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Seit Mai kein Lebenszeichen mehr: Menschenrechtler Bruno Manser


Regenwaldschützer Bruno Manser in Sarawak verschollen

Angehörige schalten Eidgenössisches Departement für Auswärtige Angelegenheiten ein

VON PETER KNECHTLI UND RUEDI SUTER

Seit einem halben Jahr ist der bekannte Schweizer Regenwaldschützer Bruno Manser (46) auf Borneo verschollen. Am 23. Mai dieses Jahres schickte er seinen Angehörigen das bisher letzte Lebenszeichen.

Der Basler Umweltaktivist war im Februar ins indonesische Kalimantan auf Borneo gereist, um von dort in wochenlangen Dschungelmärschen zu den in ihrer Existenz bedrohten Penan-Waldnomaden im malaysischen Gliedstaat Sarawak vorzudringen. Diese indigenen Bewohner wehren sich mit Mansers Hilfe und wachsender Verzweiflung gegen das Fällen der letzten Urwälder durch Regierung und Holzkonzerne. Da überdies das vom Staat längst versprochene Penan-Biosphärenreservat nie realisiert wurde, beschloss der in Malaysia unerwünschte Menschenrechtler, die Lage im von Armee und Polizei kontrollierten Abholzgebiet zu erkunden.

Angehörige und Umweltschützer machen sich Sorgen

Doch gegen seine Gewohnheit hat der erfahrene Waldläufer seit Frühling weder seinen Angehörigen noch dem Bruno-Manser-Fonds (BMF) je wieder eine Nachricht zukommen lassen. Auch hätten verschiedene vom Fonds angestrengte Suchaktionen im angepeilten Zielgebiet am Oberlauf des Limbang-Flusses "leider keine Resultate gebracht", erklärte BMF-Sekretär John Künzli gegenüber OnlineReports. Ein bewusstes "Abtauchen" Mansers kann sich der Sprecher nicht erklären.

Familienangehörige und Umweltschützer machen sich zunehmend Sorgen über das Schicksal des Regenwaldkämpfers, der von 1984 bis 1990 bei den Penan lebte und in Malaysia als Staatsfeind betrachtet wird. Laut Informationen von OnlineReports haben sie das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) und die Schweizer Botschaft in Kuala Lumpur eingeschaltet, um Nachforschungen über den Verbleib Mansers anzustellen.

"Im Dschungel lauern viele Gefahren"

BMF-Sekretär Künzli: "Dazu kann ich im Moment nichts sagen. Hauptsache, wir erhalten endlich Klarheit." Bruno Mansers Schwester Monika Niederberger-Manser zu OnlineReports: "Im Juli oder August hätte ich ein Zeichen erwartet. Dass ich bis jetzt noch nichts von Bruno gehört habe, besorgt mich schon sehr. Im Dschungel von Sarawak lauern viele Gefahren." (18.11.2000)

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MANSER-PORTRÄT

18. November 2000

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