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Aktualitäten Februar 2005

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Trickdiebe aus dem Verkehr gezogen

BASEL. - Ein seit längerer Zeit bekannter Taschendieb in Begleitung von zwei Komplizen fiel am Freitagnachmittag einer Basler Fahndungsequipe auf. Die Tatverdächtigen wurden dann aus den Augen verloren und etwas später wurde der Polizei gemeldet, dass drei Täter in einem Coiffeurgeschäft an der Viaduktstrasse ein Trickdiebstahl verübt hätten. Die Täter sprachen im Coiffeurladen vor und stahlen in einem günstigen Moment über 300 Franken aus der Ladenkasse. Kurz darauf wurde der Polizeieinsatzzentrale weiter gemeldet, dass das gleiche Tätertrio in mehreren Geschäften versucht hätte, gleichgelagerte Trickdiebstähle zu begehen. Aufgrund der guten Signalemtsangaben stand für das Fahndungsteam sehr schnell fest, dass es sich bei diesen Dieben um die bereits gesichteten Taschendiebe handeln dürfte. Nach einer intensiven Fahndungsaktion konnten zwei der Tatverdächtigen – ein 34-jähriger Russe und ein 25 Jahre alter Georgier – mit verdächtigem Besitz im St.Johann-Quartier festgenommen werden. Der dritte Tatverdächtige konnte nicht ermittelt werden und die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariates sind im Gange. (28. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Russland, Georgien --



Ja zu "Erlenmatt", BVB-Reform und Beizen-Gesetz

BASEL. - Viermal Ja sagte das Basler Stimmvolk dieses Wochenende zu äusserst kontroversen Abstimmungsvorlagen: Mit einer Ja-Mehrheit von 63,9 Prozent hiess das Volk die Umzonung des "Erlenmatt"-Areals gut, die Voraussetzung für die Schaffung einer gemischten Überbauung (700 grosszügige Wohnungen, 2'000 Gewerbe-Arbeitsplätze) ist. Mit einer Ja-Mehrheit von 55 Prozent stimmte das Volk dem neuen Gastwirtschaftsgesetz zu, das unter der Woche eine Polizeistunde ab 1 Uhr und am Wochenende ab 2 Uhr vorsieht und die bisherige völlige Absenz einer Polizeistunde rückgängig macht. Mit einem Anteil von 66 Prozent Ja-Stimmen schaffte das Gesetz über den öffentlichen Verkehr die Hürde. 58,2 Prozent Ja-Stimmen-Anteil schaffte überraschend auch das Organisationsgesetz über die Basler Verkehrsbetriebe (BVB). Diese beiden Verkehrsvorlagen schaffen die Voraussetzungen für ein flexibleres Agieren der BVB im veränderten Markt.

• Das überparteiliche Komitee "Ja zu BVB- und ÖV-Gesetz" zeigte sich "hoch erfreut" über den positiven Ausgang der Abstimmungen zu den beiden Gesetzen. Die "wahrheitswidrigen Behauptungen der Gegnerschaft in Bezug auf eine angebliche Privatisierung und auf eine angebliche Gefährdung der Ansprüche des BVB-Personals haben nicht verfangen". Mit diesem positiven Ausgang der Abstimmung bleibe die Position der BVB als wichtigste Leistungserbringerin im öffentlichen Verkehr des Kantons Basel-
Stadt gesichert. Das doppelte Ja nütze der Kundschaft von Tram und Bus. Mit dem Ja folge Basel-Stadt "dem bewährten Beispiel anderer Kantone und stellt den öffentlichen Verkehr auf eine gesetzliche Grundlage".

• Der Basler VPOD, der das Referendum und die gegnerische Abstimmungskampagne zusammen mit acht weiteren Parteien und Organisationen massgeblich prägte, sieht sich trotz Annahme der ÖV-Gesetze "darin bestätigt, dass die Basler Bevölkerung die BVB als integralen Teil des kantonalen Service public sehen und erwarten, dass der Kanton hier seine Verantwortung wahrnimmt".

Die Basler Regierung, die BVB-Direktion und nicht zuletzt auch das Parlament müssten nun "den Tatbeweis für ihre Versprechen, die sie im Laufe des Abstimmungskampfes abgaben, erbringen". Zentral seien dabei für den den Verband des Personals öffentlicher Dienste die Zusicherungen, "dass die BVB integral mit allen Nebenbetrieben erhalten bleiben, das Leistungsangebot nicht geschmälert und ausgedünnt wird, die Anstellungsbedingungen nicht verschlechtert werden und der Ortsverkehr von den Ausschreibungen ausgenommen wird".

• Die Liberal-demokratische Partei (LDP) ist "erfreut" über die Zustimmung des Souveräns zu allen vier kantonalen Vorlagen. Der Entscheid entspreche "den von unseren Mitgliedern gefassten Parolen". Die Abstimmungsergebnisse zeigten, "dass die Bevölkerung unserem Kanton eine Entwicklung zutraut und dass auch beim Service Public massvolle Reformen gewünscht werden". Beim Gastgewerbegesetz habe sich die von der entsprechenden grossrätlichen Kommission unter liberaler Führung erarbeitete Kompromiss als mehrheitsfähig erwiesen.

• Die Junge CVP die mit allen andern Jungparteien ausser jener der SVP für die Nein-Parole zum Beizengesetz eintrat, bedauert, dass es "leider nicht gelungen" sei, "die Jungen und Junggebliebenen an die Urne zu bringen, obschon deren Stimmung eindeutig gegen das Gesetz gerichtet war".

• Das Referendumskomitee - bestehend aus den Jungparteien Grünes Bündnis U25, Junge CVP Basel-Stadt, Jungfreisinnige Basel-Stadt, Jungliberale Basel und JUSO Basel-Stadt sowie der Gruppierung Kulturstadt Jetzt - spricht von einem "Achtungserfolg", bedauert aber die Annahme des kultur- und wirtschaftsfeindlichen neuen Basler Gastgewerbegesetzes. Offensichtlich ist es den Befürwortern gelungen, mit dem Versprechen von "Ruhe und Ordnung" breite Kreise für sich zu gewinnen. Doch mit dem Ja zum neuen Gesetz werden keine Probleme gelöst und es wird nicht "mehr Ruhe" einkehren. (27. Februar 2005)



Sans-Papiers: SVP-Kritik an Morins Offensive

BASEL. - Die Basler SVP betrachtet die Pläne von Justizminister Guy Morin im Bezug auf die Sans-Papiers "und andere, die unseren Rechtsstaat verhöhnen", als eine "Ungeheuerlichkeit und Anmassung seitens eines Regierungsrates". Die Kompetenzen in dieser Sache lägen primär auf eidgenössischer Ebene und im Kanton beim Sicherheitsdepartement von Regierungsrat Jörg Schild. Für die kollektive Aufnahme von Sans-Papiers, die sich gesetzeswidrig verhalten, bestehe "keinerlei Rechtsgrundlage". Es gebe "keine sachliche Rechtfertigung, kein moralischer und schon gar nicht ein rechtlicher Grund für eine jahrelange illegale Anwesenheit in der Schweiz". Es gehöre zum "Ablauf eines demokratischen Entscheides, dass man mit dem Risiko einer Ablehnung und den daraus resultierenden Konsequenzen leben muss". Die Basler SVP wird eine von Morin als harmlos verkündete Amnestie für Sans-Papiers "mit allen legalen Mitteln bekämpfen". (27. Februar 2005)



Greenpeace zu Chemiemüll-Vereinbarung: "Unzureichend"

BASEL. - Als "unzureichend" und ein "weiteres Beispiel für die Hinhaltetaktik" bezeichnet Greenpeace die Vereinbarung der Basler Chemiekonzerne mit Frankreich über das weitere Vorgehen bezüglich drei elsässischen Chemiemüll-Deponien. Die Standorte müssten vielmehr "rasch totalsaniert" werden. Wie die Umweltorganisation schreibt, will sie auch an der bevorstehenden Generalversammlung von Novartis auf die "unhaltbare Situation" um die Deponie "Le Letten" in Hagenthal-le-Bas hinweisen. Zudem müssten Novartis, Ciba und Syngenta "mit einer verbindlichen Absichtserklärung mit Zeitplan die Totalsanierung in 'Le Letten' wie auch den anderen Deponieorten einleiten". (25. Februar 2005)



Chemiemüll im Elsass: Konzerne schliessen Vereinbarung ab

BASEL. - Eben noch protestierte Greenpeace ein weiteres Mal gegen die elsässiche Chemiemüll-Deponie "Le Letten" und andere ähnliche Abfallhalden - jetzt unterzeichneten der französische Staat und die "Interessengemeinschaft Deponiesicherheit Region Basel" (IG DRB) eine Vereinbarung, die "ihre Beziehungen für die Untersuchung von drei ehemaligen Deponien im Elsass regelt". Dies gab die IG DRB, die chemische und pharmazeutische Firmen mit Sitz in der Schweiz vertritt, heute Freitagnachmittag bekannt. Die in der Vereinbarung erfasst die Deponien in Neuwiller ("Roemisloch"), in Hagenthal-le-Bas ("Le Letten") und in Saint-Louis ("Plate-forme TIR"). In diesen Deponien befinden sich laut IG-Angaben "unter anderem auch Abfälle von Schweizer Firmen, die von mehreren Transportunternehmen vor 1961 abgelagert wurden". Bei der Plate-forme TIR bestehe der Hauptteil der eingelagerten Abfälle aus Asche und Schlacke der Kehrichtverbrennungsanlage Basel-Stadt.

Die Vereinbarung bestimmt gemäss Communiqué "die Art und Weise der Untersuchungen, welche die IG DRB in Zukunft nach französischer Methodologie für Altlastenerkundung durchführen wird". Dabei gehe es darum, "die Situation und den Einfluss der ehemaligen Deponien zu bewerten und die allfällig notwendigen Sicherungsmassnahmen zu evaluieren". Die Unterzeichner der Vereinbarung "werden, falls nötig, Massnahmen erarbeiten, um allfällige Risiken zu vermeiden, die von den deponierten Chemieabfällen ausgehen könnten".

Sämtliche Analysen, Berichte und Risikobewertungen der bereits erfolgten und künftigen Untersuchungen werden einer unabhängigen Begutachtung unterzogen, nachdem sie den zuständigen französischen Behörden eingereicht wurden, wobei der französische Staat die Experten bestimmt. Die IG DRB übernimmt die Kosten aller historischen und technischen Untersuchungen und der Expertise durch Dritte.

Die Vereinbarung sieht unter anderem die Schaffung einer Koordinationskommission vor, der Vertreter der regionale Umweltschutzbehörde "Drire", der IG DRB und der Umweltbehörden von Baselland und Basel-Stadt angehören. Diese Koordinationskommission sorge "für die regelmässige und objektive Information der verschiedenen interessierten Gruppierungen, insbesondere auch durch periodisch durchgeführte Versammlungen mit den gewählten Gemeindevertretern, unter der Leitung des französischen Staates". In der Vereinbarung sind auch lokale Informationskommissionen mit den Landeigentümern der Standorte und mit betroffenen Personen vorgesehen. Alle Schlussberichte der Analysen und Untersuchungen, welche die IG DRB den zuständigen Behörden unterbreitet, werden als öffentlich zugängliche Dokumente betrachtet. (25. Februar 2005)



Baustellenkontrolle: Verfahren gegen deutsche Firma

BASEL. - Verstösse gegen die Meldevorschriften des Entsendegesetzes sowie gegen die nach Arbeitsgesetz zulässigen Höchstarbeitszeiten und Ruhezeiten wurden bei der Inspektion einer Baustelle in der Basler Innenstadt durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit festgestellt.

Nachdem von einem Basler Grenzwachposten der Hinweis eingegangen war, dass in der Basler Innenstadt möglicherweise eine deutsche Firma ohne Bewilligung arbeite, wurde die Baustelle vorgestern Mittwoch von einer Inspektorin sowie zwei Inspektoren des Amtes für Wirtschaft und Arbeit kontrolliert. Es wurde festgestellt, dass der Einsatz von zwei Mitarbeitern nicht gemeldet worden war. Der Verdacht auf Verstösse gegen das Arbeitsgesetz wurde durch eine weitere Kontrolle gestern Donnerstag erhärtet. Die gemäss Arbeitsgesetz zulässigen Höchstarbeitszeiten sowie die Ruhezeiten waren nicht eingehalten worden. Der Beachtung der arbeitsgesetzlichen Vorschriften wurde hingegen Nachachtung verschafft, wie das Amt mitteilt. Jetzt muss die Firma mit Verfahren rechnen. (25. Februar 2005)



Juso weisen FDP-Kritik an Morin zurück

BASEL. - Als "Borniertheit" weisen die Basler Jungsozialisiten (Juso) die FDP-Kritik an Morin zurück: "Wenn sich das Problem der Sans-Papiers mit rein polizeilchen Mitteln lösen liesse, so hätte Jörg Schild dies schon längst tun können. Die Freisinnigen bevorzugen es, das Problem zu verdrängen, statt es offen zu diskutieren und etwas näher zu betrachten. Der Status quo in Sachen Sans-Papiers ist eine Katastrophe; Hauptprofiteure dieses Zustands sind Unternehmer, die - die Notlage dieser Menschen ausnützend - Menschen schwarz beschäftigen. Wenn die FDP daher etwas dafür tun will, dass weniger 'Illegale' hier leben, so soll sich doch Urs Schweizer als ihr Präsident an fordester Front für eine aktivere Bekämpfung der Schwarzarbeit stark machen." (25. Februar 2005)



Juso weisen FDP-Kritik an Morin zurück

BASEL. - Als "Borniertheit" weisen die Basler Jungsozialisiten (Juso) die FDP-Kritik an Morin zurück: "Wenn sich das Problem der Sans-Papiers mit rein polizeilchen Mitteln lösen liesse, so hätte Jörg Schild dies schon längst tun können. Die Freisinnigen bevorzugen es, das Problem zu verdrängen, statt es offen zu diskutieren und etwas näher zu betrachten. Der Status quo in Sachen Sans-Papiers ist eine Katastrophe; Hauptprofiteure dieses Zustands sind Unternehmer, die - die Notlage dieser Menschen ausnützend - Menschen schwarz beschäftigen. Wenn die FDP daher etwas dafür tun will, dass weniger 'Illegale' hier leben, so soll sich doch Urs Schweizer als ihr Präsident an fordester Front für eine aktivere Bekämpfung der Schwarzarbeit stark machen." (25. Februar 2005)



Drei Verletzte und 50'000 Franken Schaden bei Selbstunfall

ITINGEN. - Ein schwerer Selbstunfall ereignete sich heute Freitagmorgen um 0.35 Uhr auf der H2 bei Itingen in Fahrtrichtung Basel. Aus bis jetzt noch nicht restlos geklärten Gründen geriet kurz nach der Ausfahrt Itingen ein mit drei Passagieren besetzter Personenwagen rechts in das dortige Wiesenland. Auf einer Länge von ca. 80 Meter streifte der Wagen den Wildschutzzaun, schleuderte über das Wiesenbord hoch, überschlug sich und kam wieder auf der Fahrbahn zum Stillstand. Dabei wurden alle drei Insassen aus dem Fahrzeug geschleudert. Eine Person wurde so schwer verletzt, dass die Rega aufgeboten werden musste. Die beiden anderen Insassen wurden mittelschwer verletzt. Es entstand Sachschaden von 50'000 Franken. Der Unfall erstreckte sich auf eine Länge von etwa 120 Metern. Für Bergungsarbeiten und Unfallaufnahme musste die H2 in Fahrtrichtung Basel während viereinhalb Stunden vollständig gesperrt werden.

Bei den Verletzten handelt es sich um drei junge Männer im Alter von 21 und 22 Jahren. Der Lenker sowie der schwer verletzte Beifahrer sind bosnischer Nationalität, der Mitfahrer ist Schweizer. Ein Raser-Unfall sei "nicht ausgeschlossen", sagte Polizei-Sprecher Meinrad Stöcklin gegenüber OnlineReports, "aber auch nicht bestätigt". Zeugen: 061 926 35 35. (25. Februar 2005)



Gegen Lohnausweis: Gysin kündigt Initiative an

LIESTAL. - Der Kampf des freisinnigen Baselbieter Nationalrats Hans Rudolf Gysin gegen den neuen Lohnausweis geht in eine neue Runde: Jetzt kündigt die von ihm geleitete Wirtschaftskammer Baselland eine kantonale Volksinitiative an, die im Baselbiet den bisherigen Lohnausweis und auch die heute geltende liberale Verwaltungspraxis weiterführen will. Grund: Der neue Lohnausweis verursache nicht nur um "eine weitere sinnlose Aufblähung der Administrationsbelastungen für die Wirtschaft" und den "Missbrauch" der Unternehmen als "Hilfssheriffs" der Steuerbehörden, sondern konkret auch "eine durch die Hintertüre eingeführte Steuererhöhung für Baselbieter Erwerbstätige". Die bisherige Lohnausweis-Praxis habe sich sowohl für die Staatskasse als auch für die Wirtschaft und die Erwerbstätigen bewährt.

Baselland ist nicht der einzige Kanton, der gegen den neuen Lohnausweis Sturm läuft: In verschiedenen Kantonsparlamenten – namentlich in AG, SO, BE, LU, ZH, SZ, NW und OW – sind konkrete Vorstösse zur Beibehaltung der bisherigen Lohnausweis-Praxis eingereicht worden.

Wie Initiant Hans Rudolf Gysin gegenüber OnlineReports erklärte, kann ein Kanton beschliessen, sich dem Bechluss der Schweizer Steuerkonferenz - das Gremium der kantonalen Steuerverwalter, das die Einführung des neuen Lohnausweises beschloss - zu widersetzen. Dieser Beschluss stehe gemäss seinen juristischen Abklärungen nicht über kantonalem Recht. Volksinitiativen wie im Baselbiet sind nach Gysins aktuellem Kenntnisstand in andern Kantonen noch nicht vorgesehen.

Die landesweite Einführung des neuen Formulars ist an sich per Anfang 2006 geplant. Eine Subkommission der nationalrätlichen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) hat die Schweizer Steuerkonferenz vergangenen Freitag auf Gysins Antrag aber aufgefordert, die Einführung um ein Jahr zu verschieben. (24. Februar 2005)



Sans-Papiers": Scharfe FDP-Attacke gegen neuen Justizdirektor

BASEL. - "Gesetzesbruch" wirft die Basler FDP dem neuen Justizdirektor Guy Morin vor. Grund: Als eine seiner ersten Amtshandlungen habe der grüne Regierungsrat seine Chefbeamten laut "Basler Zeitung" beauftragt, "abzuklären, wie die so genannten Sans-Papiers vor der Ausschaffung bewahrt werden könnten". Das Ziel sei dabei klar: Mit einer Generalamnestie sollen - laut FDP-Interpretation - "all diejenigen legal in Basel Aufenthalt bekommen, die es mit genügend Raffinesse geschafft haben, sich einige Zeit illegal in unserer Stadt zu behaupten". Dass das Dossier "eigentlich in die Verantwortung seines Kollegen Jörg Schild fällt", kümmere den Justizdirektor kaum.

Sauer stösst den Freisinnigen Morins Aussage "Schild hat seine Meinung, ich bilde mir meine, und die wird wohl eine andere sein" auf. Das Handeln eines Justizdirektors müsse "eigentlich von der geltenden Rechtsordnung bestimmt werden". Das Schweizer Ausländerrecht sehe aber vor, dass unverzüglich und formlos ausgeschafft werde, wer sich illegal im Land aufhalte. Einzig, wer an Leib und Leben bedroht sei, könne mittels Asylgesuch einen Aufenthalt erwirken. Von einer Generalamnestie für solche, die sich aus persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen einen Aufenthalt in der Schweiz erschlichen haben, sei dort nicht die Rede. Die FDP, betont die Partei, stehe zur "humanitären Tradition unseres Landes". Illegales Verhalten dürfe aber nicht noch mit einer Legalisierung "quasi belohnt" werden. Wer ein Gesetz ändern wolle, habe dies "mit den demokratisch vorgesehenen Mitteln wie parlamentarischen Vorstössen oder Volksinitiativen zu tun, nicht aber mit kantonalem Ungehorsam gegenüber Bundesrecht".

Gegenüber OnlineReports zeigte sich Justizdirektor Morin ("Das kann nicht der Stil sein, wie wir miteinander umgehen. Dieser Stil polarisiert") über die FDP-Attacke "erstaunt", nachdem die bürgerliche Genfer Regierung schon Überlegungen in ähnlicher Richtung publiziert habe. Die Sans-Papier-Frage werde in der welschen Schweiz "gelassen, objektiv und konstruktiv" diskutiert: "In der Deutschschweiz ist dies offenbar nicht möglich." Wenn Menschen in Telefonkabinen und WC-Anlagen übernachten müssten, sei dies "ein Bundes-Problem, das die Kantone und insbesondere die Stadtkantone ausbaden müssen".

Morin erklärte, er sei "sensibilisiert aus meiner früheren Tätigkeit, weil ich die Leute bei mir in der Sprechstunde hatte und ich weiss, was die durchleben. Dann ist es doch legitim, dass ich mir mit meinem Hut als Justizdirektor eine Meinung bilden darf über die Gesetzeslage und den vorhandenen Spielraum". Die Genfer Kantonsregierung bestehe "ja auch nicht aus Gesetzesbrechern". Vielmehr berufe sie sich "sehr demokratisch und sehr legal" auf die auf Bundesebene vorgesehene Härtefälle-Regelung. Ihm Gesetzesbruch vorzuwerfen, sei "billig". Die Diskussion müsse aber geführt werden. Morin: "Ich nehme nichts vorweg, was die Regierung entscheidet." Im übrigen habe sich Sicherheitsdirektor Jörg Schild (FDP) "in der Sonntagspresse auch schon geäussert". Ob er wirklich eine Generalamnestie für Sans-Papiers plane, "kann ich noch nicht sagen".

Mit Guy Morin kommt schon das zweite neugewählte Basler Regierungsmitglied unter Beschuss: Kritik musste kurz vor Weihnachten schon die sozialdemokratische Finanzministerin Eva Herzog noch vor ihrem Amtsantritt hinnehmen, als sie die Meinung äusserte, zehn Millionen der 235 Millionen Franken, die Basel-Stadt aus dem Nationalbank-Goldschatz zustehen, sollen an Dienststellen in der kantonalen Verwaltung fliessen. Damit wollte Herzog einen taufrischen Spar-Beschluss des Kantonsparlamentes rückgängig machen. (24. Februar 2005)



PW-Flucht auf drei Rädern von Basel nach Therwil

LIESTAL. - Am heutigen Mittwochmorgen gegen 10 Uhr fuhr ein Autofahrer sein Fahrzeug bei der Autobahnauffahrt Baldeggerstrasse in der Breite gegen die Lärmschutzwand. Dabei wurde diese massiv beschädigt, der Lenker leicht verletzt und das Auto stark in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem muss das Auto noch fahrtüchtig gewesen sein, denn vor Ort fand die alarmierte Polizei nur noch eine beschädigte Lärmschutzwand, abgerissene Teile und ein Autorad, aber kein Unfallfahrzeug mehr. Kurze Zeit später meldete in Therwil ein Passant der Baselbieter Polizei, hier fahre ein verbeultes Auto auf drei Rädern Richtung Biel-Benken. Die sofort ausgerückte Patrouille konnte das Auto ausgangs Therwil anhalten. Wie sich herausstellte, handelte es sich um das Unfallfahrzeug. Wie er nach Therwil gekommen war, konnte der Lenker nicht sagen. Der 37-jährige Schweizer stand unter Alkoholeinfluss und gab an, auch Kokain konsumiert zu haben. (23. Februar 2005)



Villa in Nizza: Neuer Vorwurf an Chefarzt Reto Gaudenz

LIESTAL. - Der Wirbel um die private Werbeaktion auf Staatskosten durch den Baselbieter Chefarzt Reto Gaudenz (64), am 11. Februar von OnlineReports aufgedeckt, zieht Kreise: Jetzt werden gegen den Gynäkologie-Professor und Leiter der Frauenklinik des Kantonsspitals in Liestal neue Vorwürfe laut. Laut der "Basler Zeitung" hat er die Vermietung seines Ferienhauses in Nizza zumindest teilweise über das Chefarztsekretariat seiner staatlichen Klinik abgewickelt. Auf einer Online-Plattform zur Vermietung von Ferien-Immobilien ist die Villa "Papillon d'Or" oberhalb der Stadt Nizza ausgeschrieben mit folgender Kontaktadresse: "Prof. Dr. med. R. Gaudenz, Kantonsspital, CH-4410 Liestal." Es folgen Telefon- und Faxnummer des Liestaler Chefarztsekretariats.

Chefarzt Gaudenz hatte im Januar auf Staatskosten einen Versand an 1'500 Patientinnen lanciert, in dem er mit Farbprospekt auf seine bevorstehende Pensionierung und Neueröffnung einer Arztpraxis in Basel hinwies. Dass er gleichzeitig Patientinnen animierte, ihm die Erlaubnis zur Mitnahme der Krankengeschichten zu erteilen, führte dazu, dass der Baselbieter SVP-Sanitätsdirektor Erich Straumann den Datenschutzbeauftragten mit einer Abklärung beauftragte. Allerdings dürften diesbezüglich kaum spektakuläre Resultate zu erwarten sein. Ebenso werden gegenüber dem Chefarzt keinerlei strafrechtlichen Vorwürfe erhoben.

Kritischer wird das mangelnde diplomatische Fingerspitzengefühl des Gynäkologen beurteilt, der als sehr engagiert, aber teils etwas abgehoben gilt. Inzwischen hat Gaudenz seine Vorwürfe, die Regierung habe seinen Rücktritt nicht adäquat kommuniziert und seine künftige private Tätigkeit nicht erwähnt, in einem Brief an die Sanitätsdirektion zurückgenommen. Ebenso kam Gaudenz der Forderung nach, die gesamten Versandkosten - laut der "Basellandschaftlichen Zeitung" etwa 3'000 Franken - zu übernehmen. Ursprünglich hatte sich der Chefarzt nur bereit erklärt, einen "Drittel der Spesen" zu berappen.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass der private Werbeversand morgen Donnerstag im Landrat ein Thema sein wird. Am Freitag wird Reto Gaudenz offizielle verabschiedet. Es wird nicht mit besonders entspanntem Klima gerechnet. Der Wirbel um Reto Gaudenz dürfte seinem Promotions-Anliegen zumindest duchaus entgegenkommen: Jetzt wissen zumindest alle, dass der Liestaler Pensionär in Basel weiter praktiziert. (23. Februar 2005)



Wachsender Widerstand: Auch SP lehnt Rheinhafen-Vertrag ab

LIESTAL. - Der vorgesehen Fusion der Rheinhäfen von Basel-Stadt und Baselland erwächst zunehmender Widerstand: Jetzt lehnt auch die Baselbieter SP den Fusionsvertrag ab, wendet sich aber nicht prinzipiell gegen eine Zusammenlegung, weil sie "wirtschaftlich Sinn macht". Gegen die vorliegende Version des Staatsvertrags ist die SP aber, weil sie "diverse Fragen" aufwerfe und "Ungerechtigkeiten" auslöse. So sei im Staatsvertrag für den Basler Hafen St. Johann die Möglichkeit einer anderen Nutzung ausdrücklich vorgesehen. Das gleiche Recht müsse aber auch für die Baselbieter Häfen, insbesondere den Birsfelder Hafen gelten. Vor allem müsse vor der Fusion die Hafenzone im Birsfelder Hafen beschränkt werden auf das für die Erfüllung der Aufgaben unbedingt notwendige Land. Die dahinter liegende Industriezone müsse von der Hafenzone abgekoppelt werden. Nur so erhielten Gemeinde und Kanton die Möglichkeit, eine echte und eigene Wirtschaftspolitik zu betreiben. Das Gebiet müsse für Industrie, Freizeit oder Wohnanlagen nutzbar werden. Ausserdem sei es "verfassungsmässig fragwürdig, wenn eine Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit die Wirtschafts- und Entwicklungspolitik einer Gemeinde praktisch diktieren kann".

Vor wenigen Wochen hatte schon der Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) die Regierung aufgefordert, "den Staatsvertrag zur Zusammenlegung der Rheinhäfen zurückzustellen und zuerst die Voraussetzungen für eine sinnvolle Fusion der Rheinhäfen der beiden Basel zu schaffen". (23. Februar 2005)



Rentnerin überfallen: Entreissdieb gesucht

BASEL. - Überfallen wurde gestern Dienstagmorgen in Basel eine 81-jährige Rentnerin. Um 10.15 Uhr ging sie zu Fuss durch die Rodrisstrasse, als ihr auf der Höhe der Holeestrasse ein jüngerer Mann rennend entgegen kam. Die Frau schenkte ihm keine weitere Beachtung, doch als dieser auf ihrer Höhe war, entriss er ihr die Handtasche, gab ihr einen heftigen Stoss und rannte in Richtung Kaltbrunnenstrasse davon. Nur durch ein Glück kam das Opfer nicht zu Fall. Ein zufällig vorbeifahrender PW--Lenker bemerkte die Tat und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden der Überfallenen. Anschliessend fuhr er mit seinem Personenwagen davon, kehrte nach etwa fünf Minuten aber zurück und übergab der Rentnerin die unmittelbar zuvor geraubte Handtasche, die er am Boden gefunden hatte. Der Räuber hatte aus der Tasche das Portemonnaie mit über 150 Franken Bargeld gestohlen und diese dann weggeschmissen.

• Gesucht: Unbekannter, 25-30 Jahre alt, 175-180 cm gross, trug eine dunkle Jacke, dunkle Hosen und einer Mütze. Angaben: 061 267 71 11. (23. Februar 2005)



Ein Auto brannte - Feuerwehrauto rollte ins Abseits

ZUNZGEN. - Aus ungeklärten Gründen geriet in der Nacht auf Samstag in Zunzgen auf einem Parkplatz vor einer Garage an der Neumattstrasse ein Personenwagen in Vollbrand. Dies gab die Polizei erst heute Montag bekannt. Brandstiftung kann laut diesen Angaben nicht ausgeschlossen werden. - Ein Malheur unterlief der Feuerwehr während der Löscharbeiten: Ein Fahrzeug der Stützpunkt-Feuerwehr Sissach machte sich aus noch unbekannten Gründen selbständig, rollte davon, beschädigte den Kommandowagen und kam schliesslich - ebenfalls leicht beschädigt - im angrenzenden Wiesland zum Stillstand. Verletzt wurde niemand. - In Therwil waren diesen Monat schon mehrere Autos in Flammen aufgegangen. (21. Februar 2005)



BL: Verkehrsabgaben sollen zweckgebunden werden

LIESTAL. - Einnahmen, die "direkt oder indirekt aus Steuern und Abgaben entstehen, die der private Motorfahrzeugverkehr erbringt", sollen im Baselbiet künftig für Investitionen in Strassenbau- oder Verkehrsprojekte investiert werden. Dies verlangt FDP-Landrat Patrik Schäfli in einer Motion, die er diesen Donnerstag einreichen will. Bei der Realisierung von Baselbieter Strassenbauprojekten, so Schäfli mit der H2 zwischen Liestal und Augst im Visier, werde immer häufiger behauptet, dass die Finanzierung nicht gesichert sei. Tatsächlich sei es im Baselbiet aber so, dass beträchtliche Einnahmen in Form von Abgaben der Verkehrsteilnehmer wie die Motorfahrzeugsteuer (Verkehrsabgabe etwa 75 Millionen Franken), die Verkehrsbussenerträge (20 Millionen Franken) und die Erträge des Kantons aus der LSVA (Transfer des Bundes etwa 10 Millionen Franken) im Gegensatz zu den meisten anderen Kantonen nicht zweckgebunden für den Strassenbau eingesetzt werden. Mit einer Zweckbestimmung könne "unter anderem gezeigt werden, dass der private Motorfahrzeugverkehr über verschiedene Abgaben viele Millionen Franken pro Jahr an den Kanton entrichtet". (21. Februar 2005)



Aufmerksamer Taxifahrer: Entreissdieb festgenommen

BASEL. - Am Samstagmorgen kurz vor 8 Uhr stand eine 72-jährige Frau bei der BVB-Haltestelle "Solothurnerstrasse" an der Dornacherstrasse und wartete auf den Bus. Plötzlich wurde ihr von zwei Entreissdieben die Handtasche entrissen, worauf die Täter zu Fuss die Flucht ergriffen. Diese Tat wurde von einem zufällig anwesenden Taxichauffeur beobachtet, der die beiden flüchtenden Täter mit seinem Fahrzeug verfolgte und laufend die Standortangaben an die Polizei weitergab. Beim Bahnhof SBB konnten die beiden Tatverdächtigen, ein 19-jähriger Kolumbianer und ein 20 Jahre alter Peruaner, von der Polizei angehalten und festgenommen werden. Die gestohlene Handtasche konnte nach einer Suchaktion durch die Polizei auf dem Fluchtweg aufgefunden und sichergestellt werden. (21. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Kolumbien, Peru --



Selbstunfall mit Sommerreifen: Zwei Verletzte

WITTINSBURG. - Ein Selbstunfall auf schneebedeckter Fahrbahn, der zwei Verletzte zur Folge hatte, ereignete sich heute Sonntagmorgen gegen 3 Uhr in der Oberbaselbieter Gemeinde Wittinsburg. Ein mit drei in der Region wohnhaften jungen Männern besetzter Personenwagen kam auf der Unteren Hauensteinstrasse ins Schleudern und kollidierte mit der linksseitigen Leitplanke der Abzweigung Sommerau. Das Fahrzeug durchbrach die Leitplanke und flog folglich über den Homburgerbach. Nach 25 Metern kam das Fahrzeug auf dem Dach liegend in einem Acker zum Stillstand. Dabei zogen sich die zwei Beifahrer mittelschwere Verletzungen zu und mussten ins Spital eingeliefert werden. Beim Lenker wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet. Den Führerausweis musste er an Ort und Stelle abgeben. Am Fahrzeug, das mit Sommerreifen ausgerüstet war, entstand Totalschaden. (20. Februar 2005)





Tower-Running: Freiwillige Hetze über 542 Stufen

BASEL. - Am ersten Muba-Wochenende fand heute Samstag zum zweiten Mal das "Tower-Running" im Basler Messeturm statt. 410 Läuferinnen und Läufer nahmen an diesem einzigartigen Rennen die 542 Stufen und 31 Stockwerke in Angriff genommen. Die Rekordzeit von 2.56 Minuten, letztes Jahr aufgestellt, wurde knapp verfehlt. Der Sieger absolvierte die Strecke in 2.58 Minuten. Das schnellste von 21 Feuerwehr-Teams schaffte die 31 Stockwerke in voller Montur - und streckenweise mit Atemschutzausrüstung (Bild) - in 5.54 Minuten. (© Foto Martin Graf, 19. Februar 2005)



Handbremse nicht gezogen: Auto machte sich selbstständig

EPTINGEN. - Einen praktisch vollkommen zugeschneiten Personenwagen bemerkte heute Samstagmorgen um 10.30 Uhr ein Wanderer am Waldrand in Eptingen, rund 100 Meter unterhalb des Restaurants "Oberbölchen". Abklärungen der Polizei ergaben, dass die Halterin ihr parkiertes Fahrzeug am 13. Februar auf dem Parkplatz vor dem Berghaus nicht mehr vorfand, weshalb sie Anzeige wegen Diebstahls erstattete. Wie sich nun heute bei der Bergung des Wagens herausstellte, war sein Verschwinden nicht auf einen Dieb zurück zu führen, sondern auf die Halterin selbst: Sie hatte nch Verlassen des Fahrzeugs weder einen Gang eingelegt noch die Handbremse gezogen. Folge: Das Gefährt rollte unbemerkt retour in das steil abfallende Wiesland und kam am Waldrand zwischen zwei Bäumen beschädigt zum Stillstand. (19. Februar 2005)



Fussgängerin frontal angefahren: Fahrerflucht

BASEL. - Auf einem Fussgängerstreifen an der Basler Maulbeerstrasse, Höhe Jägerstrasse, wurde am Dienstagmorgen um 6.15 Uhr eine Fussgängerin von einem weissen Personenwagen mit Kastenaufbau frontal erfasst und schwer verletzt. Dies gab die Polizei erst heute Samstag bekannt. Nach einem kurzen Gespräch verliess der PW-Lenker die Unfallstelle, ohne sich weiter um die verletzte Frau zu kümmern. Der Lenker des weissen Personenwagens oder Personen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich über Telefon 061 699 12 12 zu melden. (19. Februar 2005)



Hanf-Shop-Überfall nach zwei Jahren geklärt

LAUFEN. - Der Überfall auf einen Hanf-Shop an der Röschenzerstrasse in Laufen am Abend des 3. März 2003 ist geklärt. Der Laden war von zwei unbekannten, mit Fasnachtskleidern maskierten Männern überfallen und beraubt worden. Dabei wurde aus einer mitgeführten Waffe eine Reizgaspatrone abgefeuert, verletzt wurde jedoch niemand. Die Täterschaft erbeutete Hanfartikel im Wert von rund 1'500 Franken.

Nachdem erste Ermittlungen zunächst erfolglos verlaufen waren, ergab sich im Herbst 2004 ein konkreter Verdacht. Bei einer anschliessenden Hausdurchsuchung kamen dann etliche belastende Gegenstände zum Vorschein, unter anderem die Maske, welche beim Raub vom 3. März 2003 verwendet worden war. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen legten die beiden Täter schliesslich Geständnisse ab. Bei den Männern handelt es sich um zwei im Laufental aufgewachsene, zur Tatzeit drogenabhängige Schweizer im Alter von heute 19 und 27 Jahren. Das Statthalteramt Laufen hat Strafverfahren eröffnet und Zwangsmassnahmen angeordnet. (19. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Schweiz --



Werbe-Spott: Frau Ludwig, beziehen sie Stellung!

BASEL. - Gerade eben war das führende Basler "Radio Basilisk" auf der Frontseite von "20 Minuten" - und einen Tag vorher auf OnlineReports -, weil eine Zürischnure während den drei Fasnachtstagen die Morgensendungen moderierte. Jetzt ist der Sender wieder im Gespräch - ein unfasnächtlicher Fasnachtskrieg ist ausgebrochen. Wie TeleBasel berichtet, droht "Basilisk"-Chef Raphael Suter, nächstes Jahr die Vorfasnachtsveranstaltung "Drummeli" nicht mehr live zu übertragen. Grund: Fasnachts-Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr präsentierte sich während der Fasnacht in einer ganzseitigen Vierfarben-Anzeige (Bild) in der "Basler Zeitung" mit dem Zitat: "Radio Basel 1 ist mein Fasnachtsradio." Schön, dass der Herr Obma während der Fasnacht Zeit findet, jenes Liestaler Radio zu hören, das der "Basler Zeitung" gehört. Weniger schön fand das "Radio Basilisk", das der Zürcher Tamedia gehört, und das dem Comité für die Rechte zur Übertragung des "Drummeli" immerhin schöne 20'000 Franken zuschiebt. Geradezu "lächerlich" (Suter) sei darum der Obma-Werbespot angesichts der beträchtlichen Fasnachts-Leistungen seiner Station. Wir von OnlineReports, weder im Besitz der BaZ noch der Tamedia, vermuten hinter dem medienpolitischen Bekenntnis des ranghöchsten Basler Fasnächtlers einen lokalstrategisch-chauvinistischen Schachzug, der eventuell dank hinreichend Vitamin-B-Reserven zustande kam: Ruth Ludwig-Hagemann, Besitzerin des an Marktanteilen zulegenden "Radio Basel 1", sitzt - was TeleBasel nicht berichtete - im Fasnachts-Comité, das "Radio-Basel-1"-Promoter Rudolf von Rohr präsidiert. Frau Ludwig-Hagemann, in dieser ernsten Situation, wo der Werbespot zum Werbe-Spott und Felix Rudolf von Rohrs Luftblase zur Headline mutiert, ist Ihr Eingriff als Aerztin gefragt, bevor der Aether-Krieg weiter eskaliert: Blasen Sie uns als aktive Pfeiferin nicht in die Schuhe, sondern trillern Sie uns um die Ohren, wie weit und ob überhaupt der Obma unter Ihrem Einfluss stand. Gleich hier - auf OnlineReports, Ihrem Basler Newsportal! (19. Februar 2005)


  > ECHO

"Keinesfalls 20'000 Franken"

Vielleicht sollte man mal die "20'000 Franken" aufschlüsseln, die "Radio Basilisk" - gemäss TeleBasel-Bericht vom 18. Dezember - angeblich dem Comité "in die Kasse fliessen lässt". Das ist ziemlich schlecht recherchiert. In diesem Betrag inbegriffen sind redaktionelle Leistungen, Technikerkostern und Verbindungskosten, die in keinem Fall bar den Veranstaltern in die Kasse fliessen. Beim Charivari ist das genau so.

Daniel Thiriet
Obmaa Charivari
Basel



"Doo mues epper schon e Maage haa"

Per Zytigsinserat losst Basel One verkinde,
dr Obma Felix däät das Radio glunge finde.

Das Inserat sorgt fir e riisigi Empeerig
und d Basilisgge finde s absolut ungheerig.
Es wird e Tribunal am Färnseh inszeniert.
S wird debattiert, polemisiert und intrigiert.

Derby muess ebber aber schon e Maage haa,
wo wirgglig ärnschthaft glaubt, e Ludwig-Hagemaa
wurdi im Basler Fasnachts-Comité brobiere
im Obma, was er deerf und miess und soll, z diktiere.

Me macht us Mugge Elefante. Ich sag numme:
Es isch passiert, dr Mischt isch gfiert, und d Fasnacht umme.

Ruth Ludwig-Hagemann
Mitglied vom Fasnachtscomité
Basel



Kurzschluss: Monteur erlitt schwere Verbrennungen

MUTTENZ. - Ein schwerer Arbeitsunfall ereignete sich heute Freitagmorgen um 11.20 Uhr im zweiten Kellergeschoss an der Hofackerstrasse 40 in Muttenz. Ein 22-jähriger Elektromonteur war mit dem Auswechseln einer unter Starkstromspannung stehenden Schalterbox beschäftigt. Dabei kam es aus noch unbekannten Gründen zu einem Kurzschluss, der einen Lichtbogen zur Folge hatte. Dadurch zog sich der Elektromonteur an Gesicht und Händen so starke Verbrennungen zu, dass er in Spitalpflege verbracht werden musste. (18. Februar 2005)



Alder vs. Heeb: Wüste Worte aus NordWest

ALLSCHWIL. - Zwischen Christian Heeb, dem neuen Chef des Regional-TV-Senders "NordWest 1" und seinem geschassten Vorgänger Beat Alder hängt der Segen schief, wie der "Baslerstab" berichtet. Heeb fühle sich von Alder bedroht und wolle "Polizeischutz anfordern". Alder dementiert, Heeb auf die Pelle rücken zu wollen und fragt, weshalb Heeb wohl in seinem ehemaligen Büro nach Wanzen suche, und weshalb Heeb Mitarbeitenden erkläre, er sei mit einem Revolver bewaffnet. Seine Angst vor einer physischen Attacke begründet Heeb damit, dass an seinem Auto vier Pneus aufgestochen worden seien. Dass er einen amtlich registrierten Revolver besitze, habe mit seiner früheren Tätigkeit beim Radio zu tun, als er wegen Frühsendungen schon morgens um drei unterwegs gewesen sei. (18. Februar 2005)



Baykal Kulaksizoglu ab Sommer 2005 beim FCB

BASEL. - Der FC Basel kauft wieder ein: Der 22jährige Nachwuchs-Nationalspieler Baykal Kulaksizoglu, im Schweizer Fussball allgemein unter dem Rufnamen "Baykal" bekannt, wechselt auf den 1. Juli dieses Jahres vom FC Thun zum FCB. Der Transfer wird definitiv wirksam, der Vertrag, der von allen Parteien unterzeichnet wurde, hat eine Laufzeit von vorerst drei Jahren bis am 30. Juni 2008. Baykal, ein schweizerisch-türkischer Doppelbürger, ist zentraler Mittelfeldspieler. Er wuchs in Bern auf und kam über die Quartiervereine FC Bethlehem-Bern und SC Bümpliz und via den Grasshopper-Club zum FC Thun, mit dem er in der laufenden Saison und in der vergangenen Meisterschaft auf bisher mehr als 50 Wettkampfspiele kam. In der U21-Nationalmannschaft bestritt Baykal bisher 9 Partien und erzielte dabei drei Tore.

Zur Person:
Name: Baykal Kulaksizoglu, genannt Baykal
Geboren: 12. Mai 1983
Nationalität: Schweizer/Türke
Position: Mittelfeld
Grösse: 1,85 m
Gewicht: 77 kg
Karriere: 1990-1996: FC Bethlehem Bern
1996-2000: SC Bümpliz
2001-2003: Grasshoppers Zürich
2003-2005: FC Thun
ab Juli 2005: FC Basel
Palmarès: 8 Wettkampfspiele für GC
Rund 55 Wettkampfspiele für den FC Thun
9 U21-Länderspiele (3 Tore) für die Schweiz

(18. Februar 2005)



Vater würgte 15-jährigen Sohn - Mutter sprang aus Fenster

OBERDORF. - Zu einem brutalen Übergriff kam es gestern Donnerstagmorgen kurz nach 9 Uhr in Oberdorf. Vor einer Liegenschaft an der Hauptstrasse packte ein 49-jähriger Türke seinen 15-jährigen Sohn nach einer massiven verbalen Auseinandersetzung am Hals und würgte ihn. Aus Angst, der Mann könnte den Sohn erwürgen, sprang seine Frau aus dem zweiten Stockwerk aus dem Fenster und zog sich dabei leichte Beinverletzungen zu. Nach Einschreiten der Polizei verfügte das Statthalteramt Waldenburg, dass der mutmassliche Täter vorübergehend in Polizeigewahrsam gesetzt wird. (18. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Türkei Türkei



Betrunkener griff Familie und Polizei an

PRATTELN. - Brutal schlug in der in der Nacht auf gestern Donnerstag, kurz nach Mitternacht, ein 45-jähriger betrunkener Türke in seiner Wohnung an der Burggartenstrasse auf seine Frau und seinen Sohn ein. Als eine per Notruf alarmierte Polizeipatrouille den Täter anhalten wollte, setzte er sich massiv zur Wehr, beleidigte die beiden verbal massiv und schlug zunächst einem Polizisten mit den Fäusten in den Rücken. Die Polizistin packte er, riss sie am Pullover, beschädigte ihre Brille und schlug ihr ebenfalls die Fäuste in den Rücken. Kurze Zeit später traf polizeiliche Verstärkung ein, worauf der Schläger abgeführt werden konnte. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,56 Promille. Die Ehefrau des Täters blutete aus Mund und Nase, der Sohn erlitt Prellungen im Gesicht, die 14-jährige Tochter blieb unverletzt. Die Polizistin und der Polizist erlitten Prellungen an den Armen und am Rücken. Der Täter wurde laut Verfügung des Statthalteramtes Liestal in Untersuchungshaft genommen. (18. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Türkei Türkei, Schweiz



Burschen nach Guggenkonzert geschlagen und beraubt

OBERDORF. - In der Nacht auf gestern Mittwoch um 1 Uhr wurden nach dem Guggenkonzert in Oberdorf auf dem Trottoir der Hauptstrasse, Höhe Haltestelle Oberdorf-Station der Waldenburgerbahn, zwei 16-jährige Burschen (Schweizer) von Unbekannten massiv geschlagen und ausgeraubt. Beide liessen sich am Mittwoch ärztlich untersuchen. Gemäss den Opfern handelte es sich bei den Tätern um zwei Männer im Alter von etwa 18 bis 20 Jahren. Nach der Tat entfernten sich die Täter mit ihrer Beute (ein Handy) in Richtung Waldenburg. Zeugen: 061 926 35 35. (17. Februar 2005)



Nach Unfall: Wasserspur verriet Unfallflüchter

BINNINGEN. - Auslaufendes Kühlwasser verriet einen Automobilisten, der heute Donnerstagmorgen um 4.20 Uhr in Binningen bei der Schlossgasse einen Verkehrsmasten angefahren hatte. Nach ihrer Alarmierung fand die Polizei am Unfallort zwar keinen Verursacher mehr, doch lagen diverse Fahrzeugteile weit verstreut. Zudem war auf der Fahrbahn eine wegführende Wasserspur gut sichtbar, die durch das auslaufende Kühlwasser verursacht worden war. Die Spur zog sich über zwei Dörfer und endete vor einer verschlossenen Garagenbox. Der 24-jährige Schweizer musste seinen Ausweis auf der Stelle abgeben. Zudem wurde eine Blutprobe angeordnet. (17. Februar 2005)



Autobahn-Tunnelröhre gesperrt: Schon wieder Fehlalarm!

ARISDORF. - Wegen eines Brandalarmes im Arisdorftunnel musste heute Mittwochabend nach 19.30 Uhr die Tunnelröhre der Autobahn A2 Richtung Bern/Luzern gesperrt werden. Wie sich gemäss Polizeiangaben herausstellte, handelte es sich aber um einen Fehlalarm, der "durch die technische Einrichtung des Tunnels ausgelöst" worden war. Ausgerückt waren die Autobahnpolizei Sissach, die Feuerwehr Liestal sowie der Elektro-Pikettbeamte des Autobahnwerkhofes Sissach. Die Durchfahrt konnte 40 Minuten später wieder frei gegeben werden.

Der Alarm-Flop ist keine Premiere: Schon am 27. Januar mussten beide Röhren wegen eines falschen Alarms ("defekter Brandmelder") gesperrt werden. (16. Februar 2005)



Brutaler Raubüberfall: Fünf Festnahmen

BASEL. - Zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern im Alter von 19 und 23 Jahren und einer mehrköpfigen Tätergruppe kam es heute Mittwochmorgen 3 Uhr in Basel. Bereits in der Freien Strasse erhielt der 19-jährige Faustschläge ins Gesicht und als sich die Täter in Richtung Münsterplatz begaben, eilte der Angegriffene mit Kollegen der Tätergruppe hinterher. Auf der Pfalz griff einer der Täter den 19-jährigen erneut an und raubte diesem das Portemonnaie mit persönlichen Utensilien. Als der 23-jährige Mann seinem angegriffenen und ausgeraubten Kollegen helfen wollte, wurde dieser von den Tätern so massiv zusammengeschlagen, dass er bewusstlos liegen blieb und in die Notfallstation des Kantonsspitals eingeliefert werden musste. Der 19-Jährige ergriff aufgrund der brutalen Vorgehensweise der Täterschaft die Flucht und alarmierte die Polizei. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndungsaktion konnten im Kleinbasel schliesslich fünf Tatverdächtige aus der Schweiz, der dominikanischen Republik und aus Brasilien im Alter zwischen 18 und 21 Jahren festgenommen werden. (16. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Dominikanische Republik, Brasilien, Schweiz --



Gauner ass Falschgeld, als die Polizei zuschnappte

BASEL. - Ein Fall von ungewöhnlicher Nahrungszufuhr meldet die Basler Staatsanwaltschaft. Heutige Mittwochmorgen um 1.45 Uhr bestieg ein 18-jähriger Mann aus Guinea in der Steinentorstrasse ein Taxi und wollte sich nach Allschwil chauffieren lassen. Er wollte die Fahrt gleich bezahlen und händigte dem Taxifahrer eine Banknote à 200 Franken aus. Der Fahrer stellte sofort fest, dass es sich dabei um Falschgeld handelt und fuhr direkt zu einem Polizisten, welcher zufälligerweise in der Steinentorstrasse auf Patrouille war. Als der Taxichauffeur dem Polizeiangehörigen die Falschgeldnote durch das offene Autofenster übergeben wollte, entriss ihm diese der im Fond sitzende Fahrgast und hielt sie zerknüllt in den Händen. Bis zum Eintreffen von Verstärkung wurde der Täter im Taxi eingeschlossen. In dieser Zeit muss er die Falschgeldnote aufgegessen haben, "konnte doch nur noch beobachtet werden, wie er heftige Schluckbewegungen ausführte", schreibt die Staatsanwaltschaft. Der Tatverdächtige wurde festgenommen. (16. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Guinea --



Schöne Fasnachts-Bescherung: Maden in der Mehlsuppe

BASEL. - Nicht als kulinarischen Höhepunkt erlebte ein Restaurant-Gast die diesjährige Basler Fasnacht. Erbost rief er am frühen Dienstagabend die Polizei, weil er in seiner Mehlsuppe Maden entdeckt hatte. Zu Handen des Lebensmittelinspektorates sei "eines dieser Exemplare sichergestellt" worden, schreibt die Polizei. - Überdies schlief ein auswärtiger Fasnachtsbesucher seinen Rausch an einem ungewöhnlichen Ort aus - in der Schalterhalle einer Bank (16. Februar 2005)



Vergewaltigungsversuch auf offener Strasse

BASEL. - Zu einem Vergewaltigungsversuch kam es, wie erst jetzt bekannt wird, am vergangenen Donnerstagmorgen in Basel. Kurz vor 6 Uhr verliess eine 33-jährige Frau ein Lokal an der Steinentorstrasse, nachdem sie dort etwas gegessen hatte. Bereits im Lokal wurde sie von einem dunkelhäutigen Mann angesprochen, welcher ihr nach dem Verlassen der Gaststätte folgte und dauernd auf sie einredete. Im Bereich der Heuwaage wurde das Opfer unvermittelt von diesem Mann festgehalten und umklammert, wobei sich die Angegriffene von dieser Umklammerung lösen und ihren Nachhauseweg fortsetzen konnte. Auf dem Trottoir bei der Verzweigung Birsigstrasse/Lohweg, direkt beim dortigen Brunnen, wurde die Frau vom Täter erneut gepackt und zu Boden geworfen. Er drohte ihr, sie zu vergewaltigen und versuchte ihr die Hosen aufzureissen. Dank der massiven Gegenwehr der Überfallenen liess der Täter plötzlich von seinem Opfer ab. Er raubte ihr aber etwa 300 Franken Bargeld und ein Handy, bevor er via Steinentorberg in Richtung Bahnhof SBB flüchtete. Die Geschädigte zog sich bei diesem Angriff diverse Prellungen und Schürfungen zu.

• Gesucht: Unbekannter, dunkelhäutig, 185-190 cm gross, kräftige Statur, gepflegte und sichere Erscheinung, kurze, schwarze Haare. Trug eine braune Lederjacke und Blue-Jeans. Sprach Hochdeutsch. Angaben: 061 267 71 11. (15. Februar 2005)



Und das an der Fasnacht: Zürcher moderiert Basler Radio!

BASEL. - Der Basler Lokalsender "Radio Basilisk" lässt während den drei Fasnachtstagen die Morgensendung ausgerechnet von einem Zürcher moderieren: Andreas Meier (32), regulärererweise Moderater und Musikchef bei "Radio 24".

OnlineReports: Herr Meier, Radio Basilisk hat Sie als waschechten Ziircher während der Fasnacht als Morgen-Moderator engagiert. Haben Sie einige Konfetti abgekriegt?

Andreas Meier: Ja jetzt eben, als ich zur OnlineReports-Redaktion kam. Ich kam aber bisher nie einem Waggis unter die Räder, der mir angesehen hätte, dass ich aus Zürich komme.

OnlineReports: In Basel werden Konfetti "Räppli" genannt...

Meier: 1:0 für Sie.

OnlineReports: Haben Sie das Medienhaus am Fischmärt problemlos gefunden?

Meier: Jawohl, völlig zweifelsfrei - dank dem Taxifahrer.

OnlineReports: Welche Themen moderieren Sie während den vier Morgenstunden?

Meier: Ich schiesse vor allem gegen die Zürcher, weil das den Baslern gefällt. Ich sprach mit Zürcher Promis, so mit Frank Baumann, "Miss Schweiz" Fiona Hefti. Morgen kommt Roger Schawinski dran. Ich griff Zürich-kritische Fragen wie Fussball oder Stadion-Neubau auf. Am Montag hatte ich den Initianten des "Züri Carneval" ...

OnlineReports: ... wie bitte? ...

Meier: ...ja, das heisst so, im Interview. Der gab zu, dass die Basler bezüglich Fasnacht um einiges besser sind als die Zürcher.

OnlineReports: Nicht nur bezüglich Fasnacht.

Meier: Das ist Ansichtssache. Ich will gar nicht vergleichen, wer besser ist. Basel ist einfach ein grosse Kulturstadt, Zürich ist eine Party-Stadt mit der grössten Clubdichte Europas und eine Medienstadt.

OnlineReports: Wie waren die Reaktionen des Publikums?

Meier: Ich ging davon aus, dass die Reaktionen mehrheitlich schlecht oder gar vernichtend seien. Mit dieser Einstellung kam ich nach Basel. Doch 70 bis 80 Prozent der Reaktionen waren positiv. Die "positiven" wussten gar nicht, dass es so sympathische Züricher gibt. Die "negativen" finden es jenseitig, dass sich ein Zürcher an den drei Heiligen Basler Tagen erlaubt, auf dem grössten Sender der Region zu moderieren. Es gab Mails und Telefonanrufe.

OnlineReports: Haben Sie sich auch richtig ins Fasnachtsgetümmel gewagt?

Meier: Wenn ich nicht auf Sendung bin, bin ich an der Fasnacht. Ich war gestern Abend in einigen Cliquenkellern, hörte Schnitzelbänke und machte Tonbandaufnahmen für die nächste Morgensendung. Die Bänke waren sehr gut und kreativ, ebenso die Helgen. Diese Basler Fasnacht ist einfach 100-prozentig von der ersten bis zur letzen Sekunde.

OnlineReports: Vor unserem Fenster hören wir eben ein Schyssdräggziigli. Was empfinden Sie dabei?

Meier: Ich denke immer an meine Grossmutter zurück, die in Basel aufgewachsen ist, die aber längst schon Zürcher Dialekt spricht, weil sie in Zürich wohnt. Gestern rief sie mich an und bat, ich soll ihr Schnitzelbänke heimbringen.

OnlineReports: Mit welchem Erfahrungsgewinn kehren Sie am Mittwochabend nach Ziiri zurück?

Meier: Dass der Krieg zwischen Basel und Zürich nicht so schlimm ist, wie beide Seiten meinen. Wenn Basel aufhörte, immer gegen Zürich zu schiessen, und Zürich nicht so arrogant täte, dann wäre alles nur halb so schlimm. Aber das Leben wäre ohne diesen Krieg nur halb so spannend. (15. Februar 2005)



Liberale: Mit "Koalitionsvertrag" aus bürgerlicher Krise

BASEL. - Neue Töne schlagen die Basler Liberalen an: Mit einem "Koalitionsvertrag" mit Freisinnigen und Christdemokraten wollen sie aus der bürgerlichen Krise heraus finden und in vier Jahren wieder eine Mehrheit in Regierung und Parlament erringen. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Mitteilung hervor.

Inhaltlich ist die Substanz der Verlautbarung allerdings noch dünn und unkonkret. Es heisst bloss, die neuen Machtverhältnisse in der Basler Exekutive und Legislative machten "eine stärkere Koordination der bürgerlichen Kräfte notwendig, damit vorhandene Ressourcen effizient eingesetzt werden können". Ziel der drei bürgerlichen Parteien müsse es sein, "möglichst viele Elemente einer glaubwürdigen und konsequenten bürgerlichen Politik durchzusetzen". Mit welchen Instrumenten und Absprachen dieses Ziel erreicht wird, macht die Mitteilung der Liberalen nicht plausibel. Hingegen beansprucht die Partei mit ihrer Offensive, das Heft in die Hand nehmen zu wollen. So will wie die Parteispitzen von CVP und FDP "zu Gesprächen über die Bildung einer bürgerlichen Allianz einladen".

Unabhängig von der Form der Zusammenarbeit werde es "absolut unerlässlich sein, in wesentlichen Themenbereichen der Politik vorausschauen Gemeinsamkeiten in Inhalt und Vorgehensweise zu erarbeiten, diese Arbeit nach aussen erkennbar zu machen und auch gemeinsam zu kommunizieren". Letztlich müssten die bürgerlichen Kräfte auf einen "Koalitionsvertrag" hinarbeiten. Dies bedeute "keineswegs, dass die drei Parteien in ihrer Individualität und ihrer Autonomie geschwächt werden, sondern, dass die Einwohnerschaft dieses Kantons erkennen kann, wofür wir kämpfen". Im Rahmen der trilateralen Gespräche werde "auch die Frage zu diskutieren sein, inwiefern weitere Partner eingebunden werden können und sollen".

Eine differenzierte Reaktion löste die Ankündigung einer "Koalition" bei SP-Kantonalpräsident und Grossrat Beat Jans aus: "Diese Zusammenarbeit mach Sinn. Sie wird aber nur fruchten, wenn die bürgerliche Koalition im Rat geschlossen auftritt und sich klar von der SVP abgrenzt. Beides wäre neu. Ich bezweifle, dass sie das schafft." (14. Februar 2005)

  > ECHO

"SP, Gründe und SVP stimmen häufig gemeinsam"

SP-Präsident Beat Jans verdrängt, dass SP, Grüne und SVP immer öfter gemeinsam stimmen - zuletzt anlässlich von Frau Fetzens Abwahl aus dem Bankrat.

Patric C. Friedlin
Basel



Brand in Hundesporthütte: Ursache unklar

MÜNCHENSTEIN. - Durch einen Brand arg in Mitleidenschaft gezogen wurde in der Nacht auf heute Montag im Gebiet "Obere Au" in Münchenstein eine Hundesporthütte. Ein angrenzender Geräteschuppen, in dem diverses Material gelagert wurde, brannte komplett nieder. Der Sachschaden lässt sich noch nicht beziffern. Verletzt wurde niemand. Die Meldung, wonach die Hütte im Vollbrand stehe, war bei der Polizei um 2.34 Uhr eingegangen. Die Brandursache ist noch unbekannt. (14. Februar 2005)



Kalt-nasse Druggedde, aber keine Probleme am Morgestraich

BASEL. - Leichter Schneefall herrschte heute Montagmorgen um 4 Uhr in der Basler Innenstadt, als bei nasser Witterung mit dem Kommando der Tambourmajoren "Morgestraich vorwärts marsch" die dreitägige Fasnacht mit einem archaischen Marsch-Gemisch aktiver Trommler und Pfeifer begann. Der Auftakt zu den "drey scheenschte Dääg" mit seinen Zehntausenden von Aktiven sowie Besucherinnen und Besuchern stellte die Polizei vor keinerlei Probleme. Zwar kam es laut Polizeiangaben da und dort trotz der misslichen Wetterverhältnisse zu einer veritablen Druggedde, zu keinem Zeitpunkt hätten sich gefährliche Situationen entwickelt. Nach dem Morgestraich wurden vier Larven bei der Polizei als "verschwunden" gemeldet. Unmittelbar vor dem Start zur Fasnacht musste die Polizei 16 Autos (Vorjahr 19) abschleppen und 161 Velos (Vorjahr 179) entfernen lassen, die trotz schon lange vorher signalisierten Parkverbotes während der Fasnacht in der Innenstadt dort abgestellt worden waren. (14. Februar 2005)



Junger Mann im Nachtigallenwäldeli überfallen

BASEL. - Überfallen und beraubt wurde heute Montagmorgen um 2 Uhr ein 20-jähriger Mann unterhalb des Basler Hallenbades Rialto im Nachtigallenwäldeli. Während er telefonierte, wurde er unvermittelt von hinten angegriffen. Ein Täter hielt ihm den Mund zu, bevor er von ihm zu Boden gestossen wurde. Dort erhielt er von zwei Tätern Fusstritte in den Oberkörper und wurde aufgefordert, ihnen das Handy sowie Bargeld auszuhändigen. Aufgrund dieses massiven Angriffes händigte der Geschädigte den beiden Räubern sein Mobiltelefon sowie 50 Franken Bargeld aus, worauf die Täter in Richtung Zoo-Parkplatz flüchteten. Das Opfer begab sich nach dem Überfall zur nahe gelegenen "Kuppel", von wo aus die Polizei verständigt wurde. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndungsaktion konnten die beiden Täter bis zur Stunde nicht gefasst werden.

• Gesucht: Unbekannter, ca. 18 Jahre alt, ca. 180 cm gross, trug eine dunkle Bomberjacke mit weissem Schriftzug auf dem Rücken, dunkle Jeanshosen (Hip Hop-Style), Schildmütze, schwarze Handschuhe.
Der Täter sprach gebrochen Deutsch und dürfte gemäss Angaben des Opfers aus der Balkanregion stammen. Vom zweiten Täter bestehen keine brauchbaren Signalementsangaben. Angaben: 061 267 71 11. (14. Februar 2005)



5,2 Promille: Betrunkener randalierte auf Intensivstation

BASEL. - Bewusstlos wurde heute Sonntagmorgen um 3.45 Uhr ein betrunkener 40-jähriger Marokkaner in Basel in der Freien Strasse aufgefunden. Durch die aufgebotene Sanität wurde er ins Spital eingeliefert. Die Blutanalyse ergab einen Alkoholwert von 5,22 Promille. Als er sein Bewusstsein wieder erlangte riss er sich die Infusionen weg und schlug wild um sich. Die alarmierte Polizei musste mit angemessener Gewalt den Patienten ruhig stellen, damit seine Wunden behandelt werden konnten. Zur Weiterbehandlung wurde der Mann anschliessend in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. (13. Februar 2005)



Fasnachtlaternen der «Rhygwäggi» zerschnitten

BASEL. - Unglaublicher Vandalenakt einen Tag vor dem "Morgestraich": Die Fasnachtsclique «Rhygwäggi» stellte gestern Samstag kurz nach 16 Uhr die Laternen des Stamms, der Jungen Garde und der Alten Garde beim St. Johanns-Schulhaus an der Spitalstrasse ab. Heute Sonntagmorgen gegen 11 Uhr musste festgestellt werden, dass sämtliche drei Laternen böswillig beschädigt wurden. Die unbekannten Täter hatten die Leinwände der Fasnachtslaternen zerschnitten, wobei mit hoher Wahrscheinlichkeit zerbrochene Bierflaschen für diese Sachbeschädigungen verwendet wurden. Allein der materielle Schaden beläuft sich nach Angaben der Cliquen-Verantwortlichen auf etwa 12'000 Franken, wobei jetzt in einer "Feuerwehraktion" versucht wird, den Schaden einigermassen zu beheben. Angaben: 061 267 71 11. (13. Februar 2005)



Betrunkener kollidierte mit Trottoirrand: Verletzt

AESCH. - Mit Verletzungen ins Spital eingewiesen werden musste gestern Samstagabend in Aesch ein alkoholisierter Rollerfahrer nach einem Selbstunfall. Der Lenker fuhr kurz vor 21 Uhr auf der Dornacherstrasse Richtung Aesch Dorf, als er mit dem Trottoirrand kollidierte und kam zu Fall. Beim Sturz zog er sich Verletzungen zu. Der Alkoholtest ergab einen Wert von über 2,5 Gewichtspromille. Zudem war der Fahrer nicht im Besitze eines gültigen Führerausweises. (13. Februar 2005)



Kollision mit fünf parkierten Personenwagen

MUTTENZ. - Folgenreich verlief das Ausweichmanöver eines 23-jährigen Automobilisten gestern Freitagabend kurz vor 23 Uhr in Muttenz, als er auf der Hofackerstrasse Richtung Bahnhof SBB fuhr. Auf der Höhe der Liegenschaft Nummer 31 musste er gemäss seinen Angaben "einem Tier ausweichen", worauf er das Steuer nach rechts riss und dadurch die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Dadurch kollidierte er mit insgesamt fünf parkierten Fahrzeugen, die ineinander geschoben wurden, und der Briefkastenanlage eines Mehrfamilienhauses. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch Sachschaden von mehreren tausend Franken. Der Alkoholtest am Unfallverursacher verlief negativ. (12. Februar 2005)



Fassadenlift gekippt: Arbeiter erlitt Verletzungen

BASEL. - Eine Baufirma war heute Freitagmorgen gegen 11 Uhr an der Basler Birsigstrasse 119 mit Bau- und Dacharbeiten beschäftigt. Nach Abschluss der Arbeiten begannen die Arbeiter, den Fassadenlift zu deinstallieren und zogen vorerst den Leiterteil ein. Zuletzt musste der Restteil seitlich geschwenkt werden, damit der gesamte Lift auf dem Fahrgestell hätte verstaut werden können. Dabei geriet der Lift in Schräglage, bekam das Übergewicht und stürzte auf die Strasse. Bei diesem Unfall zog sich ein Arbeiter leichtere Armverletzungen zu; ausserdem wurden zwei Fahrzeuge durch den Aufprall beschädigt. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar. (11. Februar 2005)



Hakenkreuze im "14"er-Tram: Drei Festnahmen

BASEL. - Rasch geklärt werden konnte heute Freitagmorgen nach 6 Uhr eine massive Sachbeschädigung in einem Tram der Linie "14" zwischen den Stationen "Greifengasse" und "Messeplatz". Im Tram konnte laut Angaben der Staatsanwaltschaft festgestellt werden, dass mit Messer Sitzbänke aufgeschlitzt und an einer Scheibe ein Hakenkreuz eingeritzt wurden. Dank einer sofortigen Fahndungsaktion konnten bei der Verzweigung Riehenring/Maulbeerstrasse drei junge Schweizer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren festgenommen werden. Sie werden dringend verdächtigt, die Sachbeschädigungen im BVB-Tramzug begangen zu haben. (11. Februar 2005)



Franz Ammann: Belohnung auf 10'000 Franken erhöht

SISSACH. - Die Polizei Basel-Landschaft hat heute Freitag die auf den flüchtigen ex-SD-Landrat Franz Ammann ausgesetzte Belohnung von 5'000 auf 10'000 Franken erhöht. Die bisherige Suche nach dem Täter - auch mit Hilfe eines Helikopters - verlief erfolglos. (11. Februar 2005)



Aktion gegen Schwarzarbeit: Illegal in der Schweiz

SISSACH. - Bei einer überraschend durchgeführten einstündigen Kontrolle auf einer Grossbaustelle für eine Wohnüberbauung im Raum Sissach wurden gestern Donnerstag die 27 anwesenden Bauarbeiter auf ihren aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Status hin überprüft. Fünf Personen, die keine Ausweise auf sich trugen, wurden zur genauen Abklärung ihrer Identität und wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit vorübergehend angehalten. In einem Fall handelt es sich nach Angaben der Baselbieter Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion um einen Mann, bei dem nicht nur der Tatbestand der Schwarzarbeit vorliegt, sondern der sich zudem illegal in der Schweiz aufhält. Hier wurden die entsprechenden Ermittlungen eingeleitet. (11. Februar 2005)



Viel Polizei und ein paar WEF-Gegner

BASEL. - Eine starke Polizei-Präsenz meldeten OnlineReports gestern Donnerstagabend mehrere Quellen sowohl im Raum Bahnhof wie auch in der Innenstadt. In der City wurden mit Gasmasken ausgerüstete Polizeikräfte gesichtet, am Bahnhof etwa drei Kastenwagen, Polizisten in Kampfanzug und teilweise mit Gewehren ausgerüstet. Polizeisprecher Klaus Mannhart erklärte gegenüber OnlineReports, die Präsenz stehe im Zusammenhang mit neuen Demonstrationen, die WEF-Gegner angekündigt hatten. Es seien jedoch nur sehr wenige Manifestanten präsent gewesen, die Szenerie sei "absolut friedlich". (11. Februar 2005)



Realität im Strassenverkehr: Mobiler Gepäckträger

BASEL. - Einer Basler Polizeipatrouille fiel am gestern Mittwoch kurz vor Mittag am Bankenplatz ein Motorrad auf, dessen Lenker mit einer Art selbstkonstruiertem Anhänger sich seelenruhig durch den dichten Verkehr Richtung Elisabethen schlängelte, wobei er immer wieder fast zu Fall kam. Am Klosterberg konnte der Töffahrer gestoppt werden, wobei der "Anhänger" das Motorrad überholte, bis er in den Seilen hing. Der 24-jährige Motorradfahrer, der weder im Besitz eines Führer- noch eines Lernfahrausweises war, parkierte auf Geheiss der Polizei das Motorrad und setzte seine Fahrt per Tram fort. Seinen Anhänger nahm er dabei mit. (10. Februar 2005)



Gemeindeverwaltung Riehen: Vignetten-Klau geklärt

RIEHEN. - Der abenteuerliche Klau von Abfall-Vignetten aus der Gemeindeverwaltung Riehen ist geklärt. In der Nacht vom 10. auf den 11. August letzten Jahres brachen unbekannte Täter in die Kanzlei der Gemeinde Riehen ein und öffneten gewaltsam verschlossene Korpusschubladen und stahlen etwa 3'000 Franken Bargeld. In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober wurde die Gemeindekanzlei Riehen erneut von Einbrechern heimgesucht, wobei die Täterschaft nun einen Tresor mitnahm, in dem sich – nebst Bargeld – Abfallvignetten im Wert von nahezu 30'000 Franken befanden. Der mit einer Trennscheibe aufgeschnittene Tresor wurde gleichentags in einem Waldstück bei Muttenz von einem Pilzsammler aufgefunden. Bei beiden Einbrüchen hinterliessen die Täter Fingerabdrücke und DNA-Spuren. Mitte Dezember konnte in Riehen ein 22-jähriger in Basel wohnhafter Portugiese festgenommen werden, als er versuchte, fast 4’000 Abfallvignetten für verschiedene Abfallmengen zu verkaufen. Aufgrund umfangreicher Ermittlungen des Kriminalkommissariates wurde Ende Dezember 2004 ein weiterer in Basel wohnhafter, 27-jähriger portugiesischer Staatsangehöriger festgenommen, der dringend der Mittäterschaft verdächtigt wurde. Die beiden geständigen Männer werden beschuldigt, die zwei Einbruchdiebstähle in die Gemeindeverwaltung Riehen begangen zu haben. Im Zuge weiterer Ermittlungen konnte schliesslich aufgeklärt werden, dass die beiden Tatverdächtigen Ende November einen weiteren Einbruchdiebstahl in eine Autogarage in Augst verübt hatten. (9. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Portugal Schweiz



Streifkollision mit Fahrerflucht im Arisdorftunnel

ARISDORF. - Eine Streifkollision mit Fahrerflucht zwischen einem Lieferwagen und einem Personenwagen ereignete sich heute Mittwochmorgen kurz nach 8 Uhr im Arisdorftunnel auf der Autobahn A2, Fahrtrichtung Basel. Die Lenkerin des Personenwagens wollte einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lieferwagen überholen, als dieser plötzlich auf den linken Fahrstreifen wechselte. Bei dieser seitlichen Kollision wurde der Personenwagen erheblich beschädigt. Die Lenkerin konnte ihr Fahrzeug trotz beschädigtem Vorderrad aus dem Tunnel fahren. Der fehlbare Lenker des Lieferwagens kümmerte sich nicht um den Schaden und fuhr weiter. Der Lieferwagen ist weiss lackiert und hat einen Metallaufbau. Zeugen gesucht. (9. Februar 2005)



Schmuck im Wert von 80'000 Franken gestohlen

PRATTELN. - Bei einem Einbruch in ein Uhren- und Schmuckgeschäft im ersten Stock des Grüssencenters in Pratteln entwendete eine bisher unbekannte Täterschaft letzten Freitagmorgen kurz nach 1 Uhr Schmuck im Gesamtwert von rund 80'000 Franken. Dies gibt die Polizei erst heute Mittwoch bekannt. Die Täterschaft hebelte mehrere Glasvitrinen auf und entwendete daraus Ringe, Colliers, diversen Ohrenschmuck, Armbänder und Broschen. Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken. Die Polizei sucht Zeugen: 061 926 35 35. (9. Februar 2005)



Pfarreidienst beherbergte illegale Aufenthalter

BASEL. - Bei der Fahndung nach Drogendealern nahm die Basler Polizei gestern Dienstagabend in einer Wohnung des Sozialdienstes der Pfarrei St. Joseph an der Markgräflerstrasse 75 auf eine Gruppe von neun Schwarzafrikaner fest, die sich illegal hier aufhält. Die Pfarrei-Verantwortlichen müssen mit einer Verzeigung rechnen.

Im Rahmen der Massnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels vor allem im Kleinbasel bemerkte eine Zivilpatrouille der Polizei einen Schwarzafrikaner, der beim Erasmusplatz die Nähe mehrerer Drogenabhängiger suchte. Er konnte sich vorerst einer Personenkontrolle entziehen, wurde aber von einer weiteren Polizeipatrouille entdeckt, als er Richtung Markgräflerstrasse rannte, dort am Haus Nr.15 die Sonnerie betätigte und lauthals Einlass begehrte. Der inzwischen eingetroffenen Polizei verweigerte der Mann jegliche Auskunft.

Da aber laut Polizeiangaben naheliegend war, dass der Mann in die einzige Wohnung im 1. Stock wollte, wo sich mittlerweile weitere Schwarzafrikaner am Fenster der „WG San Giuseppe“ zeigten, kontrollierte die Polizei diese Wohnung und entdeckte dort insgesamt neun Personen. Es handelt sich dabei um acht Männer und eine Frau im Alter zwischen 16 und 29 Jahren, die sich illegal in der Schweiz aufhalten oder mit einem Nichteintretensentscheid anderen Kantonen zugewiesen sind. Sie wurden festgenommen und den für sie zuständigen Kantonen zugeführt.

Die Festgenommenen hielten sich mit Wissen des für die Wohnung verantwortlichen Sozialdienstes der Kirchgemeinde St. Joseph dort auf. Eine im Laufe der Kontrolle erschienene Sozialarbeiterin erklärte, sie wisse um den illegalen Status der angetroffenen Personen. Wie Polizei-Sprecher Klaus Mannhart gegenüber OnlineReports erklärte, ist auch die Beherbung von Ausländern mit illegalem Aufenthalts-Status strafbar: "Es gibt auch eine Verzeigung gegen die Verantwortlichen der Pfarrei." (9. Februar 2005)

Aktualisierung



Regio-Info Palmrain: 40'000. Anfrage

VILLAGE-NEUF. - Ihre 40'000. Anfrage seit Eröffnung der Einrichtung im Jahre 1993 hat gestern Dienstag die Informations- und Beratungsstelle "Infobest Palmrain" bearbeitet. Frau Karin Daum-Culhaci, Grenzgängerin in der Schweiz aus Weil am Rhein, war gekommen, um Fragen zur grenzüberschreitenden Krankenversicherung zu stellen. Christoph Blum als Schweizer Vertreter des Infobest-Team überreichte der überraschten Kundin einen Blumenstrauss und einen Dreiländereck-Führer "Oasen am Oberrhein" als Jubiläumsgeschenk. (9. Februar 2005)



Raser kollidierte mit Signalmast: Vier Verletzte

BASEL. - Vier zum Teil schwer Verletzte forderte gestern Dienstagabend um 21.50 Uhr ein Selbstunfall in Basel. Ein türkischer Personenwagenlenker fuhr von der St. Jakobs-Strasse her die Brüglingerstrasse aufwärts in Richtung Dreispitz. In der Kurve, kurz vor der Einmündung in den Duggingerhof, verlor er infolge massiv überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte nach rechts in einen Signalmast. Dabei zogen sich alle vier Fahrzeuginsassen zum Teil schwerste Verletzungen zu. Sie wurden ins Kantonsspital Bruderholz übergeführt. Am Personenwagen entstand Totalschaden. Die Schadenhöhe liegt bei 30'000 Franken. Die Brüglingerstrasse musste in beiden Richtungen während zweieinhalb Stunden total gesperrt werden. Insgesamt standen 30 Mitarbeiter der Rettungskräfte im Einsatz. (9. Februar 2005)



Stromausfall im Gundeldinger Quartier

BASEL. - Zu einem Stromunterbruch von eineinviertel Stunden kam es heute Mittag im Basler Gundeldinger Quartier. Um 11.55 Uhr führte das Auslösen eines Leistungsschalters in der Bezirksstation Dreispitz zu einem Stromunterbruch im Versorgungsnetz im Bereich Gundeldingen/Dreispitz. Grund für den Unterbruch war ein defektes Leitungskabel im Abschnitt zwischen den Trafostationen Dornacherstrasse 300 und Thiersteinerallee 71. Vom Unterbruch betroffen waren laut Angaben der Industriellen Werke Basel (IWB) gegen 1'000 Kundinnen und Kunden und zwar in folgendem Gebiet: zwischen der Gundeldingerstrasse ab Ingelsteinweg bis Laufenstrasse und der Dornacherstrasse ab Liesbergerstrasse bis Delsbergerallee, ausserdem Teile der Fürstensteinerstrasse. Die IWB-Pikettdienste waren sofort vor Ort und konnten das defekte Kabel rasch lokalisieren sowie Umschaltungen vornehmen, um die Versorgung der betroffenen Gebiete mit Strom wieder sicherzustellen. Um 13.13 Uhr waren alle Kundinnen und Kunden wieder mit Strom versorgt. Die Reparatur des defekten Kabels erfolgt in den nächsten Tagen, noch vor der Fasnacht. (8. Februar 2005)



Tödlicher 10-Meter-Sturz von Baum

BINNINGEN. - Ein schwerer Arbeitsunfall ereignete sich heute Dienstagvormittag um 8.45 Uhr an der Blumenstrasse in Binningen. Ein 47-jähriger Mann war mit Baumschneidearbeiten an einer Birke beschäftigt. Als ein Ast brach, stürzte der Mann rund zehn Meter in die Tiefe und einen Betonboden. Er musste mit schweren Verletzungen ins Spital überführt werden, wo er seinen Verletzungen erlag. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand von weiteren Abklärungen. (8. Februar 2005)



Wieder Feuer an Autos gelegt

THERWIL. - Vier Personenwagen gingen in der Nacht auf letzten Samstag nach vier Uhr morgens in Therwil in Flammen auf. Zunächst brannte an der Austrasse 17 sowie an der Oberwilerstrasse 39 je ein Personenwagen, zwei Minuten später wurden die andere Autobrände gemeldet. An zwei Fahrzeugen entstand Totalschaden, zwei weitere Fahrzeuge wurden stark beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizeiangaben auf mindestens mehrere 10'000 Franken. Neben den Fahrzeugen und Gartenmöbeln wurden auch noch zwei Wohngebäude in Mitleidenschaft gezogen. Auf Grund der bisherigen Erkenntnisse geht die Polizei davon aus, dass in sämtlichen Fällen mutwillig Feuer gelegt wurde. Von der möglichen Täterschaft fehlt jede Spur. Die Polizei sucht Zeugen: 061 926 35 35.

Gemäss der Polizei ist "es ist nun das dritte Mal innert rund fünf Monaten, dass es in Therwil in diesem Stil gebrannt hat". In der Nacht auf 19. September 2004 brannte es an der Teichstrasse. Beschädigt wurden damals ebenfalls ein Personenwagen und ein Roller sowie zusätzlich ein Container. In der Nacht auf 16. Januar dieses Jahres brannten an der Teichstrasse ein Personenwagen und ein Roller komplett aus. (8. Februar 2005)



Fahrlässiger Radfahrer schwer verletzt

BASEL. - Weil er mehrfach gegen elementarste Verkehrsregeln verstiess, wurde ein Radfahrer heute Mittag um 12 Uhr auf dem Morgartenring in Basel angefahren und schwer verletzt. Der Velofahrer fuhr von Allschwil her auf dem Trottoir durch die Allschwilerstrasse in Richtung Basel und wollte den Morgartenring trotz Rotlicht auf dem Fussgängerstreifen überqueren. Er übersah dabei einen korrekt von links heranfahrenden Personenwagen und wurde von diesem frontal erfasst. Bei der heftigen Kollison zog sich der Velofahrer schwerste Verletzungen zu und musste in die Notfallstation des Bruderholzspitals eingewiesen werden. (7. Februar 2005)



Gewaltausbrüche an der Fasnacht: Ein Polizist verletzt

REINACH. - Mehrere Gewalt-Eskalationen überschatteten das Fasnachts-Wochenende in der Gemeinde Reinach. Dabei wurde ein Polizist verletzt.

Am Samtagabend gegen 23 Uhr kam es zu Schlägereien, Raufereien und Sachbeschädigungen im Gebiet des Dorfzentrums. In sämtlichen Fällen waren die Betroffenen zum Teil massiv alkoholisiert. Polizeipatrouillen konnten zunächst immer wieder schlichten. Am Sonntagmorgen kurz vor 1 Uhr wurde an der Wielandstrasse ein Geschäft geschlossen, das laut Polizeiangaben "über die Gasse massenweise alkoholische Getränke verkaufte". Unweit davon war schon zuvor ein Cliquenkeller geschlossen worden, nachdem es auch dort zu Problemen gekommen war.

Wiederholt verbal belästigt oder angepöbelt wurden dabei Mitarbeitende der Polizei Basel-Landschaft. Kurz vor 2 Uhr eskalierte die Situation. Nachdem die Polizei wegen einer weiteren Schlägerei an die Hauptstrasse gerufen worden war, wurde eine Person in Gewahrsam genommen und in den Patrouillenwagen gesetzt. In der Folge regte sich Widerstand gegen die Polizei und ein Mann trat gegen das Polizeiauto. Beim Versuch, diese Person zu behändigen, kam es zu einem Handgemenge mit vier bis fünf weiteren Personen und einem tätlichen Angriff gegen einen Polizisten. Der Polizist musste sich in Spitalpflege begeben: Er erlitt einen Fingerbruch, eine Prellung der Wirbelsäule sowie weitere Prellungen und ist zumindest für eine Woche arbeitsunfähig.

Der Täter, ein 39-jähriger Schweizer, mit 1,55 Promille massiv alkoholisiert, wurde abgeführt. Er wurde wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte angezeigt und wird sich dereinst dafür verantworten müssen. Da bei diesem Handgemenge noch weitere, der Polizei bisher nicht bekannte Personen beteiligt waren, sind Zeugen gesucht: 061 926 35 35. Neben diesem 39-jährigen Mann wurden noch zwei Männer - ebenfalls Schweizer - im Alter von 22 und 23 Jahren mitgenommen, vorgenommene Alkoholtests ergaben Werte von 1,55 respektive 1,65 Promille. Gegen 3.30 Uhr beruhigte sich das Geschehen zunehmend. (7. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Schweiz Schweiz



Beizen-Gesetz: Party brachte 100 Abstimmungskuverts

BASEL. - Gut 100 Abstimmungskuverts zum Basler Gastwirtschaftsgesetz brachte die Abstimmungs-Party zusammen, die gestern Samstagabend im "Sommercasino" auf Initiative von "Kulturstadt Jetzt" stattfand. An der Party nahmen rund 250 Personen und 60 Gäste teil. "Aufgrund des Ferienbeginns" habe sich der "Zustrom zwar in Grenzen" gehalten. Dennoch könne der Anlass "als Erfolg" gewertet werden, schreiben die Veranstalter. "Kulturstadt Jetzt" setzt sich für eine Ablehnung des Basler Beizen-Gesetzes und gegen die Wiedereinführung einer Polizeistunde ein. (6. Februar 2005)



Imam-Ausbildung an Basler Uni: Schon ab Windersemester?

BASEL. - Schon kommendes Wintersemester soll die Basler Universität eine Imam-Ausbildung anbieten. Entsprechende Aussagen machte laut SonntagsZeitung Elsayed Elsahed, Direktor der "Islamischen Religionspädagogischen Akademie" (Ipra) in Wien. Laut dem Islamwissenschafter verfüge er über "Zusagen von potenziellen Sponsoren" eines Lehrstuhls an der Basler Alma Mater. Es handle sich um "seriöse Stiftungen, die auch anderswo in Europa tätig sind". Einen weiteren Spender habe er ablehnen müssen, weil er politische und dogmatische Bedingungen an den Geldfluss geknüpft habe. Elsahed geht von einem Startkapital von drei Millionen Euro aus. Allerdings müsse "noch einiges geklärt werden, bevor es losgehen kann", zitiert die SonntagsZeitung die Basler Uni-Sprecherin Maria Schoch Thomann. So sei immer noch unklar, an welcher Fakultät die Imam-Ausbildung angesiedelt würde. (6. Februar 2005)

  > ECHO

"Motion zur Imam-Ausbildung ist hängig"

Noch in der letzten Legislatur habe ich eine Motion betreffend Imam-Ausbildung eingereicht. Sie verlangt, dass die Universität Basel als vorgesehener Ausbildungsort nur mit solchen Hochschulen zusammenarbeiten darf, die die Menschenrechte respektieren. Vorgesehen waren Ghom und Kairo. Die Motion wird in der nächsten Grossratssitzung behandelt.

Alexandra Nogawa
Schweizerische Bürgerpartei
Basel



WWF gegen Verlängerung der Wasserfallen-Bahn

REIGOLDSWIL. - Der WWF Region Basel spricht sich gegen die geplante Verlängerung der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen - vorangetrieben von Präsidentin Heidi Tschopp (Bild Mitte) um 800 Meter bis auf den Vogelberg aus. Dagegen befürwortet er eine Erneuerung der bestehenden Strecke. Die Gondelbahn, anerkennt der WWF, stelle "ein wichtiges Angebot für den regionalen Ausflugstourismus dar". Sie sei zudem mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen. Das Wasserfallen-Gebiet sei allerdings im "Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung" aufgenommen, womit "der hervorragende, national bedeutsame Charakter ausgewiesen ist". Es verdient damit eine ungeschmälerte Erhaltung oder jedenfalls die grösstmögliche Schonung. Zudem sei die Wasserfallen Landschaftsschutzgebiet und botanisch und zoologisch unter anderem mit den verschiedenen Naturschutzgebieten von grossem Interesse. Die Infrastrukturbauten einer verlängerten Bahn würden nach WWF-Meinung "das unverbaute und unzerschnittene Landschaftsbild und den naturräumliche Charakter massiv beeinträchtigen, und die erhoffte zusätzliche Nutzung könnte eine Beeinträchtigung des Erholungswertes wie auch eine Störung der Natur bedeuten". Zudem wäre in Reigoldswil und den Gemeinden des Anfahrtsbereichs mit zusätzlichem Individualverkehr zu rechnen. (6. Februar 2005)



Einzelhandel zieht Pelzprodukte aus China zurück

ZÜRICH. - Nachdem der Schweizer Tierschutz (STS) diese Woche an einer Medienkonferenz über die unhaltbaren Zustände in chinesischen Pelzzuchten informiert und der "Kassensturz" die Bilder über die brutale Tötung der Pelztiere ausgestrahlt hat, reagiert nun der Einzelhandel.

Sowohl "Vögele Mode" wie "Jelmoli" haben die entsprechenden Kleidungsstücke sofort aus ihren Regalen genommen. "Jelmoli" teilt auf Nachfrage von OnlineReports mit: "Der Beitrag im 'Kassensturz' hat uns bestürzt und wir haben unverzüglich das Gespräch mit 'Boss' aufgenommen. Wir nehmen diesen Beitrag auch zum Anlass, mit weiteren Konfektionslieferanten das Gespräch zu suchen und werden künftig hartnäckiger auf die Einhaltung der Bestimmungen und gesetzlichen Auflagen bestehen." Das Unternehmen sei sich der hohen ethischen und moralischen Verantwortung bewusst.

Der STS will noch einen Schritt weitergehen und plant, ein Label "Pelz-frei" für Kunstpelze zu schaffen. Er lädt die Konfektions- und Versandhäuser ein, sich an diesem neuen Label zu beteiligen. Mit seiner Volksinitiative "für einen zeitgemässen Tierschutz", die letztes Jahr eingereicht wurde, fordert der STS, dass nur noch Tiere und tierische Erzeugnisse eingeführt werden dürfen, die dem eidgenössischen Tierschutzgesetz entsprechen. (4. Februar 2005)



Kinderpornografie: 18 Verurteilungen im Baselbiet

LIESTAL. - 18 Personen aus dem Baselbiet hat das Statthalteramt Arlesheim wegen des Besitzes von Kinderpornografie zu bedingten Gefängnisstrafen zwischen 3 und 90 Tagen sowie Bussen zwischen 500 und 25'000 Franken verurteilt. Dies gab Untersuchungsrichter-Stellvertreter Marco Schwarz heute Freitagmorgen bekannt. Zusätzlich seien die Verurteilten angewiesen worden, "sich in eine psychotherapeutische Behandlung zu begeben". 16 Urteile sind rechtskräftig, hängig sind noch zwei Verfahren, in denen gegen die Strafbefehle Einsprache erhoben wurde, und über die dereinst das Gericht entscheiden wird.

Wie Schwarz gegenüber OnlineReports erklärte, sind unter den Verurteilen auch zwei Männer, die zu Beginn der Ermittlungen als Lehrpersonen von Schülern ab 16 Jahren tätig waren. "Jetzt allerdings", so der Ermittler weiter, "sind diese Männer nicht mehr in Lehrberufen tätig".

Bei den Verurteilten handelt es sich ausschliesslich um Männer aus allen sozialen Schichten und jeden Alters. Die Menge der bei ihnen vorgefundenen verbotenen Dateien lag zwischen einigen wenigen Bildern bis hin zu mehreren zehntausend Foto- und Filmdateien. Beim verbotenen Material handelt es sich nicht nur um Kinderpornografie, sondern auch um Sodomie, Gewaltpornografie sowie Bilder und Filme mit Gewaltdarstellungen.

Die Ermittlung waren Teil der gesamtschweizerischen Aktion "Genesis" gegen Kinderpornografie im Internet. Das Statthalteramt Arlesheim führte Verfahren gegen 39 Personen, die verdächtigt wurden, "für den Zugang zu pornografischen Internetseiten Zahlungen via Kreditkarten geleistet und gegebenenfalls dadurch gegen die Strafbestimmungen über den Besitz von verbotener Pornografie, insbesondere Kinderpornografie, verstossen zu haben". Bei Hausdurchsuchungen wurde eine grosse Anzahl an Datenträgern - Festplatten, Disketten, CD-ROMs und DVDs - sichergestellt und beschlagnahmt. In 21 Verfahren konnte eine strafbaren Handlungen nicht nachgewiesen werden, weshalb sie eingestellt wurden. (4. Februar 2005)



Ortspolizist von Fahrerflüchling angefahren und verletzt

ALLSCHWIL. - Ein Allschwiler Ortspolizist wurde gestern Donnerstagabend um 18.35 Uhr auf der Lindenstrasse von einem vorbeifahrenden Auto angefahren und am linken Fuss derart verletzt, dass er vom Sanitätsdienst ins Spital geführt werden musste. Er regelte zum Zeitpunkt des Unfalles den Verkehr anlässlich des Kinderfasnachtsumzuges. Ohne anzuhalten und sich um den Verletzten zu kümmern, fuhr der fehlbare Lenker in Richtung Dorfkern weiter. Gesucht wird in diesem Zusammenhang ein dunkler Personenwagen, Kombi, der Marke Audi, älteres Modell. Hinweise: 061 926 35 35. (4. Februar 2005)



Stromer sollen freiwillig Energie-Förderabgabe entrichten

LIESTAL. - Die Baselbieter Elektrizitätswirtschaft soll einen freiwilligen Beitrag zur Energiewende im Kanton leisten. Diese Forderung erhob der Prattler FDP-Nationalrat und Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, Hans Rudolf Gysin, am Mittwochabend am Rande einer Ökostrom-Veranstaltung in Liestal gegenüber OnlineReports. Mit seinen Äusserungen verleiht Gysin einem nahezu mausetot geglaubten Thema elektrisierende Perspektiven. Vor zwei Wochen war das Projekt einer kantonalen Förderabgabe im Baselbieter Landrat an der Absenz von Mitgliedern der SP, Grünen und CVP sowie am geschlossenen Widerstand von FDP und SVP gescheitert.

Auf Anfrage zeigt sich der Chef der Unterbaselbieter Stromversorgerin EBM, Hans Büttiker, offen für ein freiwilliges Abgabenprojekt. Es sei aber Sache der Politik, bei den Versorgern vorstellig zu werden, sagt Büttiker. Der Chef der Elektra Baselland (EBL), Urs Steiner signalisiert Gesprächsbereitschaft. Indes verweist Steiner auf die neuerlichen Anstrengungen der EBL für Biomasse-Verwertung und Geothermie.

Gysins politische Intervention, wovon er sich einen Konjunkturimpuls für das mittelständische Gewerbe erhofft, ist ebenso frech wie kühn zum aktuellen Zeitpunkt. Frech ist sie, weil Gysin einen inoffiziellen Vorschlag der EBM aufgreift, der dazu gedacht gewesen war, die erwähnte Förderabgabe im vorparlamentarischen Entscheidungsprozess abzublocken. Die EBM ihrerseits - mit der BKW - hatte einen Fonds für Energieeffizienz und Energietechnik im Umfang von einer Million Franken angeboten. Dies war von der zuständigen Regierungsrätin Elsbeth Schneider zurückgewiesen worden zugunsten einer politischen Lösung, die indes scheiterte. (3. Februar 2005)



Handy zurück - aber nur gegen Sex

BASEL. - Heute Donnerstagmorgen gegen 3 Uhr wurde der Einsatzzentrale der Basler Polizei eine Schlägerei zwischen zwei Männern am Spalenring gemeldet. Ein Alarmpikett sauste los, war zwei Minuten später vor Ort und fand nur noch einen Herrn V. vor, der einen etwas lädierten Eindruck machte und lediglich sagte, er habe jetzt sein Natel wieder und die Sache sei erledigt. Die Geschichte, die dahinter steckt: Herr V. hatte am Vortag sein Handy im Tram verloren und den Verlust erst später zu Hause bemerkt. Sie solle mal auf die Nummer des Handys anrufen, vielleicht nehme ja jemand ab, sagte er zu seiner Frau. Auf der Gegenseite meldete sich tatsächlich ein Mann, der das Handy aber nur wieder im Tausch gegen ein Schäferstündchen rausrücken wollte. Frau V. willigte ein, Herr V. versteckte sich, der Finder kam, gab sich zu erkennen, überreichte das Handy, doch - statt zarte Küsschen von Frau V. gab’s die harte Faust des zornigen Gemahls zu spüren, was der temporäre Natel-Besitzer mit einer Pfefferspray-Gegenoffensive beantwortete. Darauf suchte er per Velo das Weite. Von einer Anzeige wollte niemand mehr etwas wissen, weshalb dieser Einsatz laut Polizei unter "erledigt" abgehakt wurde. (3. Februar 2005)



Auto-Lenkerin mit 3 Promille erwischt

BASEL. - Heute Donnerstagmorgen um 5 Uhr bemerkte ein aufmerksamer Basler Zeitungsverträger, wie eine Automobilistin ihr Gefährt mitten auf der Kreuzung Mittlere Strasse / Friedensgasse anhielt, Licht und Motor abstellte, ausstieg und zu Fuss ihres Weges ging. Da die Dame dabei leichte Geh-Schwierigkeiten hatte, was nicht auf ungeeignetes Schuhwerk hätte zurückgeführt werden können, rief der Zeitungsmann die Polizei. Diese war flugs zur Stelle, stellte das Auto zur Seite und machte sich auf die Suche nach dessen Lenkerin. Jene war bald gefunden und wurde zum Atemlufttest gebeten. Fazit: Gut 3,0 Promille. Kein Wunder, konnte die Dame nicht erklären konnte, wieso sie ihren fahrbaren Untersatz auf der Kreuzung parkiert hatte. Den Führerausweis ist sie nun los, und eine Verzeigung wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand folgt so sicher wie auch ein schrecklicher "Kater", hält die Polizei in einer Mitteilung fest. (3. Februar 2005)



Drei Taschendiebinnen in flagranti erwischt

BASEL. - Drei Taschendiebinnen gingen gestern Mittwochmorgen der Basler Polizei ins Netz. Kurz vor 11 Uhr meldete ein Ladendetektiv der Polizei, dass er in einem Verkaufsgeschäft beim Claraplatz drei potenzielle Taschendiebinnen beobachten und nun diese verfolgen würde. Danach betraten drei Tatverdächtige das Warenhaus "Manor" und stiegen kurze Zeit später bei der Haltestelle "Rheingasse" in einen Tramzug ein, wobei sie von den Fahndern observiert wurden. Im Tram konnte festgestellt werden, dass das Kind etwas unter dem Arm versteckt hielt und den anderen zeigen wollte. Daraufhin wurden alle festgenommen. Es stellte sich heraus, dass die Jüngste ein Portemonnaie in der Achselhöhle versteckt hielt, das kurz zuvor einer 76-jährigen Frau gestohlen wurde. Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei bulgarische Staatsangehörige im Alter von 11, 20 und 25 Jahren. Die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariates und der Jugendanwaltschaft sind im Gange. (3. Februar 2005)

Nationalität Täter Nationalität Opfer/Geschädigte
Bulgarien --



Kollision auf "Roseneck"-Kreuzung fordert zwei Verletzte

GELTERKINDEN. - Zwei Leichtverletzte forderte heute Donnerstagmorgen kurz nach 1 Uhr eine Kollision zweier Personenwagen auf der "Roseneck"-Kreuzung in Gelterkinden. Ein 20-jähriger Automobilist fuhr auf der Poststrasse und wollte die Sissacherstrasse Richtung Rickenbach überqueren. Dabei übersah er den Richtung Ormalingen fahrenden Personenwagen und es kam zu einer seitlichen Frontal-Kollision. Durch die Wucht des Aufpralles kippte das eine Fahrzeug um. Zwei Personen zogen sich leichte Verletzungen zu. An den Unfallfahrzeugen entstand grosser Sachschaden. (3. Februar 2005)



Zwei Verletzte nach unvorsichtigem Fahrstreifenwechsel

PRATTELN. - Zu einer seitlichen Kollision kam es gestern Mittwochabend um 19.15 Uhr auf der Autobahn A2 unmittelbar vor der Ausfahrt Liestal in Richtung Bern/Luzern zwischen einem Personenwagen und einem unbekannten Fahrzeug, vermutlich einen Lastwagen oder Anhänger. Als der Unfall auslösende, auf dem rechten Fahrstreifen fahrende Personenwagen ein vor ihm fahrendes Fahrzeug überholen wollte, touchierte er mit dem unbekannten Gefährt, das auf dem mittleren Fahrstreifen fuhr. Der Personenwagen geriet dabei ins Schleudern und kollidierte mit einem weiteren Personenwagen. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt und mussten in Spitalpflege verbracht werden. Angaben über das unbekannte Fahrzeug auf dem mittleren Fahrstreifen: 061 926 35 35. (3. Februar 2005)



Anita Fetz zieht Kandidatur als Bankrätin zurück

BASEL. - Ohrfeige für die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz: Der neu gewählte Basler Grosse Rat verweigerte ihr heute Mittwochnachmittag in zwei Wahlgängen die Wahl in den Bankrat der Basler Kantonalbank (BKB). Von 127 gültigen Stimmzetteln erreichte Fetz in ersten Wahlgang nur 55 Stimmen, im zweiten Wahlgang 56 Stimmen. Danach gab Kantonalpräsident Beat Jans bekannt, dass Fetz ihre Kandidatur für das 13-köpfige BKB-Aufsichtsgremium zurückziehe. Sie habe, um dem Image der Bank nicht zu schaden, davon abgesehen, ihre Wahl "durchzustieren". Jans sprach von einem "Medien-Bashing" gegen die SP-Spitzenpolitikerin. Fetz verlor das Vertrauen der Parlamentsmehrheit, weil sie als Vizepräsidentin des Stiftungsrates von "Pro Facile" mit dem verhafteten Finanzkünstler Dieter Behring zusammen arbeitete und von ihm auch Wahlkampfgelder angenommen hatte. Die Wahl wird nun verschoben, die SP überlegt sich eine alternative Kandidatur.

• In einem Communiqué stellt sich die Basler SP hinter ihre Ständerätin. "Selbst die Bürgerlichen haben im Vorfeld klar gesagt, dass man Anita Fetz zum jetzigen Zeitpunkt keine Verfehlungen vorwerfen kann. Dass sie sie trotzdem fallen gelassen haben, ist ein übles, rückgratloses Spiel. Sie haben Anita Fetz eine billige Retourkutsche für die herbe Niederlage im letztjährigen Ständeratswahlkampf erteilt. Es war wohl auch den Bürgerlichen klar, dass kein Imageschaden für die BKB entstanden wäre, wenn sie Anita Fetz unterstützt hätten. Die Bürgerlichen haben das Spiel gewisser Medien mitgespielt und letztlich akzeptiert, dass Zürcher Redaktionen beeinflussen können, wer im Basler Bankrat sitzt."

Anita Fetz sei zurückgetreten, "weil sie ohne absolute Mehrheit des Grossen Rates nicht Bankrätin sein will" und "keine Belastung für die Basler Kantonalbank darstellen" wolle. Die SP weiter: "Den Entschluss hat Anita Fetz selbst gefällt. Die Fraktion hätte sie auch in einem Dritten Wahlgang portiert. Ihre Chancen waren intakt. Wahrscheinlich wäre sie im Dritten Wahlgang mit relativem Mehr gewählt worden." (2./3. Februar 2005)



Sars-Affäre: Messe Schweiz geht vor Bundesgericht

BASEL. - Die Messe Schweiz unter Generaldirektor René Kamm gelangt wegen des auf Grund einer Initiative der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich getroffenen Sars-Entscheides des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) anlässlich der Uhren- und Schmuckmesse "BaselWorld" 2003 ans Bundesgericht. Dies nachdem das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) die diesbezügliche Beschwerde der Messe Schweiz kurz vor Weihnachten abgelehnt hat. Mit dem Gang nach Lausanne will die Messe Schweiz eine unabhängige Beurteilung des Falles und Rechtssicherheit in wichtigen Grundsatzfragen erlangen.

Mit der umstrittenen Verfügung hatte das BAG am 1. April 2003 ein Arbeitsverbot für rund 400 "BaselWorld"-Aussteller aus den betroffenen Sars-Ländern – mit zirka 3'000 Angestellten, die zu jenem Zeitpunkt bereits in der Schweiz weilten – ausgesprochen.

Die Messe Schweiz hat jetzt entschieden, gegen den Entscheid des EDI beim Bundesgericht in Lausanne Beschwerde einzureichen. Sie ist der Meinung, dass "erst das Bundesgericht als richterliche Instanz eine unabhängige Beurteilung vornehmen und in den mit dem Sars-Entscheid zusammenhängenden wichtigen Grundsatzfragen Rechtssicherheit schaffen kann".

Das EDI stützte seinen Entscheid nach Messe-Meinung "weitestgehend auf die Ausführungen des BAG ab" und ging auf die von der Messe Schweiz vorgebrachten Argumente und Beweismittel praktisch nicht ein. Das von den Gesundheitsbehörden ausgesprochene Arbeitsverbot sei "weltweit beispiellos" gewesen. Es führte zu "für die Messe Schweiz existenzbedrohenden Schadenersatzforderungen in zweistelliger Millionenhöhe". Die Messe Schweiz musste auf Druck der betroffenen Aussteller den Standort Zürich für die "BaselWorld" aufgeben und Investitionen von über 40 Millionen Franken zur Bereitstellung einer für sechs Jahre zur Verfügung stehenden weiteren Messehalle in Basel vornehmen, um die durch den Sars-Entscheid geschädigten Aussteller zurückzugewinnen und die Schadenersatzforderungen abzuwenden. (2. Februar 2005)



"Schällemätteli" wird nicht wieder eröffnet

BASEL. - Das per Ende 2004 geschlossene Vollzugsgefängnis "Schällemätteli" wird nun doch nicht wieder teilweise wiedereröffnet: Um den bestehenden Zellenengpass für kurze Freiheitsstrafen im Kanton Basel-Stadt abzubauen, soll mit Baselland über die Benutzung der Gefängnisse von Sissach und Laufen verhandelt werden. Dies ist Teil eines massnahmenpakets, das die Basler Regierung in ihrer alten Zusammensetzung verabschiedete.

Zur unmittelbaren Vollstreckung aller rechtskräftigen Urteile gehören die "obligatorische" Hinterlegung von U-Abos für notorische Schwarzfahrer durch die Sozialhilfe und die provisorische Erweiterung der Strafanstalt für alternative Vollzugsformen in Klosterfiechten um zwei Wohngruppen für den geschlossenen Vollzug von kurzen Freiheitsstrafen - insbesondere von umgewandelten Bussen, die vermehrte Nutzung der Interkantonalen Strafanstalt Bostadel für baselstädtische Verurteilte mit langen Freiheitsstrafen. Mit der Baselbieter Regierung überdies darüber verhandelt, das ehemalige Gefängnis von Laufen und jenes von Sissach, das gegenwärtig für Ausschaffungshaft genutzt wird, für kurze Haftstrafen zur Verfügung zu stellen.

Zudem will der Basler Regierungsrat "auch das Gespräch mit den Gerichten aufnehmen sowie interne Abklärungen treffen, um die Möglichkeiten zu evaluieren, die Umwandlung von Bussen in Haft zu reduzieren".

Bis vor kurzem standen in den Strafanstalten der Schweiz viele Zellen leer. Das Inkrafttreten des neuen Strafgesetzbuches, das voraussichtlich einen Rückgang der kurzen Freiheitsstrafen zur Folge haben wird, verzögert sich, und die Schweizer Gefängnisse sind heute nahezu ausgebucht. Die Anzahl der Verzeigungen stieg im Jahr 2004 auf ein Rekordhoch von rund 36'000. Die Zahl der Umwandlungen von Bussen in Gefängnisstrafen wuchs von rund 4500 im Jahr 2002 auf rund 7000 im Jahr 2004 an. Zwar können viele dieser Strafen mittels alternativen Vollzugsformen wie Halbgefangenschaft, Abarbeiten von Bussen, Gemeinnützige Arbeit oder Electronic Monitoring verbüsst werden. Trotzdem reicht das bestehende Angebot an Zellen im eigenen Kanton aufgrund der momentanen massiven Bedarfssteigerung zur Zeit nicht aus.

Wie Dominik Lehner, Leiter der Abteilung Freiheitsentzug und Soziale Dienste des Justizdepartements, gegenüber OnlineReports erklärte, habe die Regierung die von ihm vorgeschlagene Variante einer Schällemätteli"-Wiedereröffnung nicht gewünscht. Vielmehr habe sie der - ebenfalls von seiner Abteilung vorgeschlagenen - Variante "Sissach" und "Laufen" den Vorzug gegeben. (2. Februar 2005)



Raffale Klages in Santo Domingo verhaftet

LIESTAL. - Raffaele Klages, Hauptfigur der beiden grossen Betrugsfälle "Cosco" und "Transfer", und Bruder der im Zusammenhang mit der "Basler Justiz-Affäre" bekannt gewordenen Graziella Klages, wurde in Santo Domingo (Dominikanische Republik) verhaftet und heute Dienstag in die Schweiz überführt, wo er eine Gesamtstrafe von sechs Jahren verbüssen muss. Abzüglich der bereits abgesessenen Untersuchungshaft muss Klages noch rund drei Jahre Freiheitsstrafe in der Schweiz absolvieren, wie die Baselbieter Justiz- und Polizeidirektion mitteilt. Aufgrund einer möglichen Entlassung nach zwei Dritteln der Gesamtstrafe, muss Klages noch rund ein Jahr in einem Schweizer Gefängnis verbringen.

Der Betrüger wurde seit dem 25. Februar 2002 via Bundesamt für Justiz mit internationalem Haftbefehl gesucht, weil er die Schweiz nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft am 13. September 2000 mit unbekanntem Ziel verlassen hatte. Anfang Mai 2002 wurde zudem bekannt, dass Klages inzwischen die italienische Staatsbürgerschaft angenommen hatte. Sein italienischer Vater hatte ihn offiziell anerkannt. Raffaele Klages, er heisst nun Raffaele Meloni, lebte als Doppelbürger (Schweiz/ Delémont und Italien) auf Sardinien. Damit entzog sich Raffaele Meloni einer direkten Auslieferung für die Strafvollstreckung in der Schweiz. Weil er nun Italien verlassen hatte, konnte er verhaftet und an die Schweizer Behörden ausgeliefert werden. (1. Februar 2005)



Bäckerei innert weniger Wochen zum zweiten Mal überfallen

BASEL. - Gestern Montagmittag kurz vor 13.30 Uhr betrat eine jüngere Frau die Bäckerei "Hälfeschtei" an der Hammerstrasse im Kleinbasel. Die alleine anwesende Verkäuferin nahm an, dass es sich bei dieser Frau um eine Kundin handelte und schenkte ihr vorerst keine weitere Beachtung, als sich diese beim Getränkeregal aufhielt. Plötzlich eilte diese Frau hinter den Verkaufstresen und bedrohte die Angestellte mit einer Faustfeuerwaffe und verlangte die Herausgabe von Bargeld. Die Überfallene rief nach ihrer Arbeitskollegin, während in der Zwischenzeit die Täterin selbst in die Kasse griff und daraus etwas mehr als 600 Franken raubte. Nach diesem Raubüberfall entfernte sich die Täterin ohne Hast aus dem Laden und ging zu Fuss durch die Hammerstrasse in Richtung Sperrstrasse. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndungsaktion konnte die Täterin bis zur Stunde nicht gefasst werden. Die Bäckerei "Hälfeschtei" wurde bereits am 4. Dezember letzten Jahres von einem männlichen und mit einem Messer bewaffneten Täter überfallen.

• Gesucht: Unbekannte Frau, 20-30 Jahre alt, 155-160 cm gross, schlank, schwarze, glatte, halblange und bis auf die Schultern fallende Haare. Trug dunkle Turnschuhe, eine schwarz-matte Daunenjacke mit Stehkragen (Reissverschluss), dunkelrote, weite Trainerhosen mit einem seitlich angebrachten, weissen Strich und eine schwarze Veloursstoffmütze. Die Täterin sprach hiesigen Dialekt. (1. Februar 2005)



Werner Storer neuer VEW-Fraktionschef

BASEL. - Neuer Präsident der Fraktion "Evangelischer Wählerinnen und Wähler" (VEW) im Basler Grossen Rat ist Werner Stohrer. Dies teilt die Partei heute mit. (1. Februar 2005)



Christine Keller neue Basler SP-Fraktionspräsidentin

BASEL. - Die SP-Fraktion des Basler Grossen Rates wählte als neue Präsidentin einstimmig Christine Keller. Die Juristin und Gerichtsschreiberin gehörte bereits von 1984 bis 1997 dem Grossen Rat an. Nach einem vierjährigen Unterbruch ist sie seit 2001 wieder Mitglied des Kantonsparlaments. (1. Februar 2005)




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