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"Sozial, nicht sozialistisch": Kandidatin Alexandra Nogawa

Alexandra Nogawa will in den Basler Regierungsrat

Die Schweizerische Bürger-Partei will der Basler FDP den Sitz streitig machen

VON PETER KNECHTLI

Die Basler Freisinnigen erhalten im zweiten Wahlgang der Ersatzwahl in die Kantonsregierung bürgerliche Konkurrenz: Die Schweizerische Bürgerpartei (SBP) ruft sich mit der Kandidatur der ehemaligen Grossrätin Alexandra Nogawa in Erinnerung. Sie spekuliert sowohl auf bürgerliche Stimmen wie auf jene, die sich "verdrossen" vom ersten Wahlgang abgewendet haben.

"Es herrscht Parteienverdrossenheit, nicht Politikverdrossenheit", analysierte SBP-Wahlkampfleiter Klaus Wetzel heute Donnerstagmorgen an einer Medienkonferenz. "Die Kandidatur von Alexandra Nogawa ist eine ernste Angelegenheit", schob er nach. Es sei "unvorstellbar" gewesen, dass im ersten Wahlgang eine "Sozialtouristin" wie Agatha Wirth von der "Armutsliste" einen "so grossen Erfolg ereicht" habe. Die überraschenden gut 13'000 Stimmen, aber auch die über 10'000 Leereinlegenden oder gar nicht Wählenden will die SBP für ihre Kandidatin nominieren.

Wetzel verhehlte dabei nicht, dass die SBP-Kandidatur im zweiten Wahlgang vom 19. März "auch den Freisinnigen Stimmen wegnimmt". Wenn aber Hanspeter Gass als offizieller FDP-Kandidat "so viele bessere Ideen hat, müsste er mindestens das Ergebnis von Saskia Frei erzielen", analysierte Frau Nogawa.

Gegen "willkürliche Verteilung von Mandaten"

Allerdings wurde deutlich, dass sich die SBP als gemässigte Abspaltung der SVP weder dem Freisinn noch den andern bürgerlichen Basler Parteien besonders eng verbunden fühlt. "Für die sind wir gestorben", so Wetzels Einschätzung. Zwar versteht sich die Bürger-Partei als bürgerlich, aber nicht verfilzt - anderseits als "sozial, aber nicht sozialistisch". Parteipräsident Eugen Schmid: "Wir sind ungebunden und keinen Dogmen verpflichtet, sondern lösungsorientiert." Die Partei, die 40 bis 50 zahlende Mitglieder zählt, wehre sich aber auch dagegen, "dass eine willkürliche Verteilung der Mandate zur Regel wird".

Auf die Frage von OnlineReports nach ihrem politischen Programm verwies die 67-jährige Biochemikerin, die mit ihrem Mann zusammen ein Unternehmen für medizinischen Grosshandel betreibt, auf die Partei-Website. Auf Nachfrage aber outete sich die ehemalige Grossrätin als unabhängige Bürgerliche mit ökologischem Flair: "Ich bin gegen Gentechnologie und auch gegen Mobilfunkantennen." Dieshalb sehe sie ihr Potenzial "nicht nur im bürgerlichen Lager". Im Sicherheitsdepartement, diessen Leitung zu besetzen ist, sieht sie die Aufgaben unzweckmässig verteilt: Politessen sollen "Sicherheit gewährleisten und nicht Parkbussen eintreiben". Im Polizeibereich müsse Personal aufgestockt werden, Polizeiposten dürften nicht geschlossen werden. Nogawa ist "für die Familien und gegen den EU-Beitritt".

Spekulation auf SVP-Wählerschaft

Auf die Frage, mit wie viel Zuspruch die "Bürger-Partei" im zweiten Wahlgang rechne, räumte die Kandidatin ein, dass ihre Wahlchancen eher gering seien. Sie sei aber "zufrieden, wenn ich mehr Stimmen als Agatha Wirth mache". Offensichtlich spekuliert die Partei auch auf SVP-Stimmen. Denn diese Partei befinde sich im "Abschwung", sagte SBP-Chef Schmid: "Ich wünsche mir, dass das SVP-Potenzial auf unsere Seite herüber schwenkt."

Das Wahlkampfbudget der SBP ist nur "sehr beschränkt". Präsident Schmid liess sich entlocken, dass "mehr als 10'000 Franken" verfügbar seien. Eine Alibi-Übung soll die Kandidatur nicht sein, aber wenn sie auch Werbung für die Partei abwirft, "dann ist das ein guter Effekt", meinte Wahlkampfmanager Wetzel.

23. Februar 2006

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"Die einzige wirklich bürgerliche und wählbare Person"

Mit der Kandidatur von Frau Nogawa-Staehelin haben die BürgerInnen von Basel nun die ausgezeichnete Chance, doch noch eine bürgerliche Regierungsrätin zu bekommen. Frau Nogawa ist eine Person mit gut gefülltem politischem Rucksack und ist dazu noch weder verfilzt noch durch dubiose Mandate Ihres Mannes belastet. Das heisst, dass sie somit die einzige wirklich bürgerliche und wählbare Person ist. Ich wünsche Frau Nogawa viel Glück und viele vernünftige Wähler mit Durchblick.

Philipp Schopfer
Basel



"Eine engagierte Politikerin"

Frau Nogawa ist eine engagierte Politikerin mit einer gesunden Einstellung. Leider kann ich ihr als Baselbieter meine Stimme nicht geben. Ich wünsche ihr aber guten Erfolg.

Heinz Mattmüller
Pratteln



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