem Überholstreifen herannahender Lieferwagen kollidierte aus noch ungeklärten Gründen trotz Vollbremsung heftig mit der Signalwand. Der Lieferwagen trieb auf den rechten Fahrstreifen, wo er umstürzte und mit Totalschaden zum Stillstand kam. Der Lenker musste mit verschiedenen Verletzungen ins Spital überführt werden. Während den Bergungsarbeiten und der Tatbestandsaufnahme musste die Autobahn A2 in Fahrtrichtung Basel während rund zwei Stunden vollständig gesperrt werden. Die Polizei sucht Zeugen. (16. November 2004)


Lysbüchel-Zoll: 11 Kilogramm Heroin beschlagnahmt

BASEL. - Ein grosser Coup ist Schweizer Grenzwächtern vergangene Woche am Grenzübergang Basel-Lysbüchel gelungen: In einem kroatischen Fahrzeug stiessen sie auf 11 Kilogramm Heroin, das laut Grenzwache in mehreren Paketen im Wageninnern "professionell versteckt" war. Das beschlagnahmte Rauschgift dürfte einem Wert von mehreren hunderttausend Franken entsprechen. Beim Fund handelt es sich um den grössten Drogenaufgriff der Basler Grenzwächter in diesem Jahr. Die Lenkerin, eine 31jährige Kroatin, wurde mitsamt dem beschlagnahmten Rauschgift der französischen Polizei übergeben. Die französischen Behörden in Mulhouse haben die weiteren Ermittlungen eingeleitet. (16. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Kroation --


FCB: Mladen Petric fällt bis Ende Jahr aus

BASEL. - Der FC Basel muss bis voraussichtlich Ende Jahr auf seinen Offensivspieler Mladen Petric verzichten. Die Verletzung, die sich der 23-Jährige gestern Sonntag in Schaffhausen in einem Zweikampf ohne gegnerisches Verschulden zugezogen hat, erwies sich wie befürchtet als Innenbandriss am linken Knie. Ein operativer Eingriff wird nach Angaben des FCB "mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu umgehen sein". Weniger gravierender sei dagegen die Verletzung, die sich Scott Chipperfield ebenfalls im Spiel in Schaffhausen zuzogen hat. Nach einem Zusammenprall musste er sich mit einer Kopfprellung und leichtem Schwindel auswechseln lassen. Am Montag aber konnte Mannschaftsarzt Felix Marti Entwarnung geben, so dass Chipperfield wie geplant zum Länderspiel Norwegen–Australien vom 17. November nach London abreisen konnte. (15. November 2004)


Warnung vor neuer Form des E-Mail-Betrugs

BASEL. - Die Basler Staatsanwaltschaft warnt vor einer neuen Betrugs-Version via Internet. Vor ein paar Tagen erhielt ein Basler Geschäfts-Inhaber ein E-Mail, wonach ein vermögendes Ehepaar bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen wäre. Da dieses Ehepaar aber keine Nachkommen oder sonstige Erben hätte, wurde dem Mailempfänger vorgeschlagen, er möchte doch als rechtmässiger Erbe auftreten. Der Basler Geschäftsmann hätte sich dann – nach der Version des Absenders – lediglich zu dieser "kleinen Schummelei" einverstanden erklären müssen und dafür wurde ihm ein Erbanteil von 3,5 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Das verlockend scheinende Geschäft hatte aber einen Haken: Der Angeschriebene wurde aufgefordert, seine Bankdaten samt Konto-Nummer und Codes sowie weitere persönliche Daten bekannt zu geben, damit angeblich die Transaktion vorbereitet werden könne. Und schliesslich hätte alles ganz schnell und ohne Zeitverzug abgewickelt werden müssen. Es ist laut Staatsanwaltschaft davon auszugehen, dass die Masche der nach wie vor aktiven "Nigeria-Connection" hier etwas verändert wurde mit dem gleichen Ziel, einerseits dem "Geschäftspartner" so viel Geld wie nur möglich in Form von "Provisionen", "Verwaltungs- und Versicherungsgebühren" oder "Schmiergeldern" abzunehmen, andererseits aber auch mit den Bankdaten illegal an Gelder zu gelangen.

• Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt rät dringend, auf solche Briefe oder E-Mails nie eine Antwort zu geben. Alles, was die Täter vom Empfänger erhalten, könnte für weitere kriminelle Taten missbraucht werden. Tipp: Briefe wegwerfen und E-Mails unbeantwortet löschen. (15. November 2004)


SD Baselland: Gegen Integrationsgesetz

LIESTAL. - Die Baselbieter Schweizer Demokraten (SD) lehnen das Integrationsgesetz beider Basel integral ab. In ihrer Vernehmlassung an die Regierung üben die SD erwartungsgemäss massive Kritik an den behördlichen Integrationsbemühungen. Dass Baselland mit Basel-Stadt zusammenarbeiten will, verwirft die Partei, weil vor allem die Basler Ausländer- und Integrationspolitik "total versagt" habe. Eine Perspektive - ausser eine restriktivere Ausländerpolitiik - entwickeln die SD nicht: Die "bevölkerungsmässige Überfremdung unseres Landes" habe "dank der ungehemmten Einwanderung der letzten Jahrzehnte ein Mass erreicht, das eine Integration der Einwanderer kaum mehr zulässt". Immer mehr eingewanderte Volksgruppen schotteten sich einerseits gegeneinander und anderseits auch gegen die Einheimischen ab. In Pratteln ("Längi"), Liestal ("Fraumatt"), Birsfelden, Frenkendorf ("Eggrain"), Allschwil und Teilen von Reinach hätten sich bereits "regelrechte Ausländerghettos" gebildet. Integration sei nicht mehr möglich, die Entwicklung setze sich in raschen Schritten fort: "Der Islam, als uns bedrohende kämpferische Religion, ist zudem immer stärker spürbar." Einbürgerungserleichterung würden deshalb durch die SD bekämpft. Die Integrationsprojekte dürften nicht durch die öffentliche Hand, sondern müssten durch die Wirtschaft ("Verursacher und Förderer der Einwanderung") finanziert werden. (14. November 2004)


Jugendlicher (15) auf Fussgängerstreifen angefahren

BIEL-BENKEN. - Mittelschwer verletzt wurde heute Donnerstag kurz vor 17.45 Uhr ein 15-jähriger Jugendlicher auf der Fraumattstrasse in Biel-Benken. Ein von der Hauptstrasse kommender PW-Lenker übersah den Jugendlichen, der auf dem Fussgängerstreifen die Strasse überquerte. Der Fussgänger wurde vom Personenwagen frontal erfasst und mehrere Meter weit weggeschleudert. Mit mittelschweren Verletzungen wurde er ins Spital überführt. (11. November 2004)


Weder links noch rechts: DSP will "leer einlegen"

BASEL. - "Zuversichtlich und mit neuem Antrieb" sei die "Demokratisch Soziale Partei" Basel-Stadt (DSP) daran, sich "neu auszurichten", schreibt sie über die "klare Marschrichtung" der Mitgliederversammlung von gestern Mittwochabend. Die Partei sei sich ebenso einig, dass die gewählten DSP-Grossräte "die volle Unterstützung der Basis für ihre verantwortungsvolle Arbeit erhalten werden". Weniger klar ist die Ausrichtung der DSP im Hinblick auf den zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen vom 28. November: Die Wahlzettel seien "leer einzulegen". Dieser unkonventionelle Entscheid, so die DSP, in einem Communiqué, basiere "nicht auf einer Unschlüssigkeit", welche Bewerbung die DSP-Stimmen erhalten soll, "sondern auf dem klaren Entscheid der Mitgliederversammlung, dass sich die DSP sowohl von links wie rechts distanzieren will". (11. November 2004)


Einbruch in Waffengeschäft: 30 Faustfeuerwaffen gestohlen

LAUFEN. - Ein Einbruch wurde in der Nacht auf vergangenen Montag gegen 4 Uhr in ein Waffengeschäft an der Naustrasse in Laufen verübt, wie die Polizei erst heute Donnerstag mitteilt. Die Täterschaft stieg in den Verkaufsraum ein, zerstörte dort einige Vitrinen und entwendete daraus 30 Faustfeuerwaffen. Durch Zeugen wurden drei unbekannte Personen - vermutlich Männer - beobachtet, die anschliessend zu Fuss flüchteten. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndungsaktion fehlt von ihnen und der Beute bislang jede Spur. Wie weit das Waffengeschäft gesichert war und ob Alarmmechanismen ausgelöst wurden, geht aus der polizeilichen Medienmitteilung nicht hervor. Auf Nachfrage von OnlineReports sagte Polizeisprecher Meinrad Stöcklin: "Der Alarm wurde sowohl im Ladeninneren wie bei der Polizei ausgelöst. Aber es ging sehr schnell. Die Täter liessen sich in einer ersten Phase nicht stören." Die Männer sollen dunkel gekleidet gewesen sein und Rucksäcke auf sich getragen haben. Zeugen gesucht. (11. November 2004)


Schüpbach: "Kein Mobbing, aber Kommunikations-Defizit"

LIESTAL. - Beat Schüpbach, dem Leiter der Hauptabteilung Verkehrssicherheit der Polizei Basel-Landschaft, könne kein Verworf des Mobbings gemacht werden. Dagegen gebe es "von Seiten der Mitarbeitenden einige Anliegen und Beanstandungen, die zu bereinigen sind". Zu diesem Schluss kommt die Baselbieter Justiz- und Polizeidirektorin Sabine Pegoraro, nachdem sie dem Korps angeboten hatte, allfällige Klagen direkt bei ihr vorzubringen. In den vergangenn zwei Wochen hätten vier aktive und ein ehemaliger Mitarbeitender von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Die Beanstandungen sollen in den nächsten Wochen mit den Betroffenen "endgültig geregelt" werden. Die Regierungsrätin weist darauf hin, dass "die hohe Fachkompetenz und das zielstrebige Engagement" Schüpbachs "überall Anerkennung und Respekt" fänden. Sein Kommunikationsstil, so heisst es in einem Communiqué, müsse sich aber noch verbessern. Um dies zu unterstützen, soll Dieter Bongers, der ehemalige psychotherapeutische Leiter der Arbeitserziehungsanstalt Arxhof, Schüpbach im Umgang mit einer optimierten Konfliktkultur unterstützen. Gegen den Verkehrssicherheits-Chef hatte die "Basler Zeitung" Mobbing-Vorwürfe erhoben. Die Zeitung stützte sich auf namentlich nicht genannte interne Quellen. (10. November 2004)


TeleBasel erobert Baselbieter Kantonshauptort

LIESTAL. - Der Basler Regional-TV-Sender TeleBasel expandiert: Gestern Dienstagabend eröffnete die Fernseh-Firma im Rahmen einer Vernissage ein Studio im Baselbieter Hauptort Liestal. Die Einrichtung des Studios an der Rathausstrasse 69, direkt im Stadt-"Törli", ermöglicht es TeleBasel, in Liestal zu produzieren und live zu senden.

Ursprünglich war nur vorgesehen, in Liestal einen Glasfaser-Einspeisepunkt zu erstellen, der vor einem Liestaler Mitarbeiter bei Bedarf bedient worden wäre. Nachdem sich aber TeleBasel im Rahmen der Konzessionserweiterung des in Allschwil domizilierten Baselbieter Senders "NordWest 5" mit der Erwartung konfrontiert sah, "mehr Sendungen aus dem Baselbiet zu bringen", entschloss sich der Vorstand der TeleBasel-Trägerschaft "Stiftung Kabelnetz Basel", in Liestal gleich einen für maximal zwei Mitarbeiter eingerichteten strategischen Stützpunkt zu eröffnen.

TeleBasel-Chefredaktor Willy Surbeck zeigte sich glücklich über das Aussen-Studio "im Zentrum des Zentrums", das von Daniel Wahl als einem vollwertigen Redaktionsmitglied im Alleingang betrieben wird. In erster Linie beseitige das Studio "bisherige Schwellen und Hindernisse": Studiogäste - so vor allem Behörden und Manager - aus dem Mittleren und Oberen Baselbiet brauchen jetzt nicht dauernd nach Basel zu fahren, sondern können bequem am Liestaler "Törli" interviewt werden. "Es ist eine technische Expansion", meinte Surbeck weiter, um gleich anzufügen, dass es künftig auf TeleBasel "mehr Berichte aus dem Baselbiet geben wird".

An der gestrigen Eröffnung nahmen auch der Baselbieter Regierungspräsident Adrian Ballmer und der Basler Regierungsrat Ralph Lewin teil. Lewin ist Präsident der TeleBasel-Trägerschaft. (10. November 2004)


Zwei junge Einbrecher verhaftet

PRATTELN. - Der Polizei ins Netz gegangen sind zwei junge Einbrecher, die am frühen Sonntagmorgen einen Einbruch in ein Verkaufsgeschäft an der Zurlindenstrasse in Pratteln verübt hatten. Die beiden hatten sich kurz vor 5 Uhr gewaltsam Zutritt in die Räumlichkeiten des Verkaufsgeschäftes verschafft und dabei einen Sachschaden von mehreren 1'000 Franken angerichtet. Die von einer Drittperson alarmierte Polizei war mit mehreren Patrouillen sehr schnell vor Ort und konnte – auch mit Unterstützung des Diensthundes Ares – die beiden Täter an Ort und Stelle anhalten. Es handelt sich um zwei Schweizer im Alter von 16 und 18 Jahren. Die beiden sind geständig, es wurden Strafverfahren eröffnet. (10. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Schweiz --


Sex-Überfall: Frau musste sich nackt ausziehen

BASEL. - Gefasst hat die Polizei einen 17-jährigen Mann, der am Sonntagnachmittag an der Basler Schönaustrasse eine 26-jährige Frau überfiel und sexuell massiv nötigte. Die Frau hatte die Wohnung ihrer Schwester aufgesucht, die zur Zeit ortsabwesend ist. Nach dem Leeren des Briefkastens öffnete sie die Hauseingangstüre, wobei sie unvermittelt von einem maskierten Mann mit einem Messer bedroht wurde. Der Täter verlangte die Herausgabe von Bargeld. Dabei stahl der Täter diverse persönliche Utensilien. Dann drängte er sei Opfer unter Waffengewalt in den Keller, wo sich die Frau nackt ausziehen und auf den Boden legen musste. Nachdem der Täter sein Opfer ausgegriffen hatte, durfte sich die Überfallene wieder anziehen. Auf dem Weg nach oben schrie das Opfer laut um Hilfe, worauf der Täter aus dem Haus rannte und in Richtung Schwarzwaldallee flüchtete. Beim in der Zwischenzeit gefassten Täter handelt es sich um einen Schweizer aus dem Kanton Thurgau, der in der Zwischenzeit gegenüber der Jugendanwaltschaft Basel-Stadt die Tat gestanden hat. Ob der Tatverdächtige für die ähnlich gelagerten Straftaten in Frage kommt, welche vor einiger Zeit in der Tatortnähe verübt wurden, ist zur Zeit noch Gegenstand von Ermittlungen. Der Festgenommene ist 190 cm gross, trug bei seiner Tat ein schwarzes Kapuzen-Sweat-Shirt, eine Sturmhaube, ein Halstuch, welches er bis über die Nase zog und Gummihandschuhe. Er spricht Ostschweizer Dialekt. Frauen, die Opfer des oben geschilderten Täters wurden und bis heute noch keine Strafanzeige erstattet haben, wollen sich bitte mit der Jugendanwaltschaft Basel-Stadt, Tel. 061 267 71 11 in Verbindung setzen oder sich auf einem Polizeiposten melden. (9. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Schweiz --


16 neue Baselbieter Flurnamen-Bände

LIESTAL. - Die Flurnamenforschung im Baselbiet macht laufend Fortschritte: Noch diesen Monat werden 16 weitere Bücher zu noch gebräuchlichen Flurnamen in Baselbieter Gemeinden vorgestellt. Eine erste Serie von 16 Büchern ist bereits Ende vergangenes Jahr erschienen. Für die wissenschaftliche Arbeit zuständig ist die Stiftung für Orts- und Flurnamen-Forschung Baselland, Herausgeberin der Bücher ist die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung. Damit sei sichergestellt, "dass für jede Gemeinde ein Büchlein produziert werden kann". Bis 2007 sollen für alle 86 Baselbieter Gemeinden Ortsmonografien mit den Kurzdeutungen der Orts- und Flurnamen vorliegen, die für die ortsansässige Bevölkerung relevant sind: Schreibweise, mundartliche Lautung, Lokalisierung, Geländebeschrieb, Kurzdeutung, ergänzende Hintergrundinformationen und Anekdotisches. Der Druck wird über Sponsoren finanziert. Bei den jetzt erschlossenen Gemeinden handelt es sich um Buckten, Buus, Häfelfingen, Läufelfingen, Nusshof, Muttenz, Pfeffingen, Therwil, Liedertswil, Reigoldswil, Augst, Pratteln, Ramlinsburg, Seltisberg, Burg und Roggenburg. Vernissagen finden zwischen dem 17. und 30. November statt. Die Büchlein können nur bei der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung zum Preis von 15 Franken bezogen werden. Seit August 1995 arbeiten die Flurnamenforscher daran, alle noch gebräuchlichen und abgegangenen Orts- und Flurnamen des Kantons systematisch zu dokumentieren und zu deuten. (9. November 2004)


Abgetauchte Marokkaner: Künftig "noch mehr Sorgfalt"

BASEL. - In der Affäre um die untergetauchten 24 Marokkaner, die in Basel an einem so genannten "Kultur-Festival" teilgenommen hatten, übt die Basler Regierung leise Kritik an der Schweizer Botschaft in Rabat und erteilt sich selbst einen weit gehenden Persilschein: In den Abteilung der für Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen zuständigen Amtsstellen herrsche "kein Chaos", beteuert die Exekutive auf eine Interpellation der Basler SVP-Grossrätin Angelika Zanolari. Es habe sich einzig gezeigt, dass "der Informationsaustausch zwischen den Zuständigen noch verbessert werden kann". Wo der Informationsfluss versagte, wird aus der Antwort nicht klar.

Deutlicher ist die Antwort auf die Frage nach den sonst üblichen Garantieerklärungen von je 20'000 Franken für die 24 marokkanischen Künstler. Eine Garantieerklärung werde "in der Regel durch die Schweizer Vertretung im Ausland einverlangt", jedoch vor allem "im Rahmen von Aufenthalten ohne Erwerbstätigkeit". Bei Visa-Gesuchen für Künstler(innen) sei dies "unüblich". So seien auch im Fall der Folkloristen "keine Garantieerklärungen" verlangt worden. Hingegen lägen in allen Fällen "Wiederausreiseverpflichtungen" vor. Keine Angaben finden sich in der Regierungsantwort darüber, ob und wie diese Ausreiseverpflichtungen kontrolliert wurden. Demgegenüber wird festgehalten, dass die Schweizer Botschaft in Rabat bei keinem der 24 Gesuche ein Visum verweigert habe.

Die Regierung mag auch nur von fünf Marokkanern reden, gegen die "konkrete Verdachtsmomente über illegale Absichten bestehen". Ob alle 24 Folklore-Künstler abgetaucht oder ordentlich ausgereist seien, sei "nicht gesichert". Die Abklärungen liefen noch. Falls aber die Personen tatsächlich abgetaucht sind, "wäre dies ein ausserordentlicher Fall von Schleppertum". Die zuständigen Behörden seien indes "sensibilisiert": Gesuche aus Staaten mit "erhöhtem Migrationsdruck" würden künftig "mit noch mehr Sorgfalt und in noch engerer Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden" bearbeitet, verspricht die Regierung. (8. November 2004)


Verurteilte Gynäkologin erhält Operationsverbot

BASEL. - Nach der Verurteilung einer Gynäkologin wegen fahrlässiger Tötung durch das Strafgericht Basel-Stadt hat jetzt auch Sanitätsdirektor Carlo Conti Sanktionen verhängt: Sein Sanitätsdepartement verfügte am 5. November gegen die Ärztin ein Verbot für Operationstätigkeiten sowie geburtshilfliche Eingriffe wie Normalgeburten oder Kaiserschnitte ausgesprochen. Dieses Verbot gilt gemäss Angaben des Stanitätsdepartement sowohl in der Privatpraxis als auch in Spitälern. Zudem darf die betroffene Ärztin keine neuen Patientinnen mehr zur Behandlung annehmen. Diese Schritte seien "zum Schutz der Patientinnen vollzogen" worden. Die Gynäkologin war vergangenen Monat zu 18 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt worden, nachdem im Mai 2001 eine 59-jährige Patientin bei einer Gebärmutterspiegelung unter Vollnarkose und Stromanwendung gestorben war.

Alle Patientinnen der Frauenärztin wurden von den Gesundheitsdiensten des Sanitätsdepartements über diesen Entscheid schriftlich orientiert. Den Patientinnen der betroffenen Ärztin, die gynäkologische Hilfe benötigen, wurden zudem folgende Adressen für Auskünfte, Beratung und die Weitervermittlung an freipraktizierende Gynäkologinnen und Gynäkologen mitgeteilt:

- Medizinische Gesellschaft, Tel. 061 560 15 15
- Patientenstelle Basel, Tel. 061 261 42 41
- Gynaecoba, Herr Dr. med. B. Rinderknecht, Tel. 061 377 99 99
Verein Kinderwunsch, Herr C. Engler, Tel. 079 444 81 40.

Sollten die Patientinnen zudem Fragen oder Anliegen in diesem Zusammenhang haben, so können sie sich auch an den Kantonsärztlichen Dienst Basel-Stadt, unter Tel. 061 267 95 26 wenden. (8. November 2004)


Böckten: Der vermeintliche "Raub" fand nicht statt

BASEL. - Der vermeintliche Raubüberfall auf eine junge Frau vom 26. Oktober in Böckten beruhte auf einem Missverständnis: Eine aggressive Absicht war damit nicht verbunden. In der Zwischenzeit hat sich nach Polizeiangaben heraus gestellt, dass "der effektive Sachverhalt reichlich anders war" als von der jungen Frau geschildert. Am Morgen nach der Bekanntgabe des Vorfalls durch die Polizei Basel-Landschaft erfuhr der mutmassliche "Täter" von seinem "Vergehen" aus der Zeitung und meldete sich sehr aufgeregt gleichentags via einen Anwalt selbst bei der Polizei. Dabei stellte sich heraus, dass dieser Mann, ein Familienvater mit Kindern, an diesem Morgen mit seinem Personenwagen unterwegs war zum Bahnhof Gelterkinden. Da es in Strömen regnete und er die Frau sah, die im Regen unterwegs war, hielt er an und fragte sie, ob er sie bis zum Bahnhof mitnehmen soll. Die Frau nahm das Angebot dankend an und stieg ein. Die Frau war offensichtlich auch deshalb zugestiegen, weil sie gemeint hatte, dass im Auto ein vermeintlicher Bekannter sitze. Nachdem sie gemerkt hatte, dass dem nicht so ist, bekam sie es offensichtlich mit der Angst zu tun und verlangte panikartig, aussteigen zu dürfen. Der erstaunte Mann kam diesem Wunsch nach, liess die Frau aussteigen und fuhr alleine weiter bis zum Bahnhof – ehe er tags darauf von seinem "Vergehen" in der Zeitung las. Dass die Handtasche im Auto zurück blieb, erwies sich ebenfalls als falsch. Die Tasche wurde gleichentags am Wohnort der Besitzerin abgegeben. Die 20-jährige Frau habe – von der Polizei mit der Darstellung des angeblichen Täters konfrontiert - eingeräumt, "offensichtlich überreagiert" zu haben. Und da offensichtlich kein Delikt vorliegt, hat das involvierte Statthalteramt Sissach das anfangs gegen Unbekannt erhobene Verfahren entsprechend wieder eingestellt. (8. November 2004)


Bundesgericht: Basler Konzert-Floss darf bleiben

BASEL/LAUSANNE. - Vom umkämpften Konzert-Floss am Kleinbasler Rheinufer beim "Café Spitz" wird es auch kommendes Jahr Jazz-, Rock- und andere Konzerte geben. Laut Angaben von "Radio Basilisk" hat das Bundesgericht ein entsprechendes Urteil des Basler Appellationsgerichts gestützt. Das Appellationsgericht hatte eine Beschwerde gegen das Musik-Floss zuvor abgelehnt. Die Beschwerde aus Kreisen der Floss-Gegner hatte nächtliche Lärmbelästuing und Verminderung der Wohnqualität geltend gemacht. Gemäss dem Radiosender zeigt sich Floss-Initiant Tino Krattiger, soeben für die SP in den Basler Grossen Rat gewählt, "hoch erfreut" über den Entscheid. Das Urteil des Bundesgerichts sei auch ein Zeichen für andere Veranstaltungen in Basel, so Krattiger weiter. Er hofft auf eine weitere Belebung der Innenstadt. Laut Krattiger soll nun auch geprüft werden, ob das Floss an der Aare bei Thun nach Bern gezügelt werden könne. Das Konzert-Floss polarisiert in Basel seit längerem. Viele Anwohnende des Rheinufers und der angrenzenden Gebiete fühlen sich während der Sommerkonzerte extrem gestört. Andere halten diese Konzertform für eine dringend nötige urbane Form der Kulturvermittlung, die Basel zu einem unvergleichlichen "Groove" verhelfe. Im Oktober 2002 war eine mit 14'810 Unterschriften versehene Petition "für ein lebendiges und zeitgemässes Kulturverständnis in Basel" eingereicht worden. Auf Intervention von Anrainern musste der Floss-Betreiber jeodch die Zahl der Konzerte sowie die maximale Lärmbelastung schon reduzieren. (6. November 2004)


"Mäss": Drei Schwarzarbeiter und zwei Arbeitgeber verzeigt

BASEL. - Drei polnische Schwarzarbeiter und ihre beiden Arbeitgeben haben die Einwohnerdienste Basel-Stadt und das Amt für Wirtschaft und Arbeit verzeigt. Dies ist das Ergebnis von Stichprobe-Kontrollen unter Schaustellern an der Herbstmesse. Weitere 23 Personen konnten eine Bewilligung vorweisen oder hatten die Meldepflicht erfüllt. Derartige Kontrollen werden zur Prüfung der Einhaltung der bilateralen Verträge über die Personenfreizügigkeit und der Bekämpfung der Schwarzarbeit durchgeführt. (5. November 2004)


Wohn- und Geschäftshaus brannte: Frau leicht verletzt

GELTERKINDEN. - Hoher Sachschaden entstand beim Brand eines Wohn- und Geschäftshauses gestern Mittwochnachmittag kurz vor 16 Uhr am Eiweg 12 in Gelterkinden. Der Brand war mit einer phasenweise sehr starken Rauchentwicklung verbunden, die Rauchschwaden war bis in den Abend hinein bis ins Gebiet Sissach sichtbar. Die rund 100 Feuerwehrkräfte aus verschiedenen Gemeinden hatten die Situation laut Polizeiangaben zwar "rasch unter Kontrolle", am massiven Schaden ins sechsstelliger Höhe indes konnten sie nichts mehr ändern. Der Brandherd befand sich im ersten Stock des Gebäudes. Eine 80-jährige Frau wurde leicht verletzt und zur Kontrolle ins Spital überführt. Brandursache war möglicherweise eine unbeaufsichtigte Kerze. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befand sich die betagte Frau schlafend in der Wohnung im ersten Stock. Wegen des Rauchs aufgewacht, blieb ihr nur noch die Flucht auf die Terrasse, wo sie von einem Mitarbeiter einer Autogarage, die sich im Parterre des gleichen Hauses befindet, gerettet werden konnte. (4. November 2004)


"NordWest 5": Alder als Chefredaktor abgesetzt

ALLSCHWIL. - Beat Alder ist nicht mehr Chefredaktor und Geschäftsführer des Baselbieter Fernsehsenders "Nordwest 5". Dem Journalisten (ex "Basler Bebbi", ex "Blick") sei "per sofort gekündigt" worden. Dies meldete "Radio Basilisk" heute Mittwochmittag. In einer offiziellen Verlautbarung heisst es, Alder sei "von allen seinen Ämtern zurück getreten". Damit mache er "den Weg frei für einen völligen Neustart des Senders". Neu werde die Geschäftsleitung von Basilisk-Gründer Christian Heeb wahrgenommen. Heeb hatte im Sommer Anteile von "Nordwest 5" gekauft. Über die Neuausrichtung des Senders, der auch einen neuen Namen bekommen soll, wird in den nächsten Tagen informiert. Überraschend kommt die Mutation nicht. Branchenkenner hatten sie seit Monaten erwartet. (3. November 2004)


"Wiese-Initiative" gültig: Komitee nur "teilweise befriedigt"

BASEL. - Die "IG Auenpark am Schlipf", die Dachorganisation der im Engagement gegen die Zollfreistrasse vereinten Basler Natur- und Umweltschutzorganisationen, hat "mit Befriedigung" zur Kenntnis genommen, dass die Basler Regierung dem Grossen Rat beantragt, die Ende August mit über 6'100 Unterschriften eingereichte "Wiese-Initiative" für rechtlich zulässig zu erklären. Sie hofft laut einem Communiqué, "dass eine Mehrheit des Grossen Rates zum selben Schluss kommen wird und damit dem dringlichen Schutz der Naturgebiete entlang des Flusslaufs der Wiese gemäss den Vorschriften der 'Berner Konvention', einem gesamteuropäischen Artenschutzabkommen, den nötigen Vorschub leistet". Weniger erfreut ist die IG über die Meinung der Basler Regierung, wonach die "Wiese-Initiative" den Bau der Zollfreistrasse nicht werde verhindern können. Die IG weist darauf hin, dass, wie ein Gutachten des früheren Bundesrichters Martin Schubarth belegt, die "Berner Artenschutzkonvention" als jüngeres Recht über dem älteren Staatsvertrag zur Zollfreistrasse steht. Zudem haben Pro Natura Basel und die deutsche Umweltorganisation BUND im letzten August mit Eingaben an den Ständigen Ausschuss der "Berner Konvention" in Strassburg beantragt, dass dieser die Schweiz und Deutschland dazu auffordert, die im Schlipf lebenden, seltenen Pflanzen- und Tierarten endlich in ihrem Bestand zu erfassen und danach zu prüfen, ob das Projekt Zollfreistrasse mit den grenzüberschreitenden Artenschutzbestimmungen der Konvention überhaupt vereinbar ist. (2. November 2004)


Koffer mit 900 Gramm Kokain im Zug vergessen

BASEL. - Ein 29-jähriger nigerianischer Drogenkurier ging der Grenzwacht ins Netz, nachdem er mit 900 Gramm Kokain in die Schweiz eingereist war. - Während der Kontrolle eines Fernreisezuges stiessen Schweizer Grenzwächter auf einen verlassenen Koffer. Sie untersuchten das verdächtige Objekt, nachdem sie es vorsichtig aus dem Zug entfernt hatten. Der Fund gab dem Anfangsverdacht der Grenzbeamten recht: Im Koffer entdeckten sie gut 900 Gramm Kokain. Sofort wurde die Basler Grenzpolizei orientiert. Etwas später meldete sich ein Schwarzafrikaner bei einem Mitarbeiter des Bahnhofs, der sich nach einem Koffer erkundigte, den er angeblich in einem Fernreisezug vergessen habe. Der Bahnhofangestellte zog unverzüglich die Basler Grenzpolizei bei, die den Schwarzafrikaner festnahm. Das beschlagnahmte Rauschgift hat einen Marktwert von über 70'000 Franken. (2. November 2004)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Nigeria --


BaZ-Verleger Hagemann: Kritik an Kulturveranstaltern

BASEL. - Nachdem über hundert Kulturveranstalter der Region Basel die kostenpflichtige Agenda der "Basler Zeitung" boykottieren, meldet sich in der heutigen BaZ-Ausgabe Verleger Matthias Hagemann zu Wort. Er verweist in seiner Stellungnahme darauf, dass die BaZ-Anzeigeneinnahmen in den vergangenen vier Jahren um 27 Millionen Franken pro Jahr gesunken seien, wobei die ganze Redaktion ein Jahresbudget von 20 Millionen Franken verschlinge. Anders als viele andere Verlage spare die BaZ nicht am Kulturangebot, sondern habe es im Gegenteil noch ausgebaut. Die BaZ investiere jährlich über zwei Millionen Franken in die Kultur - dies in der Überzeugung, dass Kultur ein Stadtortfaktor ebenso wie ein "Rezept zur Lesergewinnung" sei.

Mühe bekundet der BaZ-Verleger mit der Kritik an Kulturpolitik seiner Zeitung, die er in einer "bestimmten Ecke" ortet. Hagemann zitiert aus einem Interview des Medienwissenschafters Stephan Russ-Mohl, das kürzlich in der "Aargauer Zeitung" erschien. Er habe, führt Russ-Mohl dort zur BaZ-Kontroverse aus, "den starken Verdacht, dass ein kleines gut organisiertes Kartell von Kulturschaffenden der Zeitung in einer Weise Schwierigkeiten macht, die überhaupt nicht gerechtfertigt ist". Hagemann verteidigt auch entschieden die Gebühr von fünf bis 20 Franken pro Eintrag in die Veranstaltungs-Agenda, die "bewusst tief angesetzt" worden sei, "um allen Veranstaltern eine Publikation zu ermöglichen". Das daraus resultierende Entgelt sei für die BaZ "nicht mehr als ein kleiner Beitrag an die Unkosten". Hagemann vermutet auch "persönliche Interessen" hinter dem massiven Basler Kultur-Protest: "So verdient zum Beispiel der Initiant des offenen Briefes und des Boykottaufrufs seinerseits Geld mit der Vermittlung von Publikationsraum in der alternativen 'ProgrammZeitung'."

Die Debatte verlagert sich mittlerweile teilweise weit über den Kulturteil hinaus auf die ganze neu gestaltete BaZ. Die Meinung sind indes stark geteilt oder gar polarisiert. Zu den heftigsten Kritikern gehört neuerdings der Historiker GGK-Gründer und langjährige Mitarbeiter der alten "Basler Zeitung" Markus Kutter, der nach eigenem Bekunden demnächst öffentlich eine Attacke gegen das neue BaZ-Konzept reiten wird. (1. November 2004)
Reaktionen


BVB-Drämmliführerin: In der Toilette attackiert und beraubt

BASEL. - Am Samstagabend um 23.15 Uhr suchte die diensthabende BVB-Tramführerin der Linie 15 bei der Endstation Bruderholzallee / Thiersteinerweglein die Toilette auf. Als sie aus dem Toilettenraum trat, stand ein unbekannter Mann vor ihr und schlug der BVB-Angestellten mit der Faust ins Gesicht und versetzte ihr einen Fusstritt, worauf das Opfer zu Boden stürzte. Anschliessend riss er der Angegriffenen die Halskette vom Hals und rannte vom Tramhäuschen aus in Richtung Thiersteinerweglein, wo er aus den Augen verloren wurde. Die Überfallene alarmierte sofort via BVB-Leitstelle die Polizei, wobei der Täter trotz einer sofort eingeleiteten Fahndungsaktion nicht gefasst werden konnte. Das Opfer erlitt bei diesem Angriff Gesichts- und Knieverletzungen und musste in die Notfallstation des Kantonsspitals eingeliefert werden. Während des Angriffs nahm der Täter noch verbal Bezug auf eine Auseinandersetzung, die er als Fahrgast kürzlich mit einer BVB-Tramführerin hatte, wobei sich die Angegriffene an keine entsprechende Streitigkeit erinnern konnte. (1. November 2004)



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