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Erhöht Forderung an den Kanton Baselland: Kommissär-Anwalt Claude Janiak


"Justiz-Affäre": Teure Pensionierung

Beruflich ruinierter Kommissär fordert zusätzliche Entschädigung

VON PETER KNECHTLI

Das Drama um den im Rahmen der "Basler Justizaffäre" zu Unrecht verhafteten 57jährigen Basler Kriminalkommissär könnte den Kanton Baselland noch teuer zu stehen kommen.

Nachdem die SonntagsZeitung und "Online Reports" publik gemacht hatten, dass der Beamte aus gesundheitlichen Gründen und unverschuldet frühzeitig penioniert wird, will Claude Janiak, der Anwalt des Betroffenen, eine neue Schadenersatzforderung stellen. So soll der Kanton Baselland verpflichtet werden, die Differenz zwischen dem jetzigen Gehalt des Beamten und der künftigen Staats- und IV-Rente zu übernehmen.

Zusammen mit zwei weiteren Mitarbeitern - darunter ein Staatsanwalt - war der Kommissär letzten November auf Antrag der Baselbieter Justizbehörden verhaftet und während mehreren Tagen in Untersuchungshaft gesteckt worden. Verdacht: Kooperation mit der Basler Halbwelt - Fahndungsinformationen gegen Sex und Koks. Wie sich herausstellte, waren die Vorwürfe haltlos. Auch hatte der Beamte - entgegen einem falschen Gutachten des Genfer Instituts für Rechtsmedizin - nie Kokain konsumiert. Doch Verhaftung und falsche Anschuldigung machten den Fahnder, so Anwalt Janiak, "beruflich und psychisch fertig".

Zu diesem Fahndungs-Debakel sind vor Bundesgericht und kantonaler Ueberweisungsbehörde bereits zwei Haftbeschwerden sowie eine Entschädigungsforderung wegen der damaligen ungerechtfertigten Strafverfolgung hängig. Allein die Genugtuungsforderung beläuft sich auf 20'000 Franken.

KRIMINAL-KOMMISSÄR FRÜHZEITIG PENSIONIERT
WAS VON DER "JUSTIZ-AFFÄRE" BLIEB
DIE AKTEURE
DIE ERSTE STORY

3. Oktober 1999

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