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"Modell kann Schule machen": "Gundeldinger Feld"-Managerin Barbara Buser

"Walzwerk": Münchenstein erhält ein riesiges KMU-Dorado

Das Gewerbemodell "Gundeldinger Feld" erhält eine dreimal so grosse Schwester in der Basler Vorortsgemeinde

VON PETER KNECHTLI

Das "Gundeldinger Feld", umgenutztes Areal einer früheren Basler Maschinenfabrik, erhält in der Vorortsgemeinde Münchenstein ein Pendant - von weit grösserer Dimension: Ab Anfang 2005 soll auf dem Industrie-Areal der früheren Aluminiumfabrik ein 40'000 Quadratmeter grosser Komplex für Gewerbebetriebe und Freizeit entstehen.

Vorbild ist das "Gundeldinger Feld" mitten im Basler Gundeldinger Quartier. Wo einst die Maschinenfabrik Sulzer-Burckhardt stand, arbeiten heute auf 12'700 Quadratmetern 65 verschiedene Mieter, die 200 Arbeitsplätze bieten und täglich 1'000 Besucher anlocken: Zahlreiche kleine Gewerbebetriebe, aber auch soziale Institutionen wie das Familienzentrum, die Quartierkoordinationsstelle "Wegweiser" und Gastrobetriebe. Ziel des "Gundeldinger Felds" ist als Pilotprojekt der "2'000-Watt-Gesellschaft" auch ein ökologischer Anspruch: Der Energieverbrauch soll innerhalb von zehn bis 15 Jahren auf ein Drittel gesenkt werden; drei Viertel der Restenergie soll aus erneuerbarer Quelle stammen.

"Walzwerk" lebt mit neuen Inhalten auf

Auf 90 Jahre Baurechtnehmerin des vor vier Jahren eröffneten "Gundeldinger Felds" ist die Kantensprung AG, die jetzt ihr erfolgreiches Modell eines ökologisch und sozial ausgerichteten Gewerbeparks auch in der Nachbargemeinde Münchenstein umsetzen will. Laut Barbara Buser, Verwaltungsratspräsidentin der "Kantensprung AG", ist das dortige Industrieareal der ehemaligen Aluminiumfabrik mit 40'000 Quadratmetern aber dreimal grösser als das "Gundeldinger Feld". Sein Name erinnert an seine geschichtlichen Wurzeln: "Walzwerk".

Schon zu Jahresbeginn soll mit der Umnutzung und Verwaltung des "Walzwerks" begonnen werden. Am 15. November werden erste Interessenten und Behörden über die Pläne informiert. Laut Barbara Buser steht heute schon fest, dass die "Walzwerk"-Anlaufstelle in der ehemaligen Werkskantine errichtet wird. Die gelernte Architektin möchte in Münchenstein ähnlich wie im "Gundeldinger Feld" eine "ausgewogene Mischung von KMU-Betrieben jeder Art und Freizeit" umsetzen. Allerdings sind die Besitzverhältnisse in Münchenstein verschieden: Das "Walzwerk" gehört der Anlagestiftung "Sefer Foundation", während die Kantensprung AG das Areal auf Honorarbasis treuhänderisch umnutzt und verwaltet. "Wir stehen in Münchenstein nicht im Risiko, aber profitieren auch nicht vom Gewinn", so Barbara Buser.

Kostendeckung nach vier Jahren erreicht

Mit ihrem "Gundeldinger Feld" hat das "Kantensprung"-Team Erfolg: Nach vier Betriebsjahren hat es Kostendeckung erreicht und kann jetzt daran gehen, die Schulden zurück zu zahlen. Barbara Buser: "Dies ist ein Modell, das sich an verschiedenen Orten verwirklichen lässt." Münchenstein dürfte nur die erste "Filiale" sein.

29. Oktober 2004

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