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Aktualitäten Mai 2007

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Auf der Pfalz entdeckt: Leiche im Rhein

BASEL. - Eine im Rhein treibende leblose Person entdeckten heute Sonntagabend gegen 18.45 Uhr Passanten auf der Pfalz in Basel. Sofort wurden alle verfügbaren Boote von Feuerwehr, Polizei und Grenzwache vor Ort beordert. Bereits bei der Mittleren Brücke konnte die Person geortet und ins Boot gezogen werden. Es konnten keine Lebenszeichen mehr festgestellt werden. Beim Toten handelt es sich um einen etwa 70-jährigen Mann. Derzeit wird dessen Identität sowie die genaue Todesursache abgeklärt. (13. Mai 2007)




Schwarzpulver: Landwirt bei Explosion schwer verletzt

MAISPRACH. - Heute, Sonntag 13. Mai 2007, um 09.36 Uhr, wurde ein 42-jähriger Bauer auf einem Hof in Maisprach bei Werkarbeiten schwer verletzt. Er musste durch die Rega ins Spital geflogen werden. Der Landwirt arbeitete mit einer Trennscheibe an einem leeren Behälter, der normalerweise mit Schwarzpulver gefüllt ist. Vermutlich durch die Rückstände kam es zu einer Explosion, durch welche der Mann schwere Verbrennungen und Verletzungen erlitt. Der ebenfalls anwesende 11-jährige Sohn blieb unverletzt. Der genaue Grund, der zur Explosion geführt hat, ist laut Polizeiangaben noch nicht bekannt. Interessant zu wissen wäre, zu welchem Zweck das Schwarzpulver "normalerweise" verwende wurde. (13. Mai 2007)




Betrunkener Lenker fuhr in Abfertigungskabine

BASEL/WEIL. - Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute Sonntag in den frühen Morgenstunden am Grenzübergang Basel-Weil/Autobahn. Kurz nach drei Uhr sah ein Schweizer Grenzwächter, wie sich ein Fahrzeug von Deutschland her dem Grenzübergang näherte. Plötzlich verliess der Kleintransporter die Fahrbahn, überfuhr eine Grünfläche, kollidierte mit einem Fahnenmasten und einem Schildträger. Anschliessend prallte er in eine dahinter stehende unbesetzte Abfertigungskabine der Schweizer Grenzwache, wo er zum Stillstand kam. An der Unfallstelle bot sich ein Bild der Verwüstung. Das Fahrzeug hatte sich in die Kabine gebohrt, über dem Dach lag der umgefahrene Schildträger. Der Weiler Feuerwehr gelang es, den Lenker polnischer Nationalität aus dem zerstörten Fahrzeug zu bergen. Der Unfallverursacher, der im Kopf- und Beinbereich schwere Verletzungen davontrug, wurde nach Lörrach ins Spital gebracht.

Die Autobahn wurde zuerst vollständig und später teilweise gesperrt. Nach Ende der Bergungsarbeiten kurz nach sechs Uhr konnte der Grenzübergang wieder normal befahren werden. Erste Abklärungen der deutschen Behörden ergaben, dass der über 50jährige Lenker zum Unfallzeitpunkt stark alkoholisiert war. Am Unfallfahrzeug entstand Totalschaden. Der Schaden an der Schweizer Grenzanlage dürfte in die Zehntausende Franken gehen. (13. Mai 2007)




Einbruch misslungen: Tatverdächtiger verhaftet

BASEL. - Erfolglos endete heute Sonntagmorgen kurz nach 3 Uhr ein Eibruchsversuch am Shop der "Shell"-Tankstelle an der Hüningerstrasse in Basel. Nachdem der Täter offenbar zuerst erfolglos mit einer Holzlatte eine Scheibe einschlagen wollte, nahm er sich bei einer nahe gelegenen Baustelle eine Signalstange und rammte diese in das Fenster. Dabei ging die Scheibe zwar zu Bruch, doch in den Shop einsteigen konnte der Täter dennoch nicht. Danach flüchtete der Einbrecher in Richtung Voltaplatz, wo er von der inzwischen alarmierten Polizei festgenommen werden konnte. Bei Festgenommenen handelt es sich um einen 27-jährigen Türken, welcher dringend verdächtigt wird, diesen Einbruchversuch begangen zu haben. (13. Mai 2007)

Herkunft vermuteter Täter >>> Erklärung Nationalität Opfer/Geschädigte
Türkei




Rentnerin (76) bei Raubversuch verletzt

BASEL. - Gestern Samstagabend gegen 19.30 Uhr spazierte eine 76-jährigeRentnerin zusammen mit ihrer Bekannten durch den Kohlenberg. Dabei näherte sich von hinten eine Frau und versuchte, der Rentnerin die Handtasche zu entreissen. Da das Opfer den Tragriemen der Tasche um das Handgelenk gewickelt hatte, stürzte es und zog sich dabei Verletzungen an Schulter und Becken zu, so dass es in die Notfallstation des Universitätsspitals eingeliefert werden wusste. Die Täterin flüchtete und liess das Diebesgut am Tatort zurück. Im Rahmen einer Fahndungsaktion konnte eine 39-jährige Schweizerin festgenommen werden, die dringend der Tat verdächtigt wird. (13. Mai 2007)

Herkunft vermuteter Täter >>> Erklärung Nationalität Opfer/Geschädigte
Schweiz




Mehrfach-Kollision mit zwei Verletzten auf der A2

AUGST. - Eine Kollision zwischen drei Personenwagen und einem Reisecar ereignete sich heute Freitagabend um 17:15 Uhr auf der Autobahn A2 unmittelbar vor der Verzweigung A2/A3 bei Augst. Ein in Richtung Bern/Luzern fahrender Personenwagen kollidierte seitlich mit einem in gleicher Richtung fahrenden Reisecar, der mit 27 Fahrgästen besetzt war. Dadurch kam der Personenwagen ins Schleudern und prallte heftig in zwei weitere, Richtung Zürich fahrende Personenwagen. Eine Car-Insassin kam zu Fall, als sie sich zum Zeitpunkt der Kollision gerade zur Toilette begeben wollte. Sie zog sich dabei Verletzungen zu und musste ins Spital eingeliefert werden. Eine Insassin eines der in Richtung Zürich fahrenden Personenwagen wurde durch den Unfall ebenfalls verletzt. Zwei Personenwagen mussten abgeschleppt werden. Der Reisecar konnte seine Fahrt nach der Unfallaufnahme fortsetzen. Durch den Verkehrsunfall entstanden in Richtung Bern/Luzern/Zürich während etwa 1.5 Stunden Verkehrsbehinderungen mit einem entsprechenden Fahrzeugrückstau. (11. Mai 2007)




Fuss unter umgekipptem Bagger eingeklemmt

LUPSINGEN. - Bei Gartenarbeiten am Rebenweg in Lupsingen ereignete sich heute Freitagmorgen gege 9.45 Uhr ein Arbeitsunfall, bei dem ein Mann verletzt wurde. Ein 50-jähriger Baggerführer war in einem Garten mit dem Abreissen von kleinen Mauern beschäftigt, als der Bagger plötzlich umkippte. Unter dem ungekippten Bagger wurde der Fuss eines 45-jährigen Arbeiters eingeklemmt. Seine Kollegen konnten den Betroffenen relativ schnell aus seiner misslichen Lage befreien. Dennoch musste er ins Spital eingewiesen werden. (11. Mai 2007)




Roche eröffnet Biotech-Zentrum in Basel

BASEL. - Ein neues Biotechnologie-Produktionszentrum hat der Pharmakonzern Roche heute Freitagmorgen in Basel eingeweiht. In diesem von den Architekten Herzog & de Meuron entworfenen Bau wird das von Roche als vielversprechend eingestufte Krebsmedikament Avastin hergestellt. Der heutigen Feier erwiesen auch Bundesrat Pascal Couchepin und die Basler Regierungsrätin Barbara Schneider ihre Referenz. Der Neubau bekräftigt nach Roche-Darstellung Basel als "strategischen Schlüssel-Standort". Laut Matthias Baltisberger, dem Leiter von Roche Basel, werden mit dem neuen Produktionszentrum 170 neue Arbeitsplätze für hochqualifizierte Mitarbeitende geschaffen. (11. Mai 2007)




Radfahrer schwer verletzt: Zu unvorsichtig

BIEL-BENKEN. - Bei einer Kollision mit einem Personenwagen wurde gestern Donnerstagabend auf der Verbindungsstrasse von Bättwil nach Biel-Benken ein 15-jähriger Radfahrer schwer verletzt. Der Velofahrer fuhr um 19.25 Uhr von einem Feldweg kommend auf die Flühstrasse im Gemeindegebiet Biel-Benken, ohne genügend auf den Verkehr zu achten. Dabei übersah er einen von rechts heranfahrenden Personenwagen. Der Radfahrer wurde vom Personenwagen erfasst. Mit schweren Verletzungen musste er ins Spital eingewiesen werden. Der 71-jährige Lenker des Personwagens und dessen Mitfahrerin blieben unverletzt. (11. Mai 2007)




Motorfahrzeugkontrolle: Falsche Mahnungen

MÜNCHENSTEIN. - Mehrere tausend unzutreffende Zahlungserinnerungen verschickte die Motorfahrzeugkontrolle Baselland in Füllinsdorf (MFK) vergangenen Dienstag. In einer Medienmitteilung entschuldigt sich die Amtsstelle bei den Betroffenen für die ihnen entstandenen Umtriebe. Seit Dezember 2006 arbeitet die Motorfahrzeugkontrolle mit einem neuen EDV-System namens "cari+". Am Dienstag wurden mit diesem System erstmals Zahlungserinnerungen verschickt. Dabei seien aufgrund eines Programmierungsfehlers zum Teil fehlerhafte Mahnungen in den Versand geraten. Um wieviele Pannen-Exemplare es sind handelt, steht nicht in der Medienmitteilung. MFK-Leiter Pascal Donati sprach gegenüber OnlineReports von 9'500 Exemplaren, die gesamthaft verschickt wurden. Davon seien "vermutlich 2'500 bis 3'500 Exemplare" falsch gewesen. Donati: "Unsere Telefonzentrale lief heiss. Wir hatten etwa 750 Anrufe von Kunden." Die Betroffenen werden in den nächsten Tagen durch die MFK informiert. (11. Mai 2007)




Lehrling durch Flachdach-Element schwer verletzt

MAISPRACH. - Bei einem Arbeitsunfall in einer Holzbau-Firma in Maisprach wurde heute Donnerstagmorgen ein 20-jähriger Lehrling schwer verletzt. Der Lehrling war zusammen mit einem weiteren Arbeiter damit beschäftigt, ein Flachdach-Element aus Holz für den Transport vorzubereiten. Dabei wurde das 10,5 Meter lange, 2,5 Meter breite und 1700 Kilogramm schwere Element mittels eines Krans rund 1,7 Meter in die Höhe gehoben. Aus noch nicht restlos geklärten Gründen löste sich plötzlich eine der Halterungsgurten und das Element fiel zu Boden. Der an einer Stirnseite leicht unter dem Element stehende Lehrling wurde dabei erfasst und schwer verletzt. Mit schweren Rückenverletzungen musste er ins Spital geflogen werden. (10. Mai 2007)




Autofahrer attackierte zwei Radfahrende

MÜNCHENSTEIN. - Zwei Velofahrende wurden gestern Mittwochmorgen in Münchenstien von einem unbekannten Autolenker gefährdet, so dass sie zu Boden stürzten. Eine 13-jährige Velofahrerin fuhr auf der Heiligholzstrasse in Richtung Emil Frey-Strasse. Als sie sich bei der Einmündung in die Pumpwerkstrasse befand, kam ihr ein unbekannter blauer Personenwagen entgegen und bog so knapp mit hoher Geschwindigkeit vor ihr in die Pumpewerkstrasse, dass sie nach links ausweichen musste, mit ihrer rechten Körperseite gegen das Fahrzeug prallte und zu Boden stürzte.

Als sie wieder aufgestanden war, sah sie an der Wartelinie der Pumpwerkstrasse/Heiligholzstrasse ein weiteres am Boden liegendes Fahrrad sowie einen Velofahrer, der einem blauen Auto nachrief. Eine Automobilistin in einem schwarzen Fahrzeug hielt an, kümmerte sich kurz um das Mädchen, das sich am Kopf leicht verletzte, und setzte danach ihre Fahrt fort. Die Polizei sucht Zeugen. (10. Mai 2007)




Mladen Petric nach Jochbein-Bruch operiert

BASEL. - Neues Verletzungspech für FCB-Star Mladen Petric: In einem Kopfballduell brach sich der Offensivspieler am 9. Mai 2007 im Meisterschaftsspiel in Schaffhausen das rechte Jochbein. Petric wurde am Tag danach in der Basler Universitätsklinik für Kieferchirurgie operiert. Wie lange er ausfällt und wann er - allenfalls mit einer Gesichtsschutzmaske - wieder spielen kann, wird erst der Heilungsprozess in den Tagen nach dem Eingriff zeigen. Petric hatte sich am 14. März im Cupspiel gegen den FC Aarau eine Überdehnung des vorderen Syndesmosebandes am linken Fussknöchel zugezogen. Nach der dadurch bedingten Verletzungspause konnte er erst wieder drei Partien in der Meisterschaft und einen Kurzeinsatz im Cupspiel in Wil bestreiten. (10. Mai 2007)




Einbrecher auf der Flucht erwischt

BASEL. - Einen Einbrecher erwischte die Polizei heute Donnerstagmorgen am Basler Wettsteinplatz. Gegen 4.45 Uhr meldete eine Passantin, dass bei einer Liegenschaft offensichtlich Diebesgut zum Abtransport bereitgestellt worden sei. Die Polizei fand auf dem Trottoir zunächst ein Fahrrad, zwei alte Gewehre und einen Computer. Zudem stand das Fenster einer dort domizilierten Firma offen. Gleichzeitig wurde der Polizei gemeldet, dass Scheibengeklirr gehört wurde und dass eine unbekannte Person über das Dach flüchte. Das betreffende Gebiet wurde sofort abgeriegelt. Kurz darauf konnte bei der Verzweigung Wettsteinallee/Rheinfelderstrasse ein Flüchtender entdeckt werden, der über eine Gartenmauer kletterte und sich so der Festnahme zu entziehen versuchte. Zusammen mit einem Hundeführer durchsuchte die Polizei den Garten, wo sie den Tatverdächtigen, ein 35-jähriger Ungare, hinter einem Gartenhäuschen stellen konnte. (10. Mai 2007)




Peter Holinger auf dem Weg zur Landrats-Spitze

LIESTAL. - Der Liestaler SVP-Landrat Peter Holinger (55) ist auf dem Weg zum Landrats-Präsidenten: Seine Fraktion nominierte ihn als Vizepräsidenten des Parlaments für das Amtsjahr 2008/2009. Die Wahl sollte an der Landratssitzung vom 2. Juli erfolgen. Wenn alles rund läuft, dürfte Holinger ein Jahr später zum Präsidenten gewählt werden. Der begeisterte Hobbyfussballer und Bergsteiger führt einen Installateur-KMU in Liestal. Der Vater von drei Kindern ist seit 1995 Mitglied des Landrates. Seit 2003 ist er Präsident der Bau- und Planungskommision. Er gehörte dem Liestaler Einwohnerrat (1988 bis 1990) und dem Liestaler Stadtrat (1990 bis 1998) an. Holinger ist auch Mitglied des Oberrheinrates und zudem Präsident der "Vereinigung für eine starke Region Basel/Nordwestschweiz". (9. Mai 2007)




Hochwasserschutz: Sparmassnahmen "nicht akzeptabel"

ALLSCHWIL. - Der bewilligte Kredit für den Allschwiler Hochwasserschutz Mühlitäli reicht nicht aus: Die Kosten würden um 1,5 Millionen Franken höher ausfallen und rund 9 Millionen Franken betragen. Laut einer Medienmitteilung des Allschwiler Gemeinderates will die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion die Mehrkosten mit Sparmassnahmen beim Amphibienschutz und dem Verzicht auf den Schutzdamm Lützelbach kompensiert werden. Diese Sparmassnahmen, so der Gemeinderat weiter seien "nicht akzeptabel". (9. Mai 2007)




Spitex-Finanzierungslücke: Carlo Conti beruhigt

BASEL. - Die Sorgen der Basler Spitex-Leitung um eine Finanzierungslücke im Millionenhöhe ab kommendem Jahr sind unbegründet: Dies ist das Fazit eines Statements, das der Basler Gesundheitsdirektor Carlo Conti heute Mittwochnachmittag im Grossen Rat abgab. Anlass war eine Interpellation der grünen Grossrätin Beatrice Alder, die sich nach der künftigen Finanzierung des Spitex-Angebots erkundigte.

Conti führte aus, die Regierung habe bei der Spitex Basel im Zusammenhang mit der Umsetzung des Neuen Finanzausgleichs die Möglichkeit einer Finanzierungslücke "nie auch nur in Erwägung gezogen". Vielmehr sei der Spitex Basel in Vorgesprächen mit der zuständigen Abteilung Langzeitpflege "stets versichert" worden, "dass sich das Gesundheitsdepartement für die Übernahme der ab 2008 wegfallenden Bundesbeiträge mit Nachdruck einsetzen wird".

Dabei geht es um einen Betrag von 5,6 Millionen Franken. Diese Absicht sei auch von ihm selbst an verschiedenen öffentlichen Auftritten, zuletzt am Spitex-Forum vom 22. März 2007, "ausdrücklich bekräftigt" worden, sagte Conti vor dem Grossen Rat. Die von der Regierung zugestandenen Mittel "werden dazu dienen, die offenbar befürchtete Finanzierungslücke bei der Spitex Basel gar nicht erst entstehen zu lassen", stellte der Gesundheitsdirektor klar. Er präzisierte zudem, dass die anstehenden Verhandlungen über die Umsetzung des Neuen Finanzausgleichs bei Spitex Basel nur das kommende Jahr betreffen. Für die Jahre 2009 bis 2013 werde ein neuer Subventionsvertrag auszuhandeln sein. Es dürfe davon ausgegangen werden, "dass das Funktionieren der geriatrischen Behandlungskette und darin enthalten die für das Funktionieren unentbehrlichen Spitex-Leistungen durch den Kanton Basel-Stadt auch in den kommenden Jahren bedarfsgerecht weiter geführt werden".

Conti lobte Spitex Basel schliesslich als eine "für den Kanton Basel-Stadt eine wichtige und geschätzte Partnerin": Sie erfülle in der Gesundheitsversorgung "seit vielen Jahren eine unverzichtbare Rolle". Insbesondere die gesamtschweizerisch beispielhafte geriatrische Behandlungskette in Basel-Stadt und das darin formulierte Ziel, alten Menschen möglichst lange das selbstständige Leben zu Hause zu ermöglichen, würde ohne die Spitex Basel nicht funktionieren.

Die Interpellantin bedankte sich für das klare Statement Contis und erklärte sich rundum befriedigt. (9. Mai 2007)




Basel-Stadt investiert 22,8 Millionen in Bio-Kraftwerke

BASEL. - Der Kanton Basel-Stadt steigt im grossen Stil in Bio-Energie ein: Der Grosse Rat bewilligte heute Mittwochmorgen mit grossem Mehr gegen zwei Stimmen einen Rahmenkredit von 22,8 Millionen Franken als 50-Prozent-Beteiligung an der Biopower Nordwestschweiz AG. Das Unternehmen, das schon die Biogas-Vergärungsanlage in Pratteln betreibt, will in der Region - auch im Kanton Basel-Stadt - mehrere solcher Anlagen realisieren. Der gesprochene Kredit erstreckt sich auf zwei Etappen für die Jahre 2006 bis 2012.

Die starke Mehrheit des Grossen Rates zeigte angesichts des Klimawandels Sympathien für die Investition. Umstritten war die Forderung der vorberatenden Umwelt-, Energie- und Verkehrskommission, dass sich die IWB nur an Biokraftwerken beteiligen dürfen, "bei denen durch ein entsprechendes Qualitätsmanagement sichergestellt ist, dass keine oder nur vernachlässigbar kleine Mengen an Biomasse mit genveränderten DNA-Strukturen entgegengenommen werden". Die FDP, unterstützt von CVP, SVP und den Liberalen, verlangte die Streichung dieses Absatzes, unterlag aber mit 60 zu 53 Stimmen. Bürgerliche Sprecher meldeten auch Unbehagen gegenüber dem Prinzip eines Rahmenkredits an, mit dem das Parlament seine Mitsprachemöglichkeit aus der Hand gebe. Keine Chance hatte ein Antrag von DSP und SVP, die Vorlage an die Regierung zurückzuweisen.

Baudirektorin Barbara Schneider bedankte sich für die mehrheitliche Unterstützung und versprach, das Konzept der 2'500 dezentralen Kompostieranlagen werde beibehalten. Auch wies sie den Vorwurf von sich, Basel müsse erst ein Abfallkonzept erarbeiten. Schon vor einigen Jahren habe der Grosse Rat einen "Abfallbericht" verabschiedet. Basel-Stadt verfüge bezüglich der Abfallverwertung im Vergleich über ein "hohes Bewusstsein". (9. Mai 2007)

  > ECHO

"Eine erfolgreiche DNA-Kontrolle ist ja wohl ein Witz"
s
Wahrscheinlich eine kluge Investition, die aber umgehend durch ideologische Mätzchen wieder eingeschränkt wird. Jedenfalls kann man nun wohl vergessen, in dieser teueren Anlage organische Haushaltabfälle zu entsorgen, denn eine erfolgreiche Kontrolle der DNA von eingehenden Abfällen ist ja wohl ein Witz! Selbst die lückenlose Kontrolle von landwirtschaftlichen Abfällen dürfte entweder unmöglich, oder aber unbezahlbar sein.
 
Wann realisieren diese Super-Ideologen endlich, dass sie laufend Vorschriften, Gesetze und sonstige Einschränkungen erlassen, die entweder nicht durchzusetzen sind oder aber letztlich zu extrem teueren Massnahmen führen? Das in einem Kanton, der seine Polizei nicht mal mehr bedarfgerecht ausrüsten und bezahlen kann, aber für solche Mätzchen offenbar über unbeschränkte Mittel verfügt? Es ist doch einfach lächerlich!

Peter Waldner
Basel




Basler Regierungen verzichten auf VIP-Tickets

BASEL. - Nach der heftigen öffentlichen Kritik verzichten die Regierung beider Basel auf den Kauf der schamlos teuren VIP-Tickets zu Spielen an der Fussball-Europameisterschaft in Basel vom Sommer kommenden Jahres. Dies beschloss der bikantonale "Lenkungsausschuss Euro 08 Basel", nachdem der delikate Plan gestern offenbar in den Regierungen kritisch diskutiert worden war.

Vorangegangen seien umfangreiche Abklärungen betreffend der Nachfrage nach diesen so genannten Hospitality-Tickets innerhalb der Host City Basel. Der Lenkungsausschuss, geleitet von vom Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann (Präsident) und seinem Baselbieter Amtskollegen Urs Wüthrich (Vizepräsident), hat die Projektleitung nun beauftragt, Vorschläge für Empfänge von für die Region wichtigen Persönlichkeiten auszuarbeiten. Dies unter Einbezug des Kontingents an gewöhnlichen Tickets, das die Host City Basel gemäss Vertrag mit der Uefa insbesondere für die EM-Spiele im St. Jakob-Park erhält.

Die Uefa/Euro 2008 SA hatte ihren Host Cities, Sponsoren und Stadienbetreiber ein Vorkaufsrecht auf die VIP-Tickets zu 3'000 Franken unterbreitet, bevor diese in den öffentlichen Verkauf gelangen. Diese Billets beinhalten unter anderem eine Eintrittskarte der ersten Kategorie, exklusive Verpflegung rund um das Spiel und einen Parkplatz-Pass. Es hat sich aufgrund der Debatte "gezeigt, dass die hohen Preise hinderlich sind, den ursprünglichen Zweck zu erreichen, bei wichtigen Persönlichkeiten Sympathie für die Region zu schaffen oder eine Einladung als Dank für grosszügige Unterstützung der Gemeinwesen zu verstehen". (9. Mai 2007)

  > ECHO

"Bitte, liebe Regierungsräte, ordentlich Salz drauf"

Think big, Mr. Eymann und Mr. Wüthrich. Wie Guido Wemans vorschlägt, sollte man auch im Bereich der Kosten in Blatters Dimensionen denken. Die von der Uefa als "Dank für die grosszügige Unterstützung" angebotene Einladung dankend annehmen und zwar in Form einer "kleinen" Rechung für all die "unbedeutenden Umtriebe" die die Gemeinwesen wegen der Euro 08 haben. Und bitte, liebe Regierungsräte, nicht kleinlich sein, sondern ordentlich Salz drauf, schliesslich zeigen uns Fifa und Uefa, wie das geht. Die Steuerzahler werdens danken.

Daniel Kobell
Basel



"Nach Sepp Blatters Messlatte sind diese Tickets doch günstig"

Was für eine kleinliche Gesinnung von Regierungsrat Christoph Eymann! Da denkt Fifa-Präsident Sepp Blatter halt doch viel grosszügiger, weltmännischer. Er pflegt ja schliesslich auch in Luxusherbergen 12'000 Franken für eine Nacht hinzublättern. Gemessen daran ist das VIP-Ticket direkt zum Dumpingpreis zu haben, kostet es doch nur einen Viertel einer Blattnerschen Hotelübernachtung. Auf uns gewöhnliche Sterbliche bezogen: Ein Viertel von 300 Franken - für ein Vier-Sterne-Hotel in Basel - sind 75 Franken. Das ist, im Verhältnis gesehen, doch ein attraktiver Preis für ein EM-Spiel. Und auf das Verhältnis kommt es schliesslich an. Und da hat Sepp Blatter seine eigene Messlatte. Think big, Mr. Eymann!

Guido Wemans
Himmelried




Neues Internet-Angebot für Lesebehinderte und Blinde

BASEL. - Für lesebehinderte und blinde Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bietet der Kanton Basel-Stadt ab sofort die Abstimmungserläuterungen des Regierungsrates kostenlos als sogenannte Hörzeitschrift an. Die Hörzeitschrift wird in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte im international anerkannten DAISY-Format produziert, wie die Basler Staatskanzlei mitteilte. (9. Mai 2007)




Solar-Katamaran in New York angekommen

NEW YORK. - Der solarbetriebene Katamaran "sun21" und seine Crew haben es geschafft: Heute Dienstagabend um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit (15 Uhr Lokalzeit) erreichte das umweltfreundliche Gefährt, das am 16. Oktober letzten Jahres im Basel gestartet war, den Hafen von New York, wie die Projektträgerschaft "transatlantic" bestätigte. Das Boot legte auf seiner Reise über den Atlantik 13'000 Kilometer zurück, "ohne einen Tropfen Treibstoff zu verbrauchen", wie es in einer Medienmitteilung stolz heisst. Ziel der Atlantik-Überquerung war es, die Anwendbarkeit von Booten auf offener See zu beweisen, die mit erneuerbarer Energie angetrieben werden. Die breite Anwendung dieser Technologie soll "die Schifffahrts- und Boots-Industrie verändern und zur Schonung unserer Wasserwege und der natürlichen Ressourcen beitragen".

Der solarbetriebene Katamaran verliess Kontinentaleuropa am 3. Dezember 2006 vom spanischen Chipiona aus. Am 2. Februar erreichte er Martinique in der Karibik. Die Reise auf offener See wurde bis nach Miami fortgesetzt, von wo aus das Boot im Februar und März 2007 der amerikanischen Küste entlang bis nach New York weiterreiste. Während der Atlantik-Überquerung vom europäischen Festland bis nach Martinique produzierte die "sun21" rund 2'000 Kilowattstunden Solarenergie im Wert von 1'280 US-Dollar.

Die Kat-Reise wurde von "transatlantic21" finanziert. Der Verein schenkt das Solarboot nach den Aktivitäten in New York dem WWF Adena Madrid, wo es als Forschungsschiff eingesetzt werden soll. Die "sun21" bleibt noch bis zum 16. Mai dieses Jahres in New York.

Wurde die Besatzung letzten Herbst an der Basler Schifflände von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey verabschiedet, gratulierte heute Energieminister Moritz Leuenberger zur erfolgreichen Fahrt und Ankunft in der North Cove Marina von Manhattan. Leuenberger lobte die Crew in seinem Brief als "Botschafter für hoffnungsvolle neue Wege und für die Fantasie und Kraft, diese bis zum Ziel zu erkunden und für andre gangbar zu machen". (8. Mai 2007)




Benzinfresser-Piloten stärker zur Kasse gebeten

BASEL. - Im Kanton Basel-Stadt müssen sich Lenker von benzinfressenden Motorfahrzeugen auf höhere Rechnungen gefasst machen: Die Regierung beantragt dem Grossen Rat, eine Motion des Sozialdemokraten Beat Jans zu überweisen. Darin wird die Exekutive eingeladen, ein progressives System der emissions- und verbrauchsabhängigen Motorfahrzeugsteuer durch ein aufkommensneutrales Bonus-Malus-System vorzuschlagen, das im Jahr 2009 in Kraft gesetzt werden könnte. Dem Parlament sei "spätestens im Januar 2008" ein Vorschlag zu unterbreiten. Die bis anhin praktizierte Besteuerung von Hubraum werde den Anforderungen der Umwelt nicht mehr gereicht.

Die Regierung beurteilt das Ziel der Motion "grundsätzlich positiv". Auf Bundesebene seien starke Bestrebungen vorhanden, eine schweizerische Datenbasis zu schaffen, die Lösungen im Sinne der Motion Jans erlauben würden. Es sei denkbar, dass eine solche Basis den Kantonen bereits im kommenden Jahr zur Verfügung gestellt werde, so dass per 1. Januar 2009 eine Änderung der Motorfahrzeugsteuern im angestrebten Sinne vorgenommen werden könnte. Es sei aber ebenso möglich, "dass dieses Unterfangen noch längere Zeit in Anspruch nimmt". Regierungsrat und Verwaltung sollten die notwendige Zeit haben, "um entweder die harmonisierte Bundeslösung zu übernehmen oder eine zahlenmässig korrekte Grundlage zu schaffen und danach ein machbares und kostenmässig vertretbares Vorgehen vorzuschlagen". Zudem, so die Regierung weiter, wäre eine Koordination mit dem Kanton Basel-Land wünschenswert. Deshalb wird dem Grossen Rat beantragt, die Motion ohne den formulierten Fristteil zu überweisen.

Die Motion wurde auch von Vertretern bürgerlicher Parteien unterschrieben - so von Baschi Dürr (FDP), Annemarie von Bidder, Heinrich Überwasser und Christoph Wydler (EVP) sowie André Weissen, Oswald Inglin und Stephan Gassmann (CVP). (8. Mai 2007)

  > ECHO

"Umweltschutz geht uns alle etwas an"

Sie schreiben in Ihrem Artikel, dass auch bürgerliche Politiker die Motion Beat Jans für ein progressives System der emissions- und verbrauchsabhängigen Motorfahrzeugsteuer unterschrieben haben. Das "auch" hört sich so an, als ob die bürgerlichen Politikerinnen und Politiker sonst die grossen Benzinfresser unterstützen würden. Dies ist definitiv nicht der Fall: Umweltschutz geht uns alle etwas an, deshalb ist es nichts als logisch, dass auch bürgerliche Exponenten diese begrüssenswerte Motion unterstützen.

Emmanuel Ullmann
Grossrat FDP / Jungfreisinnige
Basel




Rheinbord: Mit Piktogrammen gegen Abfallsünder

BASEL. - Die Attraktivität des Rheinbords soll gesteigert werden: Der Kanton Basel-Stadt lanciert eine Plakatkampagne, um das Littering am Rhein einzudämmen, wie das Justizdepartement heute Dienstag bekanntgab. Mit leicht verständlichen Piktogrammen (Bild) wird die Bevölkerung aufmerksam gemacht, grundsätzliche Verhaltensregeln im öffentlichen Raum zu respektieren und einzuhalten. Zusätzlich zur Kampagne findet eine Informationsveranstaltung für die Anwohnerinnen und Anwohner statt. Die Plakate werden ab 9. Mai bis im Herbst 2007 aufgestellt. Das Massnahmenpaket schnüren das Justiz-, das Bau- und das Sicherheitsdepartement.

Im Oberen Kleinbasel werden sich die Mobile Jugendarbeit Basel und der Jugendtreff "Sekundenzeiger" laut einer Medienmitteilung "verstärkt um eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung der Jugendlichen kümmern". Dazu gehöre unter anderem das Fussballprojekt "buntkicktgut", das bereits im vergangenen Jahr Hunderte von Jugendliche für Fussballturniere gewinnen konnte. Zudem werde die Polizei zwischen Frühjahr und Sommer "verstärkt auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen beim Verkauf von Alkohol achten und allfällige Verstösse anzeigen". (8. Mai 2007)




Alle Verfahren gegen Ex-Itag-Besitzer eingestellt

BASEL. - Die Basler Staatsanwaltschaft hat drei Strafverfahren gegen Fritz Schuhmacher und Konrad Annasohn, die früheren Besitzer der Basler Treuhand- und Vermögensverwaltungsfirma Itag AG eingestellt. Dies geht aus einer Medienmitteilung von heute Dienstagmorgen hervor.

Den beiden damaligen Itag-Inhabern war im einen Verfahren vorgeworfen worden, sie hätten im Jahr 1997 widerrechtlich und ohne dass die Eigentümer davon wussten Kundenguthaben in Höhe von mehreren Millionen Franken an die UBS verpfändet, um mit einem Kredit von drei Millionen Franken ein 20-Prozent-Paket am Basler Radiosender "Radio Basilisk" zu kaufen. Die Ermittlungen haben laut der Staatsanwaltschaft "indessen ergeben, dass kein Straftatbestand erfüllt wurde, weil die Kreditsumme während der ganzen Laufzeit des Darlehens zu jeder Zeit in ausreichendem Ausmass durch ungebundene eigene Mittel der Itag bei der kreditgebenden Bank gedeckt war".

Ebenfalls eingestellt wurden zwei weitere Verfahren, die eine Begünstigte der Gerstenhauer Stiftung gegen Schuhmacher und Annasohn angestrengt hatte. Sie wurden beschuldigt, die Stiftung für eigene Zwecke missbraucht zu haben. Dies habe "nicht nachgewiesen" werden können, schreibt die Staatsanwaltschaft, "und die Ermittlungen haben gezeigt, dass der Wille der Gründer der Stiftung stets respektiert worden ist". Der weitere Vorwurf, aus dem gebundenen Vermögen der Stiftung seien Aktien statuenwidrig verkauft worden, habe "widerlegt" werden können. Die Ermittlungen bezüglich weiterer Sachverhalte, die Geschäftsbeziehungen der ehemaligen Verwaltungsräte mit der Stiftung bzw. einer dieser gehörenden Immobiliengesellschaft betreffen, hätten "ebenfalls zum Ergebnis geführt, dass kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachzuweisen ist". Deshalb sei das Verfahren eingestellt worden.

Um Anklage zu erheben, müssten die Verdachtsmomente "hinreichend" sein, erklärte der ermittelnde Staatsanwalt Hans-Jörg Kundert gegenüber OnlineReports: "Es reichte aber knapp nicht für ein 'hinreichend'." Zwar sind nach Auffassung der Staatsanwaltschaft keine Straftaten begangen worden - in jeder Hinsicht sauber waren die damaligen Praktiken der Itag-Chefs nicht, wie das Communiqué der Ermittler ("vereinzelt Fehler") erkennen lässt. Deshalb wurden Schuhmacher und Annasohn die Verfahrenskosten auferlegt. Zahlen wollte Staatsanwalt Kundert gegenüber OnlineReports keine nennen. Sie könnten sich aber gemäss Gebührenordnung für jeden der Angeschuldigten auf eine Grössenordnung von gut und gern 30'000 Franken belaufen.

In einer ebenfalls heute Dienstagmorgen veröffentlichten Erklärung räumen Schuhmacher und Annasohn für die bei der Firmengruppe, den Mitarbeitenden und den Kunden entstandene Verunsicherung "in aller Form". Damit verbunden sei die Hoffnung, "dass nun wieder Ruhe einkehrt". Ob so schnell Ruhe einkehrt, ist jedoch fraglich: Der Kläger im "Basilisk"-Fall erklärte gegenüber OnlineReports, er werde "aus heutiger Sicht" gegen den Einstellungs-Beschluss appellieren: "Es stimmt nicht, dass keine Kunden zu Schaden kamen. Verpfändet wurden nicht eigene Wertschriften, sondern Bargeld, das auf einem Divers-Konto lag und nicht verzinst wurde."

In der Affäre um die Firma Itag war es am 19. Dezember letzten Jahres zu einer Verurteilung gekommen: Peter Pegoraro, der frühere Leiter der Tochterfirma Itag Vermögensverwaltung AG, wurde vom Strafgericht wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung zu 18 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Pegoraro akzeptierte das Urteil. (8. Mai 2007)




Basler Grüne wollen Stimm- und Wahlrecht "16"

BASEL. - Der Aufbruch der Glarner Landsgemeinde erfasst auch Basel-Stadt: Die Grüne Grossrätin Loretta Müller reicht eine Motion ein, in der sie die Einführung des Stimm- und Wahlalters ab dem zurückgelegten 16. Altersjahr fordert. Der Text dieses Vorstosses sei an der Fraktionssitzung heute Montagabend bereinigt worden. Der Beschluss, eine solche Motion überhaupt einzureichen, sei jedoch schon "an der letzten Sitzung" gefällt worden, betont Fraktionspräsident Jürg Stöcklin in einem Begleitschreiben heute Abend. Auf Anfrage von OnlineReports präzisierte Stöcklin, "der grundsätzliche Entscheid der Fraktion Grünes Bündnis, eine solche Motion zu lancieren", sei an einer ausserordentlichen Fraktionssitzung am 25. April gefällt worden. Das Gründe Bündnis hoffe aufgrund der Glarner Landsgemeinde, "dass der Vorstoss im Grossen Rat eine breite Unterstützung findet".

Offenbar scheint das Traktandum des Stimm- und Wahlrechtsalters "16" im Kanton Basel-Stadt ein kleines Wettrennen um die politische Vater- bzw. Mutterschaft auszulösen: Schon gestern Sonntag forderten die Basler Jungsozialisten die Einführung des aktive Stimm- und Wahlrechts mit 16 Jahren. Das Grüne Bündnis hat nun als erste Fraktion dieses Anliegen in den Grossen Rat getragen. Auch die Baselbieter Jungsozialisten fordern nun das Stimmrechtsalter 16 im Landkanton. (7. Mai 2007)

  > ECHO

"Das ist doch eine Schuhnummer zu gross"

Bei allem nötigen Respekt vor der erfrischenden Politik der Grünen, aber das Stimm- und Wahlrecht mit 16 ist doch eine Schuhnummer zu gross. Wenn ich sehe, was die normalen 16jährigen Kids (und da spreche ich nicht von seltenen Söhnen und Töchtern mit politisch aktiven Vorfahren) wirklich interessiert, dann könnte man auch einem/einer PrimarschülerIn das Stimmrecht geben: Es hätte denselben Effekt! Wenn ein junger Mensch sich für Politik interessiert, wird er warten können bis 18. Und den 16-Jährigen, die zum grossen Teil noch nicht einmal wissen, von wo in der Schweiz die Gesetze kommen und was eine "Demokratie" ist, (siehe "Schweiz aktuell" vom 7.5.), sollte man anders für die Staatskunde interessieren als mit einem "Stimm- und Wahlrecht-Zückerli".

Daniel Thiriet
Riehen



"Inkonsequente linke Politik"

"Basta"-Grossrätin Müller verlangt mittels einer Motion die Einführung von Stimm- und Wahlrechtsalter 16. Politische Rechte haben auch Pflichten zur Folge. Als 1991 das Stimm- und Wahlrecht von 20 auf 18 Jahre gesenkt wurde, erforderte das Anpassungen im Arbeitsgesetz im Bereich Jugendschutz. Diese Sonderbestimmungen müssten angepasst werden. Die Linke setzt sich für die Senkung des Stimm- und Wahlrechts ein - siehe Motion Müller. Gleichzeitig stellen sich die selben linken Kreise gegen eine Lockerung des Jugendschutzes im Arbeitsgesetz. Einmal mehr manifestiert sich damit eine inkonsequente linke Politik.

Stephan Gassmann
Basel




Gebüsch verdeckte Sicht: Mofa-Lenkerin verletzt

GELTERKINDEN. - Bei einer Kollision mit einem Auto wurde heute Montagnachmittag um 15.30 Uhr in Gelterkinden eine Mofa-Fahrerin verletzt. Eine 63-jährige Autolenkerin fuhr auf der Höhe der Liegenschaft 37 vom Hausplatz auf den Fabrikweg hinaus. Wegen eines Gebüschs sah sie die von links kommende 60-jährige Mofafahrerin zu spät. Diese kollidierte vorne links mit dem stehenden Personenwagen und stürzte zu Boden. Mit einer Knieverletzung musste sie ins Spital überführt werden. (7. Mai 2007)




Besetzte Liegenschaft geräumt: 22 Festnahmen

BASEL. - Nach Ablauf der gesetzten Frist für das freiwillige Verlassen der Liegenschaft Steinengraben 51 hat die Polizei heute Montagmorgen um 10 Uhr das besetzte ehemalige Hotel ("Das Hotel") geräumt. Die Hausbesetzer hatten sich in dem Gebäude verschanzt und den Treppenaufgang mit Bauschutt verbarrikadiert. Die Räumung erfolgte, nachdem die Zentralstelle für staatlichen Liegenschaftsverkehr (ZLV) beim Kriminalkommissariat Strafanzeige gegen die Hausbesetzer eingereicht hatte. In der besetzten Liegenschaft hielten sich noch 19 Personen auf. Sie wurden zuhanden des Kriminalkommissariates und der Jugendanwaltschaft festgenommen. Ebenfalls festgenommen wurden drei Sympathisanten, die einen Polizeioffizier massiv angegriffen hatten. Ansonsten verlief die Räumung der besetzten Liegenschaft ohne Zwischenfälle. Die von zahlreichen Schaulustigen verfolgte Aktion dauerte rund zweieinhalb Stunden. Anschliessend wurden die Eingänge des Gebäudes von Mitarbeitern einer Baufirma zugemauert.

Am frühen Nachmittag verlangte eine Gruppe mit den Hausbesetzern Sympathisierender vor der Bezirkswache West deren sofortige Freilassung. Dabei flogen Knallpetarden, mit Farbe gefüllte Flaschen und andere Wurfgegenstände gegen die Fassade der Polizeiwache. 14 Personen wurden in polizeiliche Gewahrsam genommen. Sie werden sich wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben. (7. Mai 2007)




Schlägerei und Schüsse im Restaurant "Cairo"

BASEL. - Zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe Albanern und Gästen kam es gestern Samstagabend um 23.30 Uhr im Restaurant "Cairo" an der Erlenstrasse 58 in Basel. Im Verlaufe dieser Schlägerei wurden Stühle und Flaschen zertrümmert. Zudem feuerten Männer aus der Albaner-Gruppe mit grosskalibrigen Faustfeuerwaffen mehrere Schüsse in die Decke. Im Verlaufe der Schlägerei erlitten zwei Männer Kopfverletzungen, wobei einer der Verletzten vor Eintreffen der Polizei den Tatort verliess und sich zur Behandlung in die Notfallstation des Universitätsspitals begab. Nach der Auseinandersetzung verliess die Tätergruppe fluchtartig das Lokal. Im Rahmen einer Grossfahndung wurden mehrere Personen im und ausserhalb des Lokals kontrolliert. Zudem wurde der Tatort von der Polizei weiträumig abgesperrt. Ob es zu Festnahmen kam, geht aus der Meldung der Staatsanwaltschaft nicht hervor. (6. Mai 2007)




17-Jähriger auf Spritztour: Unfall mit geklautem Auto

THERWIL. - Er ist 17-jährig, stahl dem Bruder das Auto und verursachte gestern Freitagabend im Therwiler Löwenplatz-Kreisel einen Unfall. Der aus der Türkei stammende Unfallverursacher hatte das Auto mit einem gleichaltrigen Kollegen seinem Bruder entwendet und war von Ettingen her kommend in den Löwenplatz-Kreisel eingebogen, den er nach 20.30 Uhr bei der zweiten Ausfahrt via Oberwilerstrasse wieder verlassen wollte. Wegen überhöhter Geschwindigkeit sowie fehlenden Fahrkenntnissen verlor er die Herrschaft über sein Fahrzeug, fuhr diagonal über die Grünfläche und kollidierte auf der Gegenfahrbahn mit dem Fahrzeug eines korrekt entgegenkommenden 40-jährigen Automobilisten. Eine durch den Unfallverursacher gerammter Beleuchtungspfosten flog zudem durch die Luft und beschädigte ein parkiertes Fahrzeug. Der korrekt fahrende Automobilist und seine Beifahrerin mussten zur Kontrolle ins Spital verbracht werden. Eine beim Kreisel wartende Velofahrerin, die zwar nicht zu Schaden kam, erlitt einen Schock. (5. Mai 2007)

Herkunft vermuteter Täter >>> Erklärung Nationalität Opfer/Geschädigte
Türkei




Drei Verletzte und eine rabiate Unfall-Verursacherin

PRATTELN. - Drei Verletzte und ein grosses Verkehrs-Chaos waren die Folgen eines Verkehrsunfalls gestern Freitagnachmittag kurz vor 16 Uhr auf der Autobahn A2 bei Pratteln. Eine 35-jährige, in der Region wohnhafte Lenkerin eines Personenwagens kollidierte auf der Höhe der Autobahnraststätte Pratteln-Süd heftig mit den linksseitigen Miniguard-Elementen sowie einem holländischen Personenwagen, welcher auf der separat geführten Spur in Richtung Basel fuhr. Dessen Lenker wurde durch die Kollision an der Hand leicht verletzt. Nach dieser Kollision überquerte das Fahrzeug der in Richtung Bern/Luzern fahrenden Lenkerin die ganze Fahrbahn und prallte schliesslich in die rechtsseitigen Leitplanken. Dabei muss ihr Fahrzeug noch einen weiteren Personenwagen touchiert und leicht beschädigt haben.

Durch die Kollision mit den Miniguard-Elementen, dem holländischen Fahrzeug und den Leitplanken zogen sich die Lenkerin und deren zweijähriges Kind Verletzungen zu. An den beteiligten Fahrzeugen und der Autobahneinrichtung entstand beträchtlicher Sachschaden. Beim Eintreffen der Polizei und der Sanität griff die Lenkerin aus noch unbekannten Gründen die Rettungskräfte unvermittelt mit Handschlägen und Fusstritten an. Sie musste überwältigt und arretiert werden, bevor sie mit ihrem Kind ins Spital eingeliefert wurde.

Während der aufwändigen Bergungs- und Rettungsarbeiten musste die A2 in Richtung Bern/Luzern im Bereich der Unfallstelle während drei Stunden für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Raststätte-Süd umgeleitet, was einen langen Fahrzeugrückstau zur Folge hatte. Die Verkehrssituation verschärfte ein französischer Lastwagenlenker zusätzlich: Er missachtete bei der separaten Fahrspur Richtung Basel die mehrfach signalisierte Höchstbreite von 2 Metern und blieb folglich auf der Höhe der Unfallstelle mit seinem Fahrzeug stecken. Die nachfolgenden Fahrzeuge wurden dadurch fast eine Stunde blockiert. Er wurde an das zuständige Statthalteramt verzeigt und musste ein hohes Bussen- und Kostendepositum hinterlegen. (5. Mai 2007)




Diplomatischer Besuch im Oberbaselbiet

SISSACH. - Erhabener Besuch in Sissach: Heute Freitag liess sich Kwabena Baah-Doudu (Bild links), seines Zeichens Botschafter von Ghana zu Bern, mit Gefolgschaft nach Sissach ins Baselbiet chauffieren. Am Steuer seines Mercedes mit dem CD-Schild wirkte Driver George Quartey, der hierzulande in den letzten 29 Jahren zehn ghanesische Botschafter herumführte und die Schweiz besser kennt als so mancher Eidgenosse. Den Weg nach Sissach hat er seit 1992 bereits fünf Spitzendiplomaten aus dem westafrikanischen Land gezeigt. Ambassadeur Baah-Doudou ist der sechste, und so geschah es, dass die Delegation viel zu früh am Zielort eintraf.

Doch der Mann, dem die regelmässigen Pilgerfahrten der Ghanesen nach Sissach zu verdanken sind, weiss mit Überraschungen umzugehen: Hans Buser (73, Bild Mitte), der pensionierte Kaufmann, hat viele Jahre in Afrika gelebt, die etwas andere Zeitauffassung kennen und die afrikanischen Menschen schätzen gelernt. Insbesondere die Ghanesen, die eben ihr 50. Unabhängigkeits-Jahr feierten und zu denen der Afrika-Freund eine besonders intensive Beziehung pflegt. Buser zeigte seinen hohen Gästen - worunter auch Daniel Okaiteye-Blessyn, erster Sekretär, und Markoree Addison, Verwaltunssekretärin - zuerst den Sissacher Bure Märkt, ein Selbsthilfeprojekt junger Bauernfrauen. Dann ging es zur einzigartigen Betagten-Siedlung "Zytglogge".

Dort öffnen die Bewohnerinnen Buser unterdessen willig ihre Wohnungen, um die Delegation im Gänsemarsch durch das Innenleben der Behausungen zu führen und ihr einen Einblick in den schweizerischen Alltag daheim zu gewähren. Gleichzeitig lernen die Eingeborenen die Fremden etwas kennen. Mit Erfolg, wie vom Beispiel einer Frau berichtet wird, die einst von einem Besuch "dieser Schoggiköpfe" nichts wissen wollte, sich dann aber von Buser doch noch erweichen liess - und nach dem Besuch vom Charme und der Freundlichkeit der Afrikaner ganz gerührt war.

So etwas gefällt "Völkerverbinder" Buser, und zwar auf allen Ebenen. So organisierte er selbstverständlich auch eine Visite im Gemeindehaus, wo die afrikanische Delegation von den Gemeinderäten Martin Leber und Konrad Egg und Gemeindeverwalter Godi Heinimann punkt elf Uhr ehrenvoll begrüsst wurden. Im noblen Sitzungszimmer wurden dann Höflichkeiten und Informationen ausgetauscht. Dabei liess Botschafter Kwabena Baah-Doudu "Investor's Guide" verteilen, sei es doch "nicht schlecht", wenn auch Sissacher "big money" in Ghana investierten.

Den feinen Lunch nahmen die Ghanesen mit ihren Gastgebern auf der Sissacher Fluh ein. Die Rechnung berappte die offenherzige Gemeinde Sissach. (© Foto by Ruedi Suter, 4. Mai 2007)




Betrunkener Automobilist baute Dreifach-Unfall

BASEL. - Schwer verletzt hat sich gestern Donnerstagabend in Basel ein betrunkener PW-Lenker, der gleich drei Unfälle hintereinander baute. Kurz nach 20 Uhr verliess ein 38-jähriger Personenwagenlenker das Parkhaus der Post Basel 2 an der Nauenstrasse. Dabei durchbrach er die dortige Schranke, ohne vorher die Parkgebühr entrichtet zu haben. Unmittelbar nach Verlassen des Parkhauses stiess er bei einer Rückwärtsfahrt gegen einen korrekt hinter ihm stehenden Personenwagen. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, verliess der Verursacher den Unfallort, fuhr über den Centralbahnplatz und das Heuwaage-Viadukt zur Verzweigung Steinengraben/Steinenschanze. Dort stiess er frontal mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Pfosten der Lichtsignalanlage und kam nach einer Schleuderfahrt über zwei Fahrstreifen beim rechtsseitigen Trottoir bei der Bushaltestelle "Steinenschanze" zum Stillstand. Bei dieser Kollison wurde der Personenwagenlenker schwer verletzt. Erste Ermittlungen weisen auf einen massiven Alkoholkonsum des fehlbaren Lenkers hin, weshalb ihm der Führerausweis an Ort und Stelle abgenommen wurde. Es entstand bei dieser Irrfahrt ein Sachschaden von etwa 50'000 Franken. (4. Mai 2007)




Zwei PW-Lenkerinnen bei Auffahrkollision verletzt

LIESTAL. - Zwei Verletzte forderte gestern Mittwochnachmittag um 15.40 Uhr eine Auffahrkollision auf der Umfahrungsstrasse H2 in Liestal. Am Unfall auf der Fahrbahn Richtung Altmarkt waren vier Fahrzeuge beteiligt. Auslöser für den Unfall war ein Lieferwagen, der einen Teil der Ladung verlor. Der 33-jährige Lenker hielt sein Fahrzeug an, um sich um das verlorene Ladegut zu kümmern. Eine nachfolgende PW-Lenkerin konnte rechtzeitig hinter dem Lieferwagen anhalten. Eine weitere Autolenkerin bremste ebenfalls bis zum Stillstand ab. Eine vierte Automobilistin konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig bremsen und kollidierte mit dem vorderen Fahrzeug, welches in der Folge gegen den zweiten Personenwagen gestossen wurde. Zwei Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbar und mussten abgeschleppt werden. Es werden Zeugen gesucht. (3. Mai 2007)




Wieder Motorradfahrer schwer verletzt

NENZLINGEN. - Mit schweren Beinverletzungen musste heute Mittwochmorgen nach einer Kollision mit einem Personenwagen in Nenzlingen ein Motorradfahrer ins Spital geflogen werden. Auf der Höhe der Liegenschaft Baselstrasse Nr. 2, beabsichtigte um 10.10 Uhr eine rechts auf dem dortigen Ausstellplatz stehende 58-jährige Automobilistin ihr Fahrzeug zu wenden und Richtung Basel zu fahren. Gleichzeitig fuhr ein 73-jähriger Motorradfahrer auf der Baselstrasse Richtung Zwingen. Als die Lenkerin ihr Fahrzeug in den Verkehr einfügen wollte, kollidierte das Motorrad mit der linken Fahrzeugseite. Der Motorradfahrer zog sich dabei schwere Beinverletzungen zu. Die Polizei sucht Zeugen. (2. Mai 2007)




Besäufnis-Lauf: Gemeinderat verurteilt Ignoranz

REINACH. - Der so genannte "Harassenlauf" von Reinach ins Grün 80-Areal, wie das organisierte Besäufnis vom 1. Mai beschönigend genannt wird, stösst auf harte Kritik des Reinacher Gemeinderates: Abgesehen von "grossen Schäden und zahlreichen Beschwerden" sei dieses Jahr eine "extra markierte Alternativ-Route" ausserhalb der Reinacher Heide von den Jugendlichen "ignoriert" worden. Der Gemeinderat verurteilt nun "dieses rücksichtslos Verhalten", nachdem sich auch dieses Jahr besorgte Einwohnerinnen und Einwohner bei der Gemeinde über Scherben und Urinspuren entlang der Route beschwert hatten. So konnten Schwimmbadbesucherinnen und -besucher teilweise nicht mehr zum Eingang gelangen.

Der Gemeinderat von Reinach ist bestürzt über das rücksichtslose Verhalten der Jugendlichen. Gemeindepräsident Urs Hintermann "versteht die Beschwerden der Einwohner und Spaziergänger", wie es in einer Medienmitteilung der Gemeinde heisst. Zerbrochene Flaschen, herumliegende Büchsen und andere Abfälle hätten auf dem Schwimmbadparkplatz und im Naturschutzgebiet Reinacher Heide zu "grossen Schäden" geführt, für die die öffentliche Hand aufkommen muss.

"Besonders enttäuscht" sei der Gemeindepräsident darüber, dass die Anweisungen der anwesenden Polizei und des Zivilschutzes ignoriert wurden. Doch ohne ein Grossaufgebot an Polizei sei es schwierig, eine Meute von weit über 1'000 Leuten zu lenken. Zudem wäre die Gefahr einer Gewalteskalation zu gross gewesen. Wie es weiter heisst, will die Gemeinde bei der Suche nach einer anderen Lösung dieses Problems erneut mit der Kantonspolizei zusammenarbeiten. (2. Mai 2007)




Basler Lehrer mit Tuberkulose: Schüler untersucht

BASEL. - Eine Tuberkulose-Erkrankung wurde letzte Woche bei einer Lehrperson der Minerva Schulen Basel festgestellt, wie das Basler Gesundheitsdepartement heute Mittwochmorgen mitteilte. Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Basel-Stadt habe in der betroffenen Schule unverzüglich eine Umgebungs-Untersuchung eingeleitet, die in mehreren Schritten abläuft. In einer ersten Phase wird bei allen betroffenen Personen ein sogenannter Tuberkulintest am Vorderarm (Mantoux-Test) durchgeführt. Eine positive Reaktion im Tuberkulintest heisse nicht, dass Betroffene an Tuberkulose erkrankt seien oder demnächst erkranken werden. Der Test diene in dieser Phase lediglich dazu, dass die Kinder gezielt weiter abgeklärt werden können. Gegebenenfalls würden weitere medizinische Abklärungen in Absprache mit den Eltern sowie den betroffenen Lehrerinnen und Lehrern und dem Universitäts-Kinderspital beider Basel unverzüglich eingeleitet.

Laut der Medienmitteilung besteht für die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Schule in dieser Situation keine Ansteckungsgefahr. Der Unterrichtsbetrieb könne regulär weitergeführt werden. Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Basel-Stadt steht für Eltern und Lehrkräfte unter der Nummer 061 267 45 20 jederzeit für Fragen zur Verfügung. (2. Mai 2007)




Kritik an Führung des Basler Sicherheitsdepartements

BASEL. - Scharfe Krtiik an der Führung des Basler Sicherheitsdepartements übt die Junge SVP: Dem zuständigen Regierungsrat Hanspeter Gass drohe das Departement zunehmend zu entgleiten. Gefordert wird die "Stärkung der Polizeibeamten auf den Strassen durch Aufstockung des Korps bei gleichzeitiger Reduktion der Kaderstellen" und die "Neubeurteilung der Personalpolitik auf allen Ebenen des Polizeikorps, insbesondere der Kader und des Kommandanten". Ebenso sei "die Person von Klaus Mannhart zu überdenken und einen durch den Polizeibeamtenverband zu bestellenden, unabhängigen Pressesprecher in Betracht zu ziehen".

Die Polizei sei verunsichert durch interne Umstrukturierungen ("Optima"), Postenschliessungen und schlechte Anstellungsbedingungen. Ein "zerrüttetes Bild" hinterliessen "Schreibtischstrategen, welche die Polizeibeamten vor Ort nicht ernst nehmen und diese so in Gefahr bringen", und ein "Mediensprecher, der wider besseren Wissens gegenüber der Öffentlichkeit Tatsachen verharmlost". (2. Mai 2007)




Schutz der Herbstmesse: Initiative zustande gekommen

BASEL. - Die Initiative'zum Schutz der Basler Herbstmesse ist zustande gekommen. Sie wird morgen Donnerstagnachmittag bei der Staatskanzlei eingereicht werden. Dem Communiqué von Oskar Herzig-Jonasch und Dieter Binggeli ist nicht zu netnehmen, wie viele Unterschriften das Volksbegehren unterstützen. Wie es heisst, betrachte die Basler Bevölkerung "mit Sorgen die Veränderungen auf den öffentlichen Plätzen". Diese dürfen "auf keinen Fall unsere traditionelle Basler Herbstmesse gefährden". Baubewilligungen dürfen nur erteilt werden, wenn vorgängig verbindlich die Durchführung und Erhaltung der Basler Herbstmesse gesichert sei. Entsprechend dieser Forderungen soll die Regierung die gesetzlichen Grundlagen erlassen (2. Mai 2007)




Entdeckungen mit dem Baselbieter Vogelschutz

LIESTAL. - Über 70 Entdeckungsreisen, Naturspaziergänge, Beobachtungstrips, Exkursionen und Vorträge bietet der Basellandschaftlich Natur- und Vogelschutzverband (BNV) mit seinen 43 lokalen Sektionen jährlich an. Haben Sie gewusst, dass der "Spyr", der Mauersegler (Bild), täglich 600 Kilometer fliegend zurücklegt?

In einem Communiqué weist der BNV darauf hin, dass die breit gefächerten Angebote nicht nur zur Unterhaltung beitragen: Sie sollen zeigen, wie verzahnt das Leben um die Menschen herum ist. Beispiel: Samen von bestimmten Bäumen können nur keimfähig werden, wenn sie den langen Weg durch einen Verdauungstrakt eines Tieres gemacht haben. Oder: Eine Schmetterlingsart ist von einer bestimmten Pflanze abhängig, die als Futterpflanze für ihren Nachwuchs dient. Wird die Pflanze verdrängt oder ihr Lebensraum zerstört, verschwindet der Schmetterling. Diese über Jahrhunderte eingeschliffenen Abläufe gelte es zu erhalten, "soll unsere Natur uns weiterhin mit Nahrung, Wirkstoffen für Medikamente, Rohstoffe für Häuser und Kleidung versorgen".

Information und Öffentlichkeitsarbeit sind aber nicht die einzigen Aktivitäten des BNV. Vielmehr engagieren sich die 43 Sektionen und ihr Kantonalverband auch für die Aufwertung von Lebensräumen: Unter dem Motto "Biodiversität - Vielfalt ist Reichtum" starteten sie die Kampagne "Das Baselbiet beflügeln". Sie greifen zu Pickel und Schaufel, Rebschere und Mähmaschine, um die Naturoasen in unserer Landschaft zu pflegen und neue zu schaffen. (1. Mai 2007)

Information: www.bnv.ch oder BNV, Postfach, 4410 Liestal, 061 922 03 66.





1. Mai-Kundgebung: Das Rote Basel auf der Strasse

BASEL. - Gegen 1'500 Personen nahmen heute Dienstagmorgen in Basel bei schönstem Frühlingswetter an der traditionellen 1. Mai-Kundgebung unter dem Motto "Respekt! Geregelte Arbeit statt Verwilderung!" teil. Neben den Gewerkschaften und einigen Politikerinnen und Politikern aus dem rot-grünen Lager fielen wiederum zahlreiche Migrantengruppen auf. Hauptrednerin auf dem Marktplatz war die Basler SP-Grossrätin und Nationalrats-Kandidatin Christine Keller. Sie erinnerte daran, dass auch die Schweiz rund 300'000 so genannte working poor zählt, die von ihrer "hundertprozentigen harten Arbeit nicht leben können". Besonders betroffen seien Alleinerziehende, kinderreiche Familien sowie Migrantinnen und Migranten. Ein "Hohn für alle von Armut Betroffenen" sei, so die Fraktionspräsidentin weiter, dass die Unternehmensgewinne und Managersaläre "ins Unermessliche steigen". Damit werde die Behauptung widerlegt, dass es allen besser gehe, wenn es der Wirtschaft gut gehe. Die "prekären Arbeitsstellen" müssten deshalb in dauerhafte, verlässliche Arbeitsplätze umgewandelt werden. Am Aufschwung müssten alle beteiligt werden, forderte Keller, die sich des weiteren gegen die aktuelle IV-Revision, gegen Steuergeschenke für Reiche, gegen die Aushöhlung des Jugendschutzes und gegen die Angriffe der SVP auf das Antirassismusgesetz wehrte. Die Kundgebung endete bei Musik durch das "Sicherheitsorchester", Speis und Trank friedlich auf dem Barfüsserplatz.

Wir haben bei unserem Augenschein weder Micheline Calmy-Rey noch Moritz Leuenberger angetroffen, auch keine rot-grünen Basler Regierungsräte (was nicht heisst, dass sie nicht doch dabei gewesen sind). Gesehen haben wir neben Rednerin Brigitta Gerber unter anderen Leonhard Burckhardt, Jan Goepfert, Thomas Baerlocher, Beat Jans, Rudolf Rechsteiner und Rolf Häring. Nicht gesehen, aber ebenfalls auf dem Marktplatz dabei war Finanzdirektorin Eva Herzog. Sie wiederum hat OnlineReports nicht gesehen. (© Foto by OnlineReports, 1. Mai 2007)





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