Online Reports Logo
Werben Sie hier
um Ihre Online-Zielgruppe.
061 271 63 64
werbung@onlinereports.ch

Wir möchten diese Story bestellen und abdrucken Wir möchten unseren Werbebanner auf dieser Seite platzieren
Tipps für Stories
Zurück zur Hauptseite
Meine Meinung zu dieser Story
Meine Meinung zu OnlineReports


Foto OnlineReports

Regierung erhört Notruf: Mehr Lohn für Basler Polizei


Dickere Lohntüten für Basler Polizisten

Der Kampf gegen Unterbezahlung und Überbelastung macht sich nach Jahren bezahlt

VON PETER KNECHTLI

Der langjährige Kampf der Basler Polizisten für bessere Löhne zahlt sich aus: Die Angehörigen des Polizeikorps erhalten mehr Lohn. Die Kantonsregierung will demnächst über das brisante Gehalts-Geschäft entscheiden.

Polizeidirektor Jörg Schild hält sich hochgradig bedeckt, sein Finanzministerkollege Ueli Vischer möchte sich dazu "nicht äussern" und Chefbeamte sind ungewöhnlich wortkarg: Die dünne Lohntüte der "Schugger" zählt seit Jahren zu den hochgradigen Reiz-Themen im Basler Polit-Betrieb.

Denn die 750 bewaffneten Polizisten stehen im Lohnvergleich abseits. Dies bestätigt jetzt ein vertraulicher Bericht einer von der Regierung eingesetzten verwaltungsinternen Arbeitsgruppe, die die Polizeilöhne in den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Aargau, Solothurn, Bern, Luzern und Zürich sowie in den Städten Zürich und Bern recherchierte und den Rhein-Staat in der unteren Hälfte vorfand. Gegenüber dem Nachbarkanton Baselland kommt es gar zu Lohndifferenzen bis 1'000 Franken pro Monat. Folge: Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte, Leistungsdruck, geschlossene Quartierposten und schrumpfendes Korps. Der Polizeibeamtenverband machte im Frühjahr einen Unterbestand von 176 Stellen geltend.

Bis 600 Franken mehr Monatslohn

Obschon die Verbandsbasis "endgültig genug" hat, eine Kampfkasse mit 70'000 Franken munitionierte und vor einem Jahr auf dem ehrwürdigen Marktplatz für zünftigeren Zaster kämpfte, konnte sich die Regierung bisher nicht entscheiden. Grund ist die Furcht davor, dass auch andere Berufsgruppen wie Spitalangestellte oder Lehrer auf den Geschmack kommen und Lohnforderungen stellen könnten.

Jetzt aber scheint das Eis gebrochen, nachdem die Lohnstudie die Basler Baisse im schweizerischen Vergleich bestätigte. Laut Informationen von OnlineReports sollen nach den Empfehlungen die Polizeiangestellten je nach Altersklasse und Qualifikation zwischen Null und 500, in Einzelfällen bis 600 Franken mehr Monatslohn erhalten. Die Erhöhung soll wegen des reduzierten Personalbestandes kostenneutral ausfallen und per Anfang Januar 2002 in Kraft treten. Anfang August will die Regierung entscheiden und den Beschluss anschliessend kommunizieren. Schon letzten November hatte die Regierung für jüngere Polizeiangestellte eine "befristete Sonderzulage" von monatlich 250 Franken beschlossen.

"Zurückhaltend, aber zuversichtlich"

Polizeidirektor Schild, seit langem Verfechter höherer Basler Polizeigehälter, wollte sich zum Antrag an die Regierung und zur geplanten Lohnerhöhrung nicht äussern. Seine einziger Kommentar: "Ich bin guten Mutes." Auch Daniel Wittlin, geschäftsführender Vizepräsident des Polizeibeamtenverbandes, gab sich äusserst zugeknöpft ("Ich hoffe auf eine substanzielle Verbesserung"). Er bestätigte aber, dass die Stimmung im Polizeikorps weiterhin "gereizt" sei. Bis Ende November komme es infolge Frühpensionierungen und Kündigungen zu rund 80 Abgängen, wogegen aus der Polizeischule nur 40 junge Ordnungshüter nachrücken werden. Wittlin: "Die Personalprobleme können frühestens bis in drei Jahren ansatzweise gelöst werden."


Entscheid der Basler Regierung zur Lohnerhöhung

29. Juli 2001

Zurück zu Politik
Zurück zur Hauptseite

© by Peter Knechtli